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·3 April 2026
„Ich liebe den Verein abgöttisch“: Fährmann über Schalke-Liebe, Druck und Abschied

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·3 April 2026

Nach seinem Karriereende blickt Ralf Fährmann auf seine prägende Zeit beim FC Schalke 04 zurück. Dabei spricht er offen über emotionale Höhen, harte Rückschläge und seine tiefe Verbundenheit zum Klub.
Nach dem Ende seiner Profikarriere blickt Ralf Fährmann mit gemischten Gefühlen, aber vor allem mit großer Verbundenheit auf seine Zeit beim FC Schalke 04 zurück. Trotz eines nicht ganz reibungslosen Abschieds betont der langjährige Torhüter im Interview mit transfermarkt.de: „Ich liebe den Verein abgöttisch“ – und macht damit deutlich, welchen Stellenwert Königsblau für ihn bis heute hat.
Über zwei Jahrzehnte war Schalke der Mittelpunkt seiner Laufbahn. 2003 wechselte Fährmann aus der Jugend des Chemnitzer FC in die Knappenschmiede, 2007 schaffte er den Sprung zu den Profis. Nach einem zwischenzeitlichen Wechsel zu Eintracht Frankfurt kehrte er 2011 zurück und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer festen Größe im Team. Insgesamt absolvierte er über 200 Bundesligaspiele für Schalke, wurde 2018 Vizemeister und sammelte auch internationale Erfahrung in der Champions League.
Dabei sieht sich Fährmann selbst nicht als Ausnahmetalent, sondern als Arbeiter: „Ich war nie das große Torwarttalent, sondern eher der harte Arbeiter, der sich den Weg bis nach oben erarbeitet hat.“
Diese Einstellung prägte seine gesamte Karriere – manchmal auch mit Konsequenzen für seine Gesundheit. Rückblickend beschreibt er sich als „absolut Getriebener“, der häufig über seine körperlichen Grenzen hinausging und Warnsignale ignorierte. Sportlich erlebte Fährmann viele Höhepunkte, aber auch schwierige Phasen. Besonders der Abstieg 2021 hinterließ Spuren: „Das waren die schwersten Wochen für mich. Es war extrem belastend, weil du wusstest, du bist für den Abstieg mitverantwortlich.“

Foto: IMAGO
Ein Thema, das den 37-Jährigen bis heute begleitet, ist die ausgebliebene Nominierung für die Nationalmannschaft. Trotz konstanter Leistungen sieht Fährmann sich selbst als würdig für Einsätze im DFB-Team: „Ganz wertneutral hätte ich aufgrund meiner Leistungen über Jahre hinweg eine Nominierung und zumindest ein Länderspiel verdient gehabt.“
Sein Karriereende verlief schließlich weniger harmonisch. Nach internen Spannungen wurde er zuletzt suspendiert und spielte sportlich keine Rolle mehr. Dennoch überwiegt für ihn die emotionale Bindung: „Ich trage den Mythos Schalke immer im Herzen.“









































