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·20 July 2026
Die Flop-Elf der WM 2026 – Deutschland doppelt vertreten

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·20 July 2026

Die WM 2026 hat mit dem spanischen Titelgewinn ihr Ende gefunden. Während im Rahmen des Turniers einige Stars wie Lionel Messi, Kylian Mbappé und Jude Bellingham große Momente geliefert haben, konnten andere bekannte Namen nicht an ihre gewohnten Leistungen anschließen. Wir werfen einen Blick auf die Flop-Elf der Weltmeisterschaft.

Fernando Muslera | David Ramos/GettyImages
Uruguay musste völlig überraschend schon nach der Vorrunde die Segel streichen. Unbeteiligt am Misserfolg war Keeper Fernando Muslera keineswegs. Der Routinier griff gegen Kap Verde mehrmals daneben und war auch bei der 0:1-Pleite gegen Spanien zum Abschluss der Gruppenphase der Hauptschuldige am Gegentreffer. Natürlich haben auch seine Kollegen kein Ruhmesblatt abgegeben, für Muslera lief es aber besonders mies.

Reece James | Luke Hales/GettyImages
Reece James ist eigentlich ein Top-Rechtsverteidiger, jedoch haben die vielen Verletzungen offenbar auch ihre Spuren hinterlassen. Der Engländer wackelte beim 4:2 gegen Kroatien mehrmals und musste nach dem Spiel gegen Ghana seinen Platz in der Startelf aufgeben. Erst gegen Argentinien durfte James wieder von Beginn an ran, blieb hierbei aber unauffällig und musste verletzungsbedingt vorzeitig den Platz verlassen. Es war definitiv nicht seine WM.

Kalidou Koulibaly | Rob Newell - CameraSport/GettyImages
Koulibaly war sowohl für Neapel als auch für den Senegal jahrelang ein Fels in der Brandung. Bei der WM 2026 hat man allerdings nur zu deutlich gesehen, dass der Innenverteidiger gehörig in die Jahre gekommen ist. Die Jahre in Saudi-Arabien dürften auch nicht dienlich gewesen sein. Koulibaly wirkte behäbig und ließ seine frühere Souveränität vermissen. Der Routinier patzte beim 2:3 gegen Norwegen gleich vor zwei Toren und war im Anschluss gegen den Irak und Belgien außen vor.

Josko Gvardiol | Europa Press Sports/GettyImages
Josko Gvardiol erwischte gleich zum Auftakt gegen England einen seiner schwächsten Tage seit langer Zeit. Nach dem zweiten Gruppenspiel musste der Manchester-City-Star dann sogar seinen Platz in der Startelf räumen. Gvardiol wirkte nie so richtig fit und blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Zu seiner Ehrenrettung sei jedoch gesagt, dass körperliche Probleme das enttäuschende Abschneiden rechtfertigen könnten.

Theo Hernández | Icon Sportswire/GettyImages
Frankreich ist individuell zwar überragend besetzt, jedoch gilt das nicht (mehr) für die Linksverteidiger-Position. Theo Hernández scheint in seiner Zeit in Saudi-Arabien mächtig abgebaut zu haben. Offensiv konnte er nur punktuell Akzente setzen, während er in der Defensivbewegung immer wieder wackelte. Nicht umsonst bekam in den K.o.-Spielen meist Lucas Digne den Vorzug. Nach dem Patzer seines Rivalen im Halbfinale gegen Spanien durfte Hernández im Spiel um Platz drei nochmal ran, spielte aber katastrophal und hatte definitiv einen Anteil an der spektakulären 4:6-Pleite.

Aleksandar Pavlovic | Alexander Hassenstein/GettyImages
Nach seiner starken Saison beim FC Bayern hätte man eigentlich gedacht, dass Pavlovic auch im deutschen Team als Denker und Lenker fungieren könnte. So kann man sich täuschen. An der Seite von Felix Nmecha wirkte Pavlovic regelrecht verloren und konnte dem Spiel kaum seinen Stempel aufdrücken. Insbesondere gegen athletischere Spieler hatte es der Münchner schwer und war in den Zweikämpfen meist unterlegen. Zwar war es sein erstes großes Turnier, jedoch hätte man sich deutlich mehr erwartet.

Federico Valverde | David Ramos/GettyImages
Uruguay galt für manche gerade deswegen als Geheimfavorit, weil Federico Valverde mit seiner unglaublichen Dynamik und seiner Torgefahr ein bärenstarker Achter ist. Valverde ging jedoch mit seinem Team unter und musste nach der Vorrunde die Koffer packen. Als Führungsspieler schaffte er es auch nicht, die Wogen zwischen dem Team und dem Trainer zu glätten. Eine absolut gebrauchte WM für den Real-Star, der kaum mal für Torgefahr sorgen konnte und mit seiner Rolle überfordert wirkte.

Leroy Sané | picture alliance/GettyImages
Über kaum einen deutschen Spieler wurde so sehr diskutiert wie über Leroy Sané. Zwar konnte der 30-Jährige mit seinem Treffer gegen die Elfenbeinküste und einigen gelungenen Defensivaktionen vereinzelt punkten, jedoch überwiegen klar die negativen Aspekte. Seine Dribblings, Pässe und seine Abschlüsse waren meist auf einem ganz niedrigen Niveau. Besonders schwach präsentierte sich Sané im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Mit 0/8 angekommenen Flanken, 0/7 gewonnenen Dribblings und 1/9 gewonnen Zweikämpfen war er der mit Abstand schwächste Feldspieler einer ohnehin schon mies aufgelegten deutschen Mannschaft.

Kevin De Bruyne | Nicolò Campo/GettyImages
Belgien hat zumindest phasenweise eine überraschend starke WM gespielt, jedoch hatte das wenig mit Kevin De Bruyne zu tun. Es war deutlich zu sehen, dass der offensive Mittelfeldspieler seinen Zenit überschritten hat und dem Spiel nur noch selten seinen Stempel aufsetzen kann. De Bruyne erzielte einen Treffer beim 5:1 gegen Neuseeland, blieb aber ansonsten ohne Torbeteiligung. Häufig wurde der Neapel-Profi vorzeitig ausgewechselt, da ihm die nötige Power zu fehlen schien. Mit einem Prime-De-Bruyne hätte die Reise für Belgien noch weiter gehen können.

Arda Güler | Alex Grimm/GettyImages
Kenan Yildiz und Arda Güler sollten als Speerspitze einer talentierten türkischen Generation vorangehen. Umso bitterer, dass die Türkei schon nach zwei Spielen sicher ausgeschieden war. Insbesondere von Güler hätte man sich deutlich mehr erhofft. Der Real-Star blieb bei der 0:2-Niederlage gegen Australien blass und betrieb gegen Paraguay wie viele seiner Kollegen absoluten Chancen-Wucher. Beim abschließenden Gruppenspiel gegen die USA konnte Güler dann immerhin seinen einzigen Treffer erzielen, jedoch war die Türkei zu diesem Zeitpunkt schon draußen.

Son Heung-min | Luke Hales/GettyImages
Ähnlich wie bei De Bruyne muss man auch bei Son festhalten, dass seine beste Zeit wohl vorbei ist. Der Südkoreaner probierte viel, blieb aber wirkungslos und ging in einer insgesamt schwachen südkoreanischen Offensive mit unter. Nach einem Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Tschechien sah es für Son und Co. eigentlich noch gut aus. Gegen Südafrika und Mexiko folgten jedoch Pleiten ohne dabei selbst einen Treffer erzielt zu haben. Hierbei muss man natürlich auch Son zur Verantwortung ziehen, der kaum gefährliche Szenen verzeichnete.
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