RB Leipzig
·31. Mai 2026
Zwei Neue, viel Potenzial: Warum Reitz und Koné perfekt zu RBL passen

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·31. Mai 2026

Mit unvergesslichen Erlebnissen bei der Südafrika-Tour im Gepäck verabschieden sich unsere Jungs nach einer Spielzeit voller Highlights in die wohlverdiente Sommerpause. Doch während die Spieler und Trainer ihre freie Zeit genießen können, laufen im Hintergrund die Planungen für die neue Saison bereits auf Hochtouren: Die Champions League wirft schließlich bereits ihren Schatten voraus.
Zwei Spieler, die uns bei der Rückkehr auf größte Fußball-Bühne helfen sollen, stehen bereits fest. Mit Rocco Reitz und Abdoul Koné offenbaren sich Trainer Ole Werner neue Optionen. In Leipzig will das Duo an ihre starken Leistungen anknüpfen und – wie so viele vor ihnen – den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen.

Eine Gemeinsamkeit in der Vorsaison eint dabei beide: Ihre Clubs blieben zuletzt hinter den Hoffnungen zurück – 2026/27 soll sich das im Dress der Roten Bullen natürlich ändern. Bereits früh im Saisonverlauf geriet Rocco mit Borussia Mönchengladbach in den Abstiegskampf, Abdoul verpasste nach dem Abstieg von Stade Reims in die Ligue 2 den direkten Wiederaufstieg knapp. Nur zwei Punkte fehlten als Sechster für einen Platz in den Play-offs um den Aufstieg.
An den Neu-Leipzigern hatte es dabei nicht gelegen. Im Gegenteil: Als Kapitän und Schlüsselspieler ging Rocco in einer schwierigen Saison bei den Fohlen stets voran, stand in 31 Spielen in der Startelf auf und sammelte insgesamt vier Vorlagen. Nach 17 Jahren bei der Elf vom Niederrhein verabschiedete sich der zentrale Mittelfeldspieler mit einem 12. Platz von seinem Jugendclub.
Auch sein neuer Teamkollege in der Messestadt erlebte – trotz des verpassten Aufstiegs – ein persönlich erfolgreiches Jahr. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich Abdoul zu einem der besten Verteidiger seiner Liga und feierte sein Debüt in der U20-Nationalmannschaft Frankreichs. Als Belohnung folgt nun für beide der Schritt in die Champions League – nach Abstiegskampf und gescheiterten Aufstiegsträumen ein Abenteuer, auf das sie genauso brennen wie wir.

Wie das Duo zur nächsten erfolgreichen Saison der Roten Bullen beitragen können, dafür muss nicht lange gesucht werden. Beide Spieler bringen ein klares Profil mit. Bereits mehrmals durfte RBL miterleben, wie unangenehm Rocco als Gegenspieler ist. Insbesondere ein hohes Arbeitspensum mit und gegen den Ball zeichnen den gebürtigen Duisburger aus. Wie man in seiner Heimat sagen würde: ein Malocher mit großer Mentalität.
Ständig ist der 24-Jährige in Bewegung, beißt sich in jedem Zweikampf fest, löst das Pressing seiner Mannschaft aus und schließt sich öffnende Räume. Ein Unruheherd auf dem ganzen Platz, sein Wirkradius erstreckt sich dabei von Box zu Box. Ein ausgeprägtes Spielverständnis hilft ihm dabei zudem, frühzeitig Situationen zu erkennen.
Aber auch mit dem Ball nimmt das Laufwunder ständigen Einfluss auf das Spiel. Auch dank seiner außergewöhnlichen Dynamik – mit einem Top-Speed von 35,63 km/h war nur Yan Diomande (36,3 km/h) als RBL-Spieler in der abgelaufenen Bundesliga-Saison schneller als Rocco – ist der zentrale Mittelfeldspieler eine ständige Gefahr im Umschaltspiel.
Hierbei fungiert er gerne als Ballschlepper und ist in seinem Passspiel risikoaffin. Immer wieder versucht er, gegnerische Linien zu überspielen. Ein weiteres Markenzeichen: seine Führungsqualitäten. Als zweitjüngster Spieler in der Vereinsgeschichte führte Rocco die Fohlen als Kapitän auf den Rasen und übernahm auch bei der Vizemeisterschaft der deutschen U21 bei der EM im Vorjahr eine Führungs- und Schlüsselrolle im Mittelfeld.

Dank seiner hohen Präsenz – die ihm auch den Spitzname „Messi vom Niederrhein“ schenkten – und des Spielverständnisses kann Rocco flexibel auf dem Feld eingesetzt werden. Von der Sechser- über die Achter- bis zur Zehnerposition, in der abgelaufenen Spielzeit lief er auch schon als Rechtsaußen auf – kurzum: ein Schweizer Taschenmesser für RB Leipzig.
Als Spielertyp könnte so Rocco prädestiniert sein, die Lücke, die durch den Abgang von Xaver Schlager entsteht, zu schließen und dem Leipziger Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Im von Ole präferierten 4-3-3 könnte er seine Stammposition als zentraler Mittelfeldspieler einnehmen. Im Zusammenspiel mit Nici Seiwald wäre es seine Rolle, unseren Offensivkünstlern den Rücken freizuhalten und selbst als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive zu agieren.

Ob Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano oder Castello Lukeba – die Liste herausragender französischer Innenverteidiger ist bei RB Leipzig lang. Und unser zweiter Neuzugang fiebert darauf hin, das nächste Kapitel in dieser Erfolgsgeschichte zu schreiben. Um in diese großen Fußstapfen zu treten – und nicht nur in der Bundesliga zu brillieren –, bringt Abdoul alle Voraussetzungen mit: Größe, Schnelligkeit, Aggressivität, Kopfballstärke und spielerische Fähigkeiten.
Der 21-Jährige verkörpert den Prototypen eines modernen Innenverteidigers und ist neben Rocco ein weiterer Spieler, den der Gegner nicht gerne gegen sich hat. Nicht nur wegen seines Profils weckt der viermalige U-20-Nationalspieler Erinnerungen an seine Vorgänger – mit Konaté teilt sich der Innenverteidiger auch den gleichen Weg: aus der Ligue 2 zu RB Leipzig.
Und auch beim zweiten Neu-Leipziger sticht der Top-Speed heraus: Bei einer Größe von 1,92 Metern und einer starken körperlichen Physis ist eine Endgeschwindigkeit von über 35 km/h eine Seltenheit – beinahe schon unfair für den Gegenspieler. Durch diese Athletik gepaart mit seiner Robustheit im Zweikampf ermöglicht der Junioren-Nationalspieler der eigenen Mannschaft eine ganz andere Positionierung im eigenen Ballbesitz.
Selbst mit den schnellsten Spielern der Liga kann es Abdoul im Laufduell aufnehmen und überzeugt in der Tiefensicherung sowie im Spiel als letzter Mann. Seine Aggressivität und Mut erlauben es dem viermaligen U-20-Nationalspieler jedoch auch, proaktiv nach vorne zu verteidigen und frühzeitig den Gegner zu stören oder den Ball abzufangen.
Doch nicht nur sein Defensivverhalten macht Lust auf mehr. Trotz seiner 21 Jahre bringt der Neuzugang eine gewisse Ruhe in seinem Spielvortrag mit und ist dabei vor allem progressiv gerichtet. Sowohl per Pass als auch im Dribbling gehört es zu den Stärken des Innenverteidigers, Linien zu überspielen. Insbesondere ein vertikaler und präziser Ball sowie öffnende Diagonalpässe sind ein häufig genutztes Mittel im Spielaufbau des Innenverteidigers.
Auf der rechten Defensivseite bietet Abdoul durch dieses vielseitige Profil zahlreiche Optionen. Als rechter Innenverteidiger kann er sowohl den Raum als auch proaktiv gegen den Mann absichern. In einer Dreierkette als Halbraumverteidiger agieren und sich noch häufiger mit in die Offensive einschalten oder einen defensiveren Part auf der rechten Außenverteidigerposition spielen, um mit seiner Kopfballstärke und Physis Vorsprünge über die Zeit zu bringen sowie Stabilität zu verleihen.
Als Fels in der Brandung und Malocher im Mittelfeld wird das Duo so auch hoffentlich in der kommenden Saison ihrer Mannschaft den eigenen Stempel aufdrücken. Die Fähigkeiten dazu bringen beide allemal mit – darauf dürfen wir uns dann auch nach der Sommerpause hautnah freuen.

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