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·28. August 2026
"Wurde dem nicht gerecht": Mota kritisiert Derby-Berichterstattung

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Vom Pokal-Wahnsinn zurück in den Liga-Alltag: Nach der Derby-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern geht es für den SV Waldhof Mannheim in der 3. Liga gegen den TSV Havelse weiter. Warum Trainer Rui Mota die Berichterstattung missfiel und warum er die Partie gegen den Havelse mit Essen ohne Salz verglich, verriet er im Mediengespräch vor der Begegnung.
Hinter dem SV Waldhof Mannheim liegt eine ereignisreiche Woche. Knapp verloren die Buwe das Pokalderby gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 nach 120 Minuten. Das Sportliche rückte allerdings in den Hintergrund, da die Partie von heftigen Ausschreitungen überschattet wurde. Dass deshalb mehr über die Vorkommnisse als über das Spiel gesprochen wurde, stößt Mannheims Cheftrainer Rui Mota "sauer auf", wie er am Freitag sagte.
"Es war vielleicht qualitativ nicht das beste Spiel. Aber die Leidenschaft auf dem Feld war sehr hoch. Und da wurde es einfach nicht dem gerecht, wie die Berichterstattung im Endeffekt war. Aber so funktioniert die Welt mittlerweile, und damit muss man sich abfinden." Sportlich will der Portugiese die positiven Aspekte aus der Begegnung mitnehmen, die man "durchaus auch hätte gewinnen können. Wir hatten unsere Chancen". Deshalb tue das Ausscheiden besonders weh.
Mit der Analyse sei das Pokalspiel jedoch abgehakt. Der kommende Gegner heißt TSV Havelse. Auf dem Papier der Underdog, doch dieses Label will Mota den Niedersachsen nicht aufdrücken: "Ich mag das nicht. Wir respektieren jedes Team. Gerade in dieser Liga muss man immer an seine Grenzen gehen, um zu gewinnen." Das belegten auch die bisherigen Partien: "Sie haben zwei Mal knapp verloren und wollen mit aller Macht die ersten Punkte der Saison einsammeln." Zusätzlich dürfe man nicht vergessen, "dass es sehr viele Wechsel beim Personal gab. Deshalb suchen sie noch nach ihrer Form". Besonders aufpassen müsse Mannheim auf die Standardsituationen des Gegners und dessen Umschaltspiel.
Auch das zweite Havelse-Heimspiel findet wieder in der Heinz von Heiden Arena in Hannover statt. Die eigentliche Heimspielstätte von Hannover 96 umfasst 49.000 Plätze. Gegen den VfB Stuttgart II waren am ersten Spieltag allerdings lediglich 750 Fans vor Ort. Laut Klub sollen 500 Auswärtsfans für Stimmung sorgen. Dennoch ist erneut mit vielen leeren Plätzen zu rechnen. "Fußball ohne Fans, das ist wie Essen ohne Salz und vor allem in dieser Liga sehr ungewöhnlich, dass es dann so viele freie Ränge gibt. Es wird für die Spieler in den ersten Minuten bestimmt ein komisches Gefühl sein, wenn so viele freie Plätze sind."
Sportlich muss Mota auf Jascha Brandt, Adama Diakhaby und Masca verzichten. Jid Odeke ist dagegen wieder ins Training zurückgekehrt. Der Neuzugang hatte gegen Rostock einen Schlag abbekommen. Bei ihm wollte man kein Risiko eingehen, dass daraus ein längerer Ausfall werden könnte, betonte Mota.
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