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·21. September 2026

Xhaka gibt Erwerb einer Impfbestätigung zu und pausiert bei der Nati

Artikelbild:Xhaka gibt Erwerb einer Impfbestätigung zu und pausiert bei der Nati

Granit Xhaka wird der Schweizer Nationalmannschaft in den kommenden vier Nations-League-Partien nicht zur Verfügung stehen. Der Kapitän traf diese Entscheidung gemeinsam mit der Verbandsführung, nachdem er öffentlich eingeräumt hatte, sich während der Corona-Zeit eine Impfbestätigung erworben zu haben. Gegen den Sunderland-Profi läuft seit vergangener Woche ein Strafverfahren der Luzerner Staatsanwaltschaft.

Was Xhaka öffentlich eingeräumt hat

In einem Statement auf Instagram schrieb Xhaka, er sei im Zusammenhang mit der Covid-Impfung damals persönlich stark verunsichert gewesen und habe große Bedenken sowie tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff empfunden. In dieser aufgewühlten Lage habe er eine Impfbestätigung erworben, anstatt seine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären.


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Xhaka bezeichnete die Entscheidung als Fehler und entschuldigte sich dafür. Zugleich betonte er, die Verantwortung dafür zu übernehmen und vollumfänglich mit den zuständigen Behörden zu kooperieren.

Der Hintergrund der Ermittlungen

Die Affäre geht auf Ermittlungen gegen eine Luzerner Ärztin zurück, deren Praxis 2023 durchsucht wurde. Dabei sollen die Behörden Unterlagen im Zusammenhang mit Corona-Impfungen mehrerer Personen sichergestellt haben, darunter offenbar auch Xhaka.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft bestätigte am vergangenen Freitag ein Strafverfahren gegen den Schweizer Rekordnationalspieler. Dabei soll geklärt werden, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten im Zusammenhang mit einer möglichen Erschleichung einer falschen Beurkundung und/oder Urkundenfälschung vorliegt.

Ursprünglich hatte Xhakas Umfeld die Vorwürfe über einen Sprecher zurückgewiesen und erklärt, der Mittelfeldspieler stehe den Behörden uneingeschränkt und in voller Transparenz zur Verfügung. Auch die betroffene Ärztin ließ über ihren Anwalt mitteilen, sie habe Xhaka regulär geimpft. Diese früheren Aussagen stehen nun im Zusammenhang mit Xhakas eigener Erklärung, eine Impfbestätigung erworben zu haben.

Eine Einvernahme Xhakas soll nach bisherigen Berichten Anfang Oktober stattfinden. Einen genauen Termin bestätigte die Staatsanwaltschaft bislang nicht. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt für Xhaka die Unschuldsvermutung.

Die Reaktion des Verbands

Verbandspräsident Peter Knäbel bestätigte, dass Xhaka die Verbandsführung über den Sachverhalt informiert und angekündigt habe, sich öffentlich dazu zu äußern. Der SFV begrüßte, dass der Kapitän diesen Schritt macht und sich der Aufarbeitung stellt. Gemeinsam sei man zu dem Schluss gekommen, den anstehenden Zusammenzug ohne Xhaka zu bestreiten, um den Fokus der Mannschaft auf die sportlichen Aufgaben zu richten.

Xhaka fehlt damit beim ersten Nations-League-Zusammenzug nach der Weltmeisterschaft 2026. Der 34-Jährige ist mit 152 Länderspielen Rekordnationalspieler der Schweiz.

Der weitere Ablauf

Die Nati bereitet sich ab Montag im türkischen Belek auf die anstehenden Partien vor. Am 26. September geht es auswärts gegen Nordmazedonien, drei Tage später folgt das Spiel gegen Schottland in Glasgow. Anschließend trifft die Schweiz am 3. Oktober in Luzern auf Slowenien, ehe am 6. Oktober erneut Nordmazedonien in der thermoplan arena wartet.

Die für Anfang Oktober erwartete Einvernahme Xhakas könnte damit zeitlich in die laufende Länderspielphase fallen. Ein genauer Termin ist bislang allerdings nicht bekannt.

Wie es für den Rekordnationalspieler danach weitergeht, ist offen. Laut Verbandsführung soll die Situation nach Abschluss dieses Länderspielfensters gemeinsam mit Xhaka neu beurteilt werden.

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