Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok | OneFootball

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·17. März 2026

Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok

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Zu wenig Punkte, zu wenig Siege, eine verständliche Trainerdiskussion – Es gibt aber auch Argumente für Lukas Kwasniok

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Hendrik Broschart

17 März, 2026

Der Punkt in Hamburg verschafft dem 1. FC Köln nur kurz und ein wenig Luft. Vor dem Derby gegen Gladbach steht Lukas Kwasniok weiter unter Druck. Bei vielen Fans ist das Urteil über die Zukunft des Coachs bereits gefällt. Dabei gibt es auch Argumente, warum ein Trainerwechsel beim FC jetzt der falsche Schritt sein könnte beim 1. FC Köln: Drei Gründe gegen einen Trainerwechsel.

Der Punkt in Hamburg hilft dem 1. FC Köln nur kurzfristig. Vor dem Derby gegen Gladbach wird der Druck auf Lukas Kwasniok größer und die Trainerdebatte lauter. Doch es gibt auch Argumente, dass ein Wechsel auf der Bank derzeit der falsche Weg wäre.

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Wie geht es weiter mit Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?

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Die Geißböcke nahmen einen Punkt aus dem Spiel in Hamburg mit zurück ans Geißbockheim, der sich aufgrund der Leistung auf dem Platz eher wie eine Verlust anfühlte als ein Fortschritt. Rein rechnerisch treten sie damit im Tabellenkeller auf der Stelle: Aufgrund der Schützenhilfe des kommenden Gegners Borussia Mönchengladbach reichte das Unentschieden, um vorübergehend den Relegationsplatz auf Distanz zu halten. Die Elf von Eugen Polanski hatte am Freitag St. Pauli mit 2:0 geschlagen. Dennoch ist der Tenor in der Domstadt eindeutig: Nur ein Sieg hätte den Druck auf Trainer Lukas Kwasniok mindern können. So spitzt sich die Lage vor dem Derby gegen Gladbach am kommenden Samstag zu.

In regelmäßigen Abständen tauchen schon jetzt Gerüchte über mögliche Nachfolger auf der Trainerposition auf. Im Falle einer Niederlage gegen die Fohlen ist man sich vielerorts sicher: Die Zusammenarbeit mit Kwasniok würde damit ein Ende finden. Dabei sprechen gleich mehrere Gründe dafür, warum das keine gute Idee wäre.

Grund eins: Anpassungen tragen Früchte

Kurz vor Anpfiff kam dem Stadionsprecher des HSV, Christian Stübinger, eine Idee, wie er die Stimmung im Volksparkstadion zum Anpfiff hin noch weiter anheizen könnte. Er schnappte sich das Mikrofon und schoss gegen den FC, indem er auf die Schwäche der Geißböcke bei ruhenden Bällen hinwies. Bekanntlich flog ihm das in der 45. Minute um die Ohren, als Rav van den Berg eine Ecke per Kopf verlängerte und Said El Mala den Ball aus kurzer Distanz im Hamburger Tor versenkte. Die Gefahr nach ruhenden Bällen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat der Umstrukturierung der Verantwortlichkeiten im Trainerteam für das Coaching bei Standards. Mitte Februar hatte man sich dazu entschieden, Hannes Dold von seinen Aufgaben zu entbinden und diese intern aufzufangen.

Mit Erfolg, wie die folgenden Wochen defensiver Stabilität nach Standards gegen den FC zeigten – und nun auch ganz offensichtlich in der Offensive beim Spiel in Hamburg. „Das Tor heute war ein Co-Trainer-Tor. Said war die ausübende Gewalt, indem er auf dem zweiten Pfosten durchgelaufen ist. Hinten am zweiten Pfosten wird das Geld verdient, vor allem bei Ecken. Das sind einfache Tore. Said hat das zu 100 Prozent umgesetzt. Und das ist ein Entwicklungsschritt, sich nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf einen Co-Trainer zu verlassen, der sagt: ‚Lauf durch!‘“, so Kwasniok. Fest steht, dass es den Verantwortlichen des 1. FC Köln durch eine ihnen sicherlich nicht leichtgefallene Personalentscheidung gelungen ist, eine der größten Problemherde erfolgreich anzugehen. Mit starren Strukturen und geringer Bereitschaft zur Selbstreflexion wäre dies nicht möglich gewesen.

Grund zwei: Das FC-Torverhältnis spricht Bände

Es ist fast schon zur Tradition geworden, dass, wenn beim 1. FC Köln der Haussegen schief hängt, Friedhelm Funkel als möglicher Interimstrainer gehandelt wird. Der 72-Jährige stärkte Kwasniok am Sonntag in der Sky-Sendung „Sky 90” den Rücken und führte ein überzeugendes Argument ins Feld: „Die Art und Weise, wie sie bisher gespielt haben, war in Ordnung! Man darf nicht vergessen, dass sie in dieser Saison noch keine einzige hohe Niederlage hinnehmen mussten. Sie haben von den Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, mit Abstand das beste Torverhältnis. Das ist sehr wichtig. Das kann den entscheidenden Punkt bringen.“ Allein das Torverhältnis bewahrte Köln nach der Niederlage gegen den BVB vor dem Relegationsplatz. Kwasniok selbst hatte schon vor geraumer Zeit betont, dass er plane, für den Klassenerhalt über die volle Distanz gehen zu müssen. Dass es für die Geißböcke knapp werden würde, sollte deshalb nicht weiter überraschen. Und weil es so knapp ist, muss das vergleichsweise gute Torverhältnis im Tabellenkeller als Trumpf durchgehen.

Grund drei: Gegner von Kölner Kragenweite – diesmal aber richtig

Ein Blick auf die vergangenen Wochen zeigt, dass der Spielplan dem FC einiges abverlangt hat. Seit Beginn der Rückrunde traf Köln auf neun Gegner, sechs davon stehen aktuell in der oberen Tabellenhälfte. Vier dieser Teams gehören sogar zu den Top fünf. Gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gab es bislang nur drei Spiele. Zwei davon gewann der FC gegen Mainz und Wolfsburg. Nun folgen Gegner, die eher von der Kragenweite der Kölner sind. Nach dem Derby gegen Mönchengladbach auf Rang zwölf warten Werder Bremen auf Rang fünfzehn und St. Pauli auf Rang sechzehn. Der HSV lässt sich gepflegt aus dieser Rechnung herausnehmen. Die Mannschaft von Merlin Polzin hat sich zuletzt deutlich von der Abstiegszone entfernt. Die letzte Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller liegt für Hamburg mit dem 4:1 in Köln im November bereits einige Zeit zurück. Mit Heidenheim steht auch noch die Partie gegen das Schlusslicht an.

Zwischen Derby-Emotionen und Krisen-Management

Mit dem Heimspiel gegen Mönchengladbach bekommt Lukas Kwasniok vor der Länderspielpause die attraktive Chance, Ruhe in die Trainerdiskussionen in der Domstadt einkehren zu lassen. Er kann sich dabei auf die Unterstützung von Geschäftsführer Thomas Kessler verlassen. Noch vor dem Spiel gegen den HSV machte Kwasniok deutlich, wie sehr er Kesslers rationale Art, mit der aufgeheizten Stimmung in Köln umzugehen, schätzt. Ein unaufgeregtes Krisenmanagement kann Kwasniok am Standort Köln angesichts der Wucht der unzufriedenen und laut polternden Fanszene und Medien mehr gebrauchen denn je.


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