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·31 August 2025
Barca-Spiel in den USA? Wann die UEFA-Entscheidung fällt

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·31 August 2025
In La Liga könnte es in der laufenden Spielzeit zu einem Novum kommen. Die Begegnung zwischen dem FC Villarreal und FC Barcelona soll nämlich im Ausland ausgetragen werden. Noch fehlt die Zustimmung der UEFA.
Der FC Barcelona stellte beim europäischen Fußballverband bereits einen Antrag. Die Verantwortlichen werden sich mit den Inhalten nach Guardian-Informationen am 11. September beim nächsten Zusammenkommen in Tirana beschäftigen. Mit der Unterstützung der UEFA würden La Liga und die Katalanen, dem Ziel näherrücken, das Duell mit dem FC Villarreal in Miami durchzuführen.
Anschließend benötige es jedoch auch noch die Genehmigung durch die FIFA, den US-Verband und die für den nord- und mittelamerikanischen Fußball zuständige Concacaf. Aktuell befinde sich das finanziell angeschlagene und daher nach immer neuen Einnahmequellen ausschauende Barca in einer vielversprechenden Position. Innerhalb der UEFA herrsche weitestgehend Einigkeit darüber, dass der Vorschlag ohne eine Änderung der Statuten nur schwer abzulehnen sei.
Darüber hinaus drohen auch der FIFA keine Schwierigkeiten mehr, falls es zu Klagen bezüglich der Verlegung von Ligaspielen ins Ausland kommen sollte. Der amerikanische Veranstalter Relevant Sports, der ab 2027 auch als Partner der UEFA agiert, habe nämlich mit dem Weltverband eine Lösung erzielt, wodurch dieser nicht stärker belastet werde. Es spricht also derzeit viel dafür, dass der Wunsch des FC Barcelona erfüllt werden wird. Fraglich sei jedoch noch, ob es die aktuellen Umstände nur für eine einmalige Austragung gelten oder ob sogar eine grundsätzliche Einigung folgen würde, die die Austragung von Ligaspielen im außerhalb des eigenen Landes gestattet.
Ein mögliches Modell werde bereits diskutiert. Demnach wäre es vorstellbar zwei Spiele pro Saison zuzulassen, sofern es sich um Aufeinandertreffen derselben Mannschaften handelt. Damit würde der Verlust des Heimvorteils ausgeglichen. Real Madrid verwies bereits in einem Statement darauf, dass „die Integrität des Wettbewerbs“ es erfordere, „dass alle Spiele unter den gleichen Bedingungen für alle Mannschaften ausgetragen werden“.
Neben Real Madrid sieht auch UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin Ligaspiele im Ausland kritisch: „Ich halte das nicht für eine gute Sache.“ Die rechtlichen Möglichkeiten seien aus seiner Sicht jedoch begrenzt. Sollte La Liga die Erlaubnis erhalten, könnte die Serie A wohl direkt folgen. Dort soll das im Februar 2026 Spiel zwischen der AC Milan und Como Calcio im australischen Perth ausgetragen werden. Grund dafür sei eine Terminüberschneidung mit der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele, was jedoch mehr einen Vorwand als ein wirkliches Problem darstellt.
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