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·19 May 2026

Enzo Maresca wird's! Manchester City wagt die Fortsetzung von innen

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Laut englischen Medien folgt Enzo Maresca nach Saisonende bei Manchester City auf Pep Guardiola. Der Vertrag soll bis 2029 laufen, Einigkeit bestand seit März.

Es gibt Wechsel, die der Trainermarkt seit Wochen einpreist, und es gibt Wechsel, die einen Klub aus seiner eigenen Logik schieben. Was an diesem Dienstag aus England zu hören ist, gehört in die zweite Kategorie. Mehrere britische Medien berichten übereinstimmend, dass Enzo Maresca nach Saisonende neuer Teammanager von Manchester City wird. Sky meldet, dass sich beide Seiten bereits seit März einig sind, der Vertrag des 46-Jährigen soll bis 2029 laufen.


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Pep Guardiola, dessen Arbeitspapier eigentlich noch bis 2027 datiert ist, steht laut den Berichten vor dem Rücktritt. The Sun schreibt, Guardiola habe die Mannschaft am Montagabend über seine Entscheidung informiert; die Daily Mail hält eine offizielle Bestätigung am Sonntag für möglich. Wer 2016 angefangen hat, sechs Meisterschaften, drei FA-Cup-Siege, fünf Ligapokale und 2023 die erste Champions League der Klubgeschichte gewonnen hat, hinterlässt keine Lücke, die man mit dem nächsten Namen aus der Trainerdatei schließt. Insofern ist die Personalie Maresca die eigentliche Nachricht – nicht der Abschied an sich, sondern die Wahl des Nachfolgers.

Maresca war in der Saison 2022/23 Assistent Guardiolas in Manchester. Danach übernahm er für eine Saison bei Leicester City, ehe ihn der FC Chelsea verpflichtete. An der Stamford Bridge wurde er nach eineinhalb Jahren entlassen – trotz des Gewinns der Conference League in seiner Debütsaison und des Erfolgs bei der Klub-WM 2025. Das ist eine Vita, die man auf zwei Arten lesen kann: als die eines Trainers, der unter Guardiola sozialisiert wurde und in eineinhalb Jahren Chelsea zwei Titel gewonnen hat. Oder als die eines Mannes, der es bei seinem letzten Arbeitgeber trotz dieser Titel nicht über die Probezeit hinaus geschafft hat.

City hat sich für die erste Lesart entschieden, und das passt zur Logik des Klubs. Die Skyblues sind in der jüngeren Vergangenheit nie auf den Markt gegangen, sondern haben Trainer geholt, die ein Spielmodell verkörpern. Maresca ist in Manchester ausgebildet worden, er kennt das Personal, er kennt die Erwartungen. Was er nicht kennt, ist die Aufgabe, einer Ära zu folgen, die so unmittelbar an einer Person hängt wie kaum eine andere in der Premier League. Klopp in Liverpool hatte mit Slot einen Außenstehenden mit eigener Handschrift; City versucht den Gegenentwurf, die Fortsetzung von innen.

Das Personalbeben trifft den Klub inmitten des Titelrennens. Nach dem 1:0 von Arsenal gegen Burnley am Montag sind die Chancen auf Guardiolas siebten Meistertitel mit City gering. Mit einem Sieg am Dienstagabend beim AFC Bournemouth kann das Team noch einmal bis auf zwei Punkte an den Tabellenführer heranrücken; verliert es Punkte, hat Arsenal den Titel vorzeitig sicher. Es ist eine seltsame Konstellation, in der ein Trainer eine Saison zu Ende bringt, während sein Nachfolger seit zwei Monaten im Hintergrund feststeht.

Was bleibt, ist eine Frage, die über City hinausreicht. Die Premier League hat sich in den letzten Jahren entlang weniger Trainerbiografien sortiert; Klopp ist weg, Guardiola geht. Maresca ist die Wette darauf, dass das, was diese Ära ausgemacht hat, sich von einem Mann auf den nächsten übertragen lässt. Sie wird sich nicht in den ersten Wochen entscheiden, sondern dann, wenn die ersten Spiele verloren gehen.

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