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·15 April 2026

Nach Wolf-Aus: FC05 künftig nicht mehr unter Profibedingungen?

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Es war ein Paukenschlag, als Präsident und Hauptsponsor Markus Wolf am Samstag wegen Fan-Protesten seinen sofortigen Rückzug vom 1. FC Schweinfurt bekanntgegeben hat. Seitdem sind die Schnüdel darum bemüht, sich für die kommende Saison in der Regionalliga neu aufzustellen – sportlich wie finanziell. Ob künftig noch unter Profibedingungen gearbeitet werden kann, erscheint jedoch mehr als fraglich.

Insolvenz droht nicht

Nein, die Insolvenz droht dem 1. FC Schweinfurt trotz des Ausscheidens des wichtigsten Geldgebers nicht, wie Marcel Kühlinger als stellvertretender Sport-Geschäftsführer in der "Main-Post" betont: "Vor ein paar Jahren hätte man sich mehr Sorgen machen müssen." Viele der aktuellen Sponsorenverträge sind langfristig und zudem ligaunabhängig angelegt. Entsprechend brechen nicht plötzlich alle Einnahmen weg. "Markus Wolf hat mir ein Budget genannt, mit dem ich planen konnte, aber ich werde es noch einmal selbst durchrechnen." Die Frage ist: Wird nach dem Abstieg weiter unter Profibedingungen gearbeitet?


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Wolf selbst hatte im Februar noch angekündigt, die professionellen Strukturen erhalten zu wollen. Nach seinem Ausstieg scheint das allerdings kaum noch umsetzbar. Auch Kühlinger rechnet nicht damit, dass das Budget für Profifußball reichen wird. Entsprechend dürften die Schnüdel zum Amateurfußball zurückkehren, was auch den ursprünglich anvisierten direkten Wiederaufstieg unwahrscheinlich werden lässt. "Wir dürfen keine Luftschlösser mehr bauen, müssen bodenständig bleiben. Wir dürfen keine überzogenen Ziele rausposaunen", mahnt Kühlinger.

Nur zwei Spieler mit gültigem Vertrag

Parallel zu den wirtschaftlichen Planungen steht auch die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison im Fokus. Der "Main-Post" zufolge haben nur die im Winter verpflichteten Nikolaos Vakouftsis und Mustafa Özden einen gültigen Vertrag für die Regionalliga. Aber auch Kristian Böhnlein kann sich einen Verbleib vorstellen: "Wenn‘s gewünscht ist, dass ich weitermache, einigen wir uns. Ich bin zu 99 Prozent dabei."

Auch das Arbeitspapier von Trainer Jermaine Jones läuft zum 30. Juni aus. Zuletzt hatte der 44-Jährige zwar durchblicken lassen, sich vorstellen zu können, den Gang in die Regionalliga mitantreten zu wollen. Doch ohne die Perspektive einer schnellen Drittliga-Rückkehr dürfte der US-Amerikaner nicht zu halten sein. Zudem scheint fraglich, ob er bei der Rückkehr zum Amateurfußball überhaupt noch zu bezahlen wäre. Es wartet nun viel Arbeit auf Kühlinger und Co.

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