RB Leipzig
·4. September 2026
Geht die Serie weiter? RBL vor besonderem Duell an der Weser

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·4. September 2026

Nach dem gelungenen Auftakt im DFB-Pokal und in der Bundesliga zu Hause gegen Gladbach will RB Leipzig bei Werder Bremen direkt nachlegen, den ersten Auswärtsdreier einfahren und den Saisonstart rundmachen.
„Zu Hause 3:0 zu gewinnen, ist schon ein kleines Ausrufezeichen. Aber wir wissen auch, dass noch einiges zu tun ist für die nächsten Spiele“, sagte Torschütze Ridle Baku treffend.
Damit auch an der Weser das nächste Ausrufezeichen gelingt, wollen die Roten Bullen vor allem Phasen wie zu Beginn und zum Ende des Gladbach-Spiels möglichst vermeiden – und ihre Chancen noch konsequenter nutzen.
Vor dem 2. Spieltag sprechen einige Vorzeichen für RBL. Allerdings wartet auf der anderen Seite auch ein Bremer, auf den wir ganz besonders aufpassen müssen.
Das kommt vielleicht etwas überraschend: RB Leipzig könnte erst zum dritten Mal seit dem Bundesliga-Aufstieg mit drei Pflichtspielsiegen in eine Saison starten. Zuvor gelang das nur 2019/20 und 2024/25. Mit einem weiteren Dreier in Bremen wäre der Saisonstart endgültig geglückt.
Zwei Bundesliga-Siege zum Auftakt als neuer RBL-Trainer schaffte bislang nur Julian Nagelsmann 2019/20. Martín Demichelis könnte nun gleichziehen – und zugleich als erster RBL-Coach mit zwei Bundesliga-Spielen ohne Gegentor starten.
Gegen Gladbach ließ RBL keine gegnerische Großchance zu und überzeugte gleichzeitig offensiv: Der xGoals-Wert von 4,52 war der höchste aller Bundesliga-Teams am 1. Spieltag.

Zuletzt lief es für uns gegen Werder: In den vergangenen sechs gemeinsamen Bundesliga-Spielzeiten hat RBL kein einziges Mal gegen die Grün-Weißen verloren. Die letzte Niederlage datiert vom 18. Mai 2019. Neun der vergangenen zwölf Liga-Duelle gingen an Leipzig, drei endeten unentschieden. Dazu kommt der Halbfinal-Sieg im DFB-Pokal 2021.
Insgesamt gewann RB Leipzig zwölf von 18 Bundesliga-Duellen mit Werder – gegen keinen anderen Club feierte RBL im Oberhaus mehr Siege. Die höchsten Erfolge am Osterdeich gab es 2019 (3:0) und 2021 (4:1).
Beim 2:1 in Bremen in der vergangenen Saison war vor allem die Effizienz entscheidend: Antonio Nusa und Rômulo trafen bei nur sieben Leipziger Abschlüssen, Maarten Vandevoordt hielt den Dreier mit fünf Paraden fest.

Ein möglicher Trumpf für den nächsten Erfolg gegen Werder könnte Christopher Nkunku sein. Gegen Gladbach wurde der Franzose wenige Tage nach seiner Rückkehr in der 65. Minute unter großem Applaus eingewechselt – und setzte direkt ein Ausrufezeichen. Nur eine Minute später schickte er den späteren 3:0-Torschützen Rocco Reitz auf die Reise.
Trainer Martín Demichelis zeigt sich angetan von den ersten gemeinsamen Tagen: „Ich freue mich sehr, so einen Spieler im Kader zu haben. Jeder Spieler will von Anfang an spielen, aber er hat selber gesagt: ‚Ich brauche noch ein paar Tage und den Rhythmus.‘ Christo hat es richtig gutgetan, noch 30 Minuten reinzukommen.“
Auch Christopher Nkunku war die Freude über seine Rückkehr deutlich anzusehen. „Ein schöner Nachmittag für meine Rückkehr“, sagte Christo nach dem 3:0. Am Samstag (15.30 Uhr) könnte der 28-Jährige in Bremen erstmals wieder von Beginn an auflaufen.

Was Christopher Nkunku für RBL ist, ist Niclas Füllkrug für Werder Bremen: ein Spieler, der jederzeit den Unterschied machen kann. Das zeigte nicht zuletzt die Saison 2022/23, als sich beide mit jeweils 16 Treffern die Torjägerkanone teilten.
Bei der Bremer Niederlage in Freiburg stand Füllkrug wie schon im DFB-Pokal in der Startelf. Im Pokal traf er sogar direkt vom Punkt. Eine lange Eingewöhnungszeit dürfte der 33-Jährige kaum benötigen: Er kennt Werder bestens und soll mit seinem Torriecher für die nötigen Tore sorgen.
Warum wir auf Füllkrug besonders achten müssen? In zehn Pflichtspielen gegen RBL traf er bereits fünfmal – zuletzt am 9. Dezember 2023 im Trikot des BVB.

Umso mehr ist Füllkrug nach der schweren Verletzung von Jens Stage gefragt. Der dänische Mittelfeldspieler war in der vergangenen Saison mit zehn Treffern bester Torschütze der Hanseaten. Trainer Daniel Thioune sprach von einer „Art Worst Case“, die Oberschenkelverletzung habe „alle total betroffen gemacht“.
Neben Stage fehlen Werder aktuell vier weitere Spieler: Sommerneuzugang Oskar Wójcik, die Außenverteidiger Felix Agu und Mitchell Weiser sowie Stürmer Keke Topp.
Hoffnung machen dagegen die Last-Minute-Verpflichtung von Youri Regeer, der gemeinsam mit Ludovit Reis den Stage-Ausfall im Mittelfeld auffangen soll, sowie Linksverteidiger Moussa Ndiaye, der die vergangene Saison auf Leihbasis bei Schalke 04 verbrachte.
Auf beiden Seiten könnte die Personalsituation also entspannter sein. Umso spannender wird die Frage, welche neuen und alten Gesichter sich am Samstagnachmittag in den Vordergrund spielen.

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