Zwei Keeper, ein Schicksal! Haben sie sich diesen Sommer verzockt? | OneFootball

Zwei Keeper, ein Schicksal! Haben sie sich diesen Sommer verzockt? | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: OneFootball

OneFootball

Selina Eckstein·30. August 2026

Zwei Keeper, ein Schicksal! Haben sie sich diesen Sommer verzockt?

Artikelbild:Zwei Keeper, ein Schicksal! Haben sie sich diesen Sommer verzockt?

Zwei Torhüter hatten für diesen Transfersommer den gleichen Plan. Sie wollten ins Ausland wechseln. Doch kurz vor dem Deadline Day sieht es so aus, als hätten sich beide ordentlich verzockt. 

Sowohl Noah Atubolu als auch Florian Kastenmeier wollten ihrer Karriere eine neue Richtung geben, weg aus Deutschland. Doch bei beiden sieht es aktuell ganz anders aus. Während der Freiburger nun doch in der Bundesliga bleibt, drängt die Zeit beim Ex-Düsseldorfer. 


OneFootball Videos


Atubolu hat einen neuen Klub, aber einen anderen als gedacht. Der 24-Jährige wollte in diesem Sommer in die Premier League wechseln. Das hatte er den Vereinsverantwortlichen mitgeteilt. Aus diesem Grund suchten sich die Breisgauer Ersatz. Mio Backhaus kam aus Bremen und steht auch an diesem Sonntag gegen seinen Ex-Klub zwischen den Pfosten. 

Atubolu wiederum erlebte in der Zwischenzeit eine Hängepartie, weil kein Klub aus England anfragte. Das dürfte der Auslöser gewesen sein, warum er sich letztlich auch von seiner Berateragentur getrennt haben soll. Davon berichten mehrere Medien, unter anderem der 'Kicker'. Erst zu Beginn des Jahres war er dort hingegangen. 

Nun ist der deutsche U-Nationalspieler per Leihe zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Da ein Festtransfer für die Hessen zu teuer sein soll, wird er zunächst ausgeliehen. Laut 'Sky' soll es aber eine Kaufpflicht von 13 Millionen Euro geben. Die Hessen schreiben in ihrer Pressemitteilung von einer Leihe mit Kaufoption, die unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Kaufverpflichtung umgewandelt wird.

Bei der SGE dürfte Atubolu direkt zur Nummer eins werden. Beim 3:3 zum Auftakt gegen Union Berlin hütete er bereits den Kasten. Die Frankfurter sind mit Kauã Santos offenbar unzufrieden, Zetterer wechselte gestern Abend offiziell zu Leeds United nach England.

Für Atubolu wiederum bleibt die Premier League erst mal in weiter Ferne. Doch er scheint mit seinem Wechsel zufrieden zu sein. Zumindest lassen das die Worte bei seiner Vorstellung vermuten: "Ich kenne die Stadt, den Klub und das Stadion und habe die Spiele hier immer als etwas Besonderes erlebt. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung."

Zwar verpasst er durch den Wechsel die Spiele in der Conference League, für die sich Freiburg qualifiziert hat, doch mit der Eintracht kann er in der Bundesliga um die internationalen Plätze sowie im DFB-Pokal angreifen.

In ebendiesem Pokal feierten beide Klubs jüngst einen erfolgreichen Auftakt: Während Frankfurt die SpVgg St. Tönis glatt mit 11:0 vom Platz fegte, setzte sich Freiburg mit 5:1 bei Fortuna Düsseldorf durch.

Beim Drittliga-Absteiger aus dem Rheinland führt die Spur zum zweiten Pechvogel dieses Sommers. Denn nach sieben Jahren bei den Rot-Weißen wollte auch Florian Kastenmeier eine neue Herausforderung suchen.

Ähnlich wie Atubolu soll der 29-Jährige von einem Wechsel ins Ausland träumen. "Ich habe mir für meine Karriere Ziele gesetzt, die ich erreichen möchte. Am liebsten mit der Fortuna. Doch diese Ziele sind zuletzt in weite Ferne gerückt, und ich bin in einem Alter, in dem ich den nächsten Schritt gehen muss, um meinen persönlichen Weg weiterzugehen", teilte der Keeper in einem emotionalen Statement mit. Die Fans nahmen der Vereinslegende den Wunsch nicht übel.

Seitdem ist es jedoch ruhig um ihn geworden. Laut Medienberichten könnte er sich verzockt haben, weil er zu wählerisch sei. Er soll bereits einigen Klubs wie Hertha BSC und Hannover 96 abgesagt haben. Das berichtet der 'Kicker'. Auch Werder Bremen hätte ihn offenbar als neue Nummer zwei gerne haben wollen. 

Doch er scheint größere Ziele zu haben. Ende Juli hieß es in einem Bericht des 'Berliner Kuriers', dass der Serie-A-Klub Como Interesse haben soll. Allerdings wäre er auch dort "nur" die Nummer zwei. Auf der anderen Seite hätte er zumindest die Möglichkeit, ein wenig CL-Luft zu schnuppern. Wenn auch nur von der Bank aus.

Die Zeit rennt. Während Atubolu seinen neuen Verein gefunden hat, darf Kastenmeier nicht zu wählerisch sein. Immerhin hat die Saison bereits begonnen, viele Vereine haben ihren Stammkeeper bereits festgelegt. Am Ende bleibt für beide ein turbulenter Sommer, für den einen noch immer mit ungewissem Ausgang. Ob es für sie ein echtes Happy End gibt, werden nicht nur die nächsten Tage, sondern vor allem die kommenden Monate zeigen.


📸 Sebastian Widmann - 2026 Getty Images

Impressum des Publishers ansehen