LIGABlatt
·19 March 2026
Nach Lang-Verletzung in Liverpool: Galatasaray fordert Schadensersatz von der UEFA!

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·19 March 2026

Das 0:4 an der Anfield Road im Achtelfinalrückspiel der Champions League am Mittwoch Abend brachte für den türkischen Rekordmeister nicht nur das Ausscheiden aus der "Königsklasse" mit sich, mit Noa Lang und Victor Osimhen verletzten sich auch zwei wichtige Offensiv-Stars schwer und werden längerfristig ausfallen. Bei der unglücklichen Daumenverletzung von Noa Lang geht die Rechtsabteilung Galatasarays nun in die Vollen und plant offenbar eine Schadensersatzklage gegenüber der UEFA.
Das sah richtig fies aus! Wer die Bilder von Noa Langs Banden-Unfall während des CL-Achtelfinalrückspiels zwischen dem FC Liverpool und Galatasaray gesehen hat, wird die entsprechenden Bilder nicht so schnell verletzen. Der Niederländer hatte sich allem Anschein nach den Daumen an der Bande zwischen zwei Werbeplattformen eingeklemmt und einen sehr tiefen Schnitt davongetragen, weshalb zwischenzeitlich sogar berichtet wurde, der Spieler hätte seinen Daumen verloren. Am gleichen Abend wurde Lang notoperiert und der Daumen konnte gerettet werden. Auch wenn es der Flügelspieler selbst sportlich sieht und sie Situation auf seinen Social-Media-Kanälen mit einem galgenhumoristischen "Shit happens" kommentierte, sieht die Vereinsführung der "Löwen" die Sachlage weniger entspannt und fordert nun Konsequenzen.
"Wir werden eine Schadensersatzklage gegen die UEFA einreichen"
Galatasaray-Generalsekretär Eray Yazgan hat im Zuge der Galatasaray Niederlage in Liverpool und der Verletzung Noa Langs während der Partie dem türkischen Sender "HT Spor" mitgeteilt, dass man den Unfall der Napoli-Leihgabe nicht leichtfertig hinnehmen werde und stattdessen plane, rechtliche Schritte einzuleiten: "Nach dem Match haben wir bezüglich der Situation eine Beschwerde bei Verantwortlichen der UEFA eingelegt. Man wolle die Untersuchungen hierzu aufnehmen und anschließen will die UEFA die Sachlage bewerten. Wir wiederum beratschlagen uns mit unseren Anwälten. Wir werden eine Schadensersatzklage gegen die UEFA einreichen. Wir wollen, dass unsere Verluste, die uns das Gehalt des Spielers einbringt, ohne dass er selbst auflaufen kann, erstattet bekommen."
UEFA soll Gehaltszahlungen an Noa Lang erstatten
Im Zentrum des Streits steht der Umstand, dass Noa Lang derzeit nur auf Leihbasis für Galatasaray spielt. Der 26-Jährige wurde im Winter für eine Gebühr in Höhe von zwei Millionen Euro von der SSC Neapel ausgeliehen, wobei Gala einen Großteil des Gehalts stemmt. In Istanbul hält man zwar eine Kaufoption für den Spieler – wie hoch diese ausfällt, ist nicht bekannt – doch steht noch nicht fest, ob man diese ziehen werde, unter anderem eben aufgrund seiner aktuellen Verletzung. Da sich Lang nicht direkt auf dem Platz im Zuge eines regulären Zweikampfes verletzte, was zum "Berufsrisiko" gehört, sondern durch vermeintlich nicht sachgemäß aufgestellte Werbebanden, wofür die UEFA die Verantwortung trägt, sei die Grundlage für eine entsprechende Schadensersatzklage gegeben.
Werbebanden in Stadien sollen in Zukunft genauer geprüft werden
Wie die UEFA am Donnerstag bestätigte, habe es im Zuge der Lang-Verletzung und der Beschwerde Galatasarays eine Untersuchung der Situation gegeben und man werde als Reaktion darauf die Werbebanden "bei allen kommenden Spiele überprüfen, um entsprechende Risiken zu erkennen und zu beheben", so das Statement. Theoretisch bedeutet das nun, dass auch die jeweiligen Gastgeber-Klubs bzw. die Stadion-Betreiber und -Eigentümer ebenfalls zu entsprechenden Sicherheitsüberprüfungen und -Maßnahmen aufgefordert werden könnten, um vergleichbare Szenen in Zukunft zu vermeiden.
Victor Osimhen mit gebrochenem Unterarm
Noa Lang war nicht der einzige Galatasaray-Star, der sich während des CL-Spiels am Mittwochabend schwer verletzte, denn auch Victor Osimhen wird den Gelb-Roten eine Weile fehlen. Der Nigerianer war in der ersten Halbzeit unglücklich gefallen und hatte sich dabei einen Bruch des rechten Unterarms zugezogen. Der Arm des 27-Jährigen wurde geschient, ob es allerdings auch zu einer Operation kommen werde, das stehe noch nicht fest, sondern solle erst in den kommenden Tagen entschieden werden. Die Vereinsärzte Galatasarays würden die Entwicklung weiterhin im Blick behalten, um sich einen Überblick zu verschaffen, ob eine konservative Behandlung, nicht vielleicht die bessere Maßnahme sei, so ein Statement des Klubs. Wie Lange Osimhen und Lang ausfallen ist, hingegen noch nicht klar und hängt von den jeweiligen Heilungsverläufen ab. Bei Osimhen ist vor allem die Frage, ob es eine OP geben wird, entscheidend. Aktuell geht man aber davon aus, dass beide Offensiv-Stars mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen werden.
Foto: Carl Recine / Getty Images
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