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·18 February 2026
Aufstiegskampf: Was für und was gegen die Teams spricht

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·18 February 2026

Sieben Teams kämpfen nach aktuellem Stand um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, getrennt sind sie lediglich durch fünf Punkte. liga3-online.de analysiert, was jeweils für und gegen den Aufstieg spricht.

Was für den Aufstieg spricht: Erik Engelhardt und Tolcay Cigerci! Vor diesen beiden Spielern zittern die Gegner, haben sie zusammen doch 27 Tore erzielt – kein Offensivduo der 3. Liga ist besser. Während Engelhardt bereits 15 Tore erzielt hat, kann Cigerci insgesamt 22 Scorerpunkte aufweisen – nur Aachens Gindorf ist noch besser (23). Dazu wirkt die Mannschaft überaus gefestigt und eingespielt. Mit Tolga Cigerci hat sie zudem noch eine Top-Verstärkung hinzubekommen, der im Endspurt den Unterschied ausmachen könnte.
Was gegen den Aufstieg spricht: So stark die Offensive mit insgesamt 49 Toren auch ist: Die Defensive erweist sich mit bereits 37 Gegentoren bislang als nicht besonders sattelfest. Erst viermal blieben die Lausitzer in dieser Saison ohne Gegentreffer. Außerdem ist der Kader mit 28 Spielern vergleichsweise groß, was Trainer Claus-Dieter Wollitz vor die Herausforderung stellt, keine Unzufriedenheit bei den Reservisten aufkommen zu lassen. Aufstiegsheld Timmy Thiele etwa schaffte es zuletzt nicht mal in den Kader.

Was für den Aufstieg spricht: Mit 59 Toren stellt der SC Verl die mit Abstand beste Offensive der 3. Liga – und hat damit auch historisch gesehen gute Chancen auf den Aufstieg. Schließlich hat in der Geschichte der 3. Liga bisher elfmal die beste Offensive den Sprung in die 2. Liga geschafft. Zudem sind die Ostwestfalen schwer zu schlagen (erst vier Niederlagen), stellen die spielstärkste Mannschaft und verfügen über die beste Chancenverwertung aller Klubs. Den Druck, unbedingt aufsteigen zu müssen, hat Verl nicht.
Was gegen den Aufstieg spricht: Zwar können die Ostwestfalen völlig befreit aufspielen, doch je länger der Sportclub ganz oben dabei ist und je näher das Saisonfinale rückt, desto mehr wird auch der Kopf eine Rolle spielen. Plötzlich hat der SCV etwas zu verlieren – nämlich eine ganz große Chance, aufzusteigen. Damit umzugehen, wird nicht einfach werden. Zumal kaum jemand aus dem Kader über Erfahrungen im Drittliga-Aufstiegskampf verfügt.

Was für den Aufstieg spricht: Mit den Winter-Transfers von Lex Tyger Lobinger, Aljaz Casar und Dominik Kother haben die Zebras ihren Kader nochmal deutlich verstärkt – sowohl in der Spitze als auch der Breite. Lobinger ist mit vier Toren und zwei Vorlagen in fünf Einsätzen bislang voll eingeschlagen und könnte am Ende den Unterschied ausmachen. Zudem kann der MSV als Aufsteiger befreit aufspielen, Druck haben die Zebras nicht.
Was gegen den Aufstieg spricht: Betrachtet man die bisherige Saison, fällt auf: Nach dem Drittliga-Rekord mit sechs Siegen aus den ersten sechs Spielen gelang es den Zebras nicht mehr, mehr als zwei Spiele in Folge zu gewinnen. Eine solche Siegesserie wird allerdings notwendig sein, um bis zum Ende oben dabei bleiben zu können. Auch die Defensive machte in den letzten drei Partien angesichts von neun Gegentoren nicht den stabilsten Eindruck.

Was für den Aufstieg spricht: Erst 24 Gegentore bedeuten die beste Abwehr der 3. Liga, schon zwölfmal blieb Torhüter Lukas Jonsson ohne Gegentreffer. Auch das ist der Spitzenwert. "Das ist schon beeindruckend, wie sich alle von vorne bis hinten an die taktischen Grundprinzipien halten", sagte Trainer Timo Schultz zuletzt. Schon elfmal in der Geschichte der 3. Liga stieg die Mannschaft mit der besten Defensive am Ende auf.
Was gegen den Aufstieg spricht: Während die Defensive das Faustpfand der Osnabrücker ist, drückt in der Offensive der Schuh. Nur 35 Tore stellen den schwächsten Wert aller Aufstiegskandidaten dar, selbst der Vorletzte aus Havelse hat nur zwei Treffer weniger erzielt. Robin Meißner kam zuletzt zwar in Fahrt, Winter-Neuzugang Julian Kania ist in fünf Spielen aber noch ohne Treffer.

Was für den Aufstieg spricht: Schon 23 Mal waren die von Trainer Uwe Koschinat eingewechselten Spieler in dieser Saison an Toren beteiligt – Spitzenwert der Liga zusammen mit dem SC Verl. Ohnehin beweist Koschinat oftmals ein gutes Händchen, hat RWE unter ihm doch bislang nie zweimal in Folge verloren und auf eine Niederlage in dieser Saison immer einen Sieg folgen lassen. Die Moral stimmt, was sich auch daran zeigt, dass kein Team mehr Punkte nach einem Rückstand geholt hat (14). Schon dreimal konnte RWE ein Spiel komplett drehen, zuletzt gegen Regensburg.
Was gegen den Aufstieg spricht: Trotz der Tatsache, dass RWE schon seit Monaten oben mitspielt und erst drei Niederlagen einstecken musste – so wenige wie kein anderes Team – ist rund um die Hafenstraße stets eine leichte Unruhe zu spüren. Auch an Uwe Koschinat gibt es aufgrund seiner eher etwas destruktiven Spielweise Kritik, obwohl er einen starken Punkteschnitt von 1,84 vorweisen kann. Zuletzt appellierte er an die Fans: "Wir werden es am Ende nur schaffen, wenn alle das Ziel positiv sehen. Wir werden das nicht schaffen, wenn wir permanent Skeptikern begegnen müssen."

Was für den Aufstieg spricht: 22 Punkte aus den letzten zehn Spielen: Der SVWW ist derzeit die formstärkste Mannschaft der Liga – und hat sich binnen weniger Wochen zu einem Spitzenteam entwickelt. Das Momentum liegt derzeit klar aufseiten der Hessen, was diese auch mit dem 6:1-Kantersieg gegen Duisburg unter Beweis stellten. Trainer Daniel Scherning hat es geschafft, eine homogene Einheit zu formen. Die Ansprüche in Wiesbaden sind zwar hoch, dennoch kann rund um die Brita-Arena in Ruhe gearbeitet werden, was ein klarer Pluspunkt ist.
Was gegen den Aufstieg spricht: Fatih Kaya stellte am Samstag mit seinem Viererpack unter Beweis, dass er wie in der letzten Saison das Zeug zum Torschützenkönig hat, allerdings sind die Hessen bei der Anzahl der Torschützen unterdurchschnittlich unterwegs. Erst elf Spieler haben getroffen – nur bei Aachen und Köln sind es noch weniger (10). Zum Vergleich: Bei RWE waren schon 17 verschiedene Spieler erfolgreich. Sollten Kaya (neun Tore), Agrafiotis und Flotho (beide sieben Tore) mal nicht treffen, wird es schnell dünn.

Was für den Aufstieg spricht: Von allen Aufstiegsanwärtern hat Hansa Rostock die größte Fan-Wucht: Zuhause im Schnitt vor über 24.000 Zuschauern, auswärts bislang nie weniger als 1.500 Fans – da kann kein anderer Klub mithalten. Außerdem schaffte es in der laufenden Spielzeit nur der SC Verl noch, zwölfmal hintereinander ungeschlagen zu bleiben. Sollte es Hansa erneut gelingen, eine vergleichbare Serie hinzulegen, könnte diese Konstanz für den Aufstieg sorgen.
Was gegen den Aufstieg spricht: Mit Ryan Naderi hat die Kogge ihren Top-Torjäger verloren. Zwar konnten Andreas Voglsammer und Emil Holten den Verlust bislang kompensieren, doch ob ihnen das bis zum Saisonende gelingen wird, muss sich erst noch zeigen. Naderi war mit seiner Spielweise ohne Frage ein Unterschiedsspieler, der kaum zu berechnen war. Dieser X-Faktor wird dem FCH im Aufstiegsrennen fehlen. Hinzukommt, dass im Umfeld bei ausbleibenden Siegen schnell Unruhe entsteht.
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