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·7 May 2026

FC Bayern: Ein Kniff von Luis Enrique hat Michael Olise kalt gestellt

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Der FC Bayern war im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain offensiv zu harmlos. Ein Grund war ein taktischer Kniff von Luis Enrique gegen Michael Olise.

Die Statistiken von Michael Olise im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain lesen sich beinahe wie Fantasiezahlen. Zehn Dribblingversuche hatte der Rechtsaußen des FC Bayern München laut SofaScore. Acht davon erfolgreich.


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Hinzu kamen ein Tor und die eine oder andere gute Abschlussgelegenheit. Rückblickend betrachtet war es vielleicht sogar der 24-Jährige, der mit der Riesenchance zum 2:0 einen besseren Verlauf für den FCB auf dem Fuß hatte.

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Olise machte mit Nuno Mendes, was er wollte. Damit war er einer der Hauptprobleme für PSG – und für Luis Enrique, der exakt das offenbar in der Analyse zu einem Schwerpunktthema gemacht hat. Denn im Rückspiel veränderte der Spanier die Defensivausrichtung seines Teams leicht.

Das Resultat: Olise dribbelte wieder neunmal, gewann diesmal aber nur drei davon. Statt 0,75 Expected Goals erspielte sich der Bayern-Star nur 0,41 xG. Und am wichtigsten aus Pariser Sicht: Eine Torbeteiligung gelang ihm diesmal nicht. Aber was hat Enrique verändert?

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Wie Luis Enrique Michael Olise und dem FC Bayern den Zahn zog

Mit seiner einzigen Veränderung in der Startelf veränderte der 55-Jährige auch die Statik seiner Mannschaft leicht – auch wenn er dazu eher gezwungen wurde, als es aktiv zu wollen. Denn Achraf Hakimi fiel für das Rückspiel aus. Sein Ersatz: Jemand, der zuvor im zentralen Mittelfeld spielte.

Warren Zaïre-Emery begann als Rechtsverteidiger und Fabián Ruiz rückte in die Startelf, um Zaïre-Emery im Mittelfeld zu ersetzen. Ruiz interpretierte die Rolle anders als sein Vorgänger – und das ganz zum Wohl von Mendes.

Es ist schwer auszumachen, ob die Reaktion von Enrique auf das Hinspiel folgte oder ob es eher eine Reaktion auf die frühe Gelbe Karte für Mendes war. Denn im Spielverlauf tauchte Ruiz immer häufiger auf der linken Defensivseite von PSG auf und half dabei, Olise zu doppeln.

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Alle Zweikämpfe von Fabián Ruiz im Rückspiel. (via Wyscout)

Von seinen zehn Zweikämpfen führte Ruiz sechs auf dem linken Flügel, drei im linken Halbraum und nur einen im Zentrum. Teilweise kippte der Mittelfeldspieler sogar ganz nach außen, um der erste Zweikämpfer gegen Olise zu sein und das Risiko zu minimieren, dass Mendes sich eine weitere Gelbe Karte abholt.

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Jamal Musiala hätte noch stärker vom Enrique-Kniff profitieren können

Zum Vergleich: Zaïre-Emery führte im Hinspiel nur zwei Zweikämpfe auf dem Flügel und die restlichen sieben im Zentrum oder im rechten Halbraum.

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Alle Zweikämpfe von Warren Zaïre-Emery im Hinspiel. (via Wyscout)

João Neves half gelegentlich links mit aus, führte dort drei Zweikämpfe. Aber die Art des Doppelns war in den ersten 90 Minuten deutlich fluider und spontaner als im Rückspiel, wo Olises Raum nochmal verengt wurde. Ruiz verlor zwar auch einige Zweikämpfe, sorgte mit seiner Präsenz aber dafür, dass der Weg des Franzosen in den Strafraum weiter und anstrengender wurde.

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Alle Zweikämpfe von João Neves im Hinspiel. (via Wyscout)

Bayern schaffte es zu selten, die Räume zu bespielen, die sich durch den starken Linksfokus von Ruiz ergeben haben. Gerade Jamal Musiala hätte daraus noch mehr machen können. Bei seinem gefährlichen Abschluss in der 44. Minute nutzte der Zehner einen Zwischenraum, der nur deshalb so groß war, weil Ruiz als Linksverteidiger positioniert war und Mendes als Halbverteidiger. Sprich: Die linke Acht fehlte, um den Platz von Musiala einzuschränken.

Der 23-Jährige dribbelte mit Tempo auf die Kette zu und schloss mit links ab. Allerdings etwas zu unplatziert, weshalb Matvey Safonov parieren konnte. Eine Szene, die Potenziale und Chancen offenbarte, die die Münchner fortan aber zu selten für sich nutzten. Die direkte Antwort auf Enriques Olise-Lösung blieb damit aus.

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