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·6 April 2026

FCK-Insights: Erst zäh, dann souverän

Article image:FCK-Insights: Erst zäh, dann souverän

Nach der Länderspielpause, die nach dem ernüchternden Auftritt in Nürnberg durchaus gelegen kam, empfingen die Roten Teufel den Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf. Somit kehrte Fortuna-Coach Markus Anfang erstmals seit seiner Entlassung wieder auf den Betzenberg zurück. Die Zuschauer sahen eine Partie mit teilweise mäßigem Niveau, die durch eine frühe rote Karte gegen die Düsseldorfer maßgeblich entschieden wurde.

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Viel Ballbesitz, (zunächst) wenig Ideen

Die Anfangsphase beider Mannschaften war alles andere als ein Fußballspektakel. Zwar agierten die Lautrer von Beginn an mutiger und umtriebiger und hatten erste kleinere Torchancen, dennoch schien es beiden Mannschaften schwerzufallen, gute Lösungen im Offensivspiel zu finden. In der 22. Minute kam es dann zum Knackpunkt der Partie: Sirch spielte den Ball stark hinter die Düsseldorfer Abwehrkette, der sehr engagierte Norman Bassette startete in die Tiefe und wurde vor dem Sechzehner vom Düsseldorfer Sima Suso aus dem Tritt gebracht. Schiedsrichter Daniel Schlager zückte die rote Karte – eine sehr harte, aber letztlich vertretbare Entscheidung. In der Folge bestimmten die Gastgeber das Spiel, was sich in 57 Prozent Ballbesitz widerspiegelt (bundesliga.de). Doch wie so oft wirkte es zunächst, als könne die Mannschaft von Torsten Lieberknecht gegen einen tief stehenden Gegner nur schwer Lösungen finden. So erspielten sich die Pfälzer bis zur Halbzeitpause nur eine einzige Großchance (fotmob.com).

In der zweiten Halbzeit fanden die Lautrer allerdings immer bessere Ansätze. Am Ende sprechen 4 zu 0 Großchancen (fotmob.com) sowie 9 zu 0 Torschüsse (fotmob.com) eine deutliche Sprache und zeigen, dass die Lautrer alles im Griff hatten. Auch die XG-Werte von 2,95 vs. 0,51 beider Mannschaften verdeutlichen dies. Dennoch muss man den Gästen zugutehalten, dass sie trotz ihres offensiven Totalausfalls und ihrer langen Unterzahl leidenschaftlich dagegenhielten. Während die Laufleistung mit 117,22 km vs. 109,08 km (kicker.de) wenig überraschend deutlich zugunsten der Gastgeber ausfiel, gewann das Team von Markus Anfang am Ende knapp mehr Zweikämpfe als die Hausherren (99 vs. 104, bundesliga.de). Insgesamt belegen die Zahlen, dass der FCK einen verdienten und aufgrund der unsichtbaren gegnerischen Offensive auch folgerichtigen Heimsieg einfahren konnte.

Sahin wird zum Matchwinner

Wie bereits mehrfach in der Rückrunde erwischte Semih Sahin vor heimischer Kulisse einen richtig guten Tag. Auch wenn dem gebürtigen Mannheimer nicht alles gelang und sein schwach abgeschlossener Alleingang das Potenzial für sämtliche Saisonrückblicke hat, zeigte die Nummer 8 der Roten Teufel eine klasse Leistung. Sahin spielte einmal mehr unermüdlich und lief mit 12,6 Kilometern die meisten aller eingesetzten Spieler (bundesliga.de). Zudem zeigte der zentrale Mittelfeldspieler im Zweikampf eine starke Leistung und gewann 15 Zweikämpfe (bundesliga.de), die meisten seiner Mannschaft. Neben seinem starken Abschluss zum 2:0 bewies er sein feines Füßchen, als er in der Nachspielzeit das 3:0 durch Daniel Hanslik sehenswert mit dem Außenrist vorbereitete. Nach einer schwierigen Hinrunde scheint der 26-Jährige nun richtig angekommen zu sein.

Rasmussen tankt Selbstvertrauen

Auch für Innenverteidiger Jacob Rasmussen verlief der Ostersamstag sehr erfreulich. Der Däne hatte durch die kurze Eingewöhnungszeit und seine Zwangspause nach einer Kopfverletzung keinen ganz leichten Start in der Pfalz, zeigte aber bei seinem Startelf-Comeback gegen die Fortuna seine beste Leistung als Roter Teufel und bewies damit seine Bedeutung für die Mannschaft. Mit 99 Ballkontakten war der 28-Jährige der Spieler mit den meisten Ballaktionen seines Teams (fotmob.com) und ein wichtiger Bestandteil des Aufbauspiels. Auch im Zweikampf zeigte sich der 1,93 Meter große Innenverteidiger stark und gewann alle seine vier Luftkämpfe. Mit dem Kopfballtreffer zum 1:0 erzielte der Linksfuß zudem den wichtigen Dosenöffner für den FCK. So kann es weitergehen!

Weitere Statistiken:

Pässe: 534 vs. 305

Passquote: 86% vs. 74%

Torschüsse: 9 vs. 0

Flanken: 22 vs. 10

Ecken: 9 vs. 6

Drei wichtige Erkenntnisse

Nach der Enttäuschung von Nürnberg war der Sieg der Roten Teufel überaus wichtig. Auch wenn der frühe Platzverweis von elementarer Bedeutung für den Spielverlauf war, lassen sich aus dem Auftritt des Teams von Torsten Lieberknecht mehrere wichtige Erkenntnisse ziehen. So spielten die Lautrer zum zweiten Mal in Folge zu Hause zu Null. Nach den teilweise desaströsen Defensivleistungen dieser Spielzeit ist dies immer eine gute Sache.

Noch wichtiger ist jedoch, dass die Pfälzer deutlich sauberer und konzentrierter spielten, als in vielen Heimspielen zuvor. Während man beispielsweise gegen Fürth eine erbärmliche Passquote von 69 % vorweisen konnte, kann sich der Wert von 86 % gegen die Fortuna sehen lassen. Die Kirsche auf der Sahnetorte ist aber, dass der FCK beim Führungstreffer (wenn auch über Umwege) endlich mal wieder nach einem Eckball erfolgreich war. Nun bleibt zu hoffen, dass die Lautrer diesen spielerischen Aufschwung auch beim schweren Gastspiel in Berlin zeigen können.

Quelle: Treffpunkt Betze

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