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·3 April 2025
Ob Aufstieg oder nicht – in mehreren Mannschaftsteilen tun sich Lücken auf beim 1. FC Köln

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·3 April 2025
Redaktion
03. April 2025
Nicht nur im Falle eines Nicht-Aufstiegs bekommen die FC-Verantwortlichen viel zu tun bei der Kaderplanung. Auch im Aufstiegsfall muss nachgebessert werden beim 1. FC Köln: Diese Baustellen tun sich im Kader auf.
Gerhard Struber, Thomas Kessler und Christian Keller beim 1. FC Köln
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Etwas früher als erwartet nimmt das Personalkarussell beim 1. FC Köln so langsam Fahrt auf. Nachdem der FC noch im vergangenen Jahr den Wechsel von Tim Lemperle bekannt gegeben hat, folgte in der vergangenen Woche mit Mathias Olesen der zweite sichere Abgang für kommenden Sommer. Der Abschied an sich kommt nicht überraschend, schließlich hat sich der 24-Jährige nie so richtig durchgesetzt. Der Zeitpunkt der Meldung kam dann doch vielleicht ein wenig unerwartet. Immerhin zeigt der Fall Olesen, dass hinter den Kulissen bereits am neuen Kader gearbeitet wird. Dabei müssen die FC-Bosse in vielen Belangen wohl zweigleisig fahren. Sollten die Geißböcke den direkten Wiederaufstieg verpassen – und das ist ganz sicher noch nicht ausgeschlossen -, dann würde es wohl bei der Kaderplanung mehr als ein Facelifting geben.
Unabhängig der Spielklasse zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass die Kölner gleich in mehreren Mannschaftsteilen nachlegen müssen. So zeigt die aktuelle Personalsituation, dass die Kölner in der Defensive sehr dünn besetzt sind. Durch die Verletzungen von Dominique Heintz und Julian Pauli sowie der Erkrankung von Timo Hübers stand dem Coach gegen Paderborn mit Joel Schmied nur ein nomineller Innenverteidiger (der Profimannschaft) zur Verfügung. Nur so kam Mikail Özkan zu seinem Debüt. Sollten die Kölner den Aufstieg verpassen, wäre zum Beispiel Hübers nur schwer zu halten. Zwar drängt sich Elias Bakatukanda durch starke Leistungen in Linz auf. Ob der Youngster ähnlich wie Telle beim FC sofort Fuß fassen wird, muss sich erst einmal zeigen. Auch die Rückkehr von Luca Kilian wird man nach dessen zweitem Kreuzbandriss beim FC genau beobachten.
Sollten die Kölner aufsteigen, wäre der Kader mit zu vielen Fragezeichen versehen. Zumal nicht klar ist, wie sich Routinier Dominique Heintz dann eine Klasse höher schlagen wird. Das gleiche gilt auch für Joel Schmied, den die FC-Verantwortlichen zweifelsohne auch mit dem Hintergedanken Bundesliga verpflichtet haben werden. Doch der Schweizer fiel schon durch den ein oder anderen Lapsus auf. Ein Bundesliga erfahrener Innenverteidiger sollte somit wohl auf der Liste der Kölner Kaderplaner stehen.
Obwohl der FC im Winter nachgebessert hat, bleibt die Position des Rechtsverteidigers eine weitere Baustelle. Selbst wenn Jusuf Gazibegovic wieder fit und auch die erhoffte Verstärkung auf der Position wird. Denn einen Backup gibt es im Kölner Team nicht. Auch, wenn Rasmus Carstensen bei Lech Posen bislang eine gute Rückrunde spielt, stehen die Zeichen wohl eher auf Abschied. Auf der linken Abwehrseite hängt dagegen viel von einer möglichen Vertragsverlängerung von Max Finkgräfe ab. Dem Vernehmen nach soll sich der Youngster aber nicht sicher sein, ob die Zukunft auch weiterhin in Köln liegt.
Der Weggang von Olesen könnte bedeuten, dass sich die Kölner auch nach einem weiteren Sechser umschauen. Diese Personalie hatten die FC-Verantwortlichen in der jüngeren Vergangenheit ohnehin immer wieder thematisiert. Im Falle des Klassenverbleibs wird die Not wohl auch noch ein wenig größer. Denn auch Eric Martel wäre dann wohl nicht mehr zu halten, ein weiteres Jahr 2. Bundesliga wohl auch nicht so richtig förderlich. Dejan Ljubicic würde den Verein ganz sicher verlassen. Den Österreicher übergeben bekanntlich schon lange Wechselgedanken. Wenngleich Ljubicic auch betonte, sich einen Verbleib beim Aufstieg vorstellen zu können. Mit Marvin Obuz nimmt wohl ein weiterer Abgang Konturen an. Zumindest soll das Eigengewächs nicht besonders glücklich über seine Einsatzzeit sein. Die Freude wird nach vergangenem Samstag nicht gestiegen sein, als Obuz trotz des Personalmangels zum 23. Mal in dieser Saison nur auf der Bank saß.
Nicht die einzige Außenposition, die sich verändern könnte. Zwar soll Linton Maina gehalten werden, der 25-Jährige wird das aber ebenfalls nur beim Aufstieg tun. Doch zumindest auf den ersten Blick erscheint der Handlungsbedarf auf dieser Position nicht ganz so dringlich. Denn die Kölner ziehen sich ja schon das künftige Personal heran. Mit Said El Mala hat der FC bereits einen Außenbahnspieler unter Vertrag, der im kommenden Sommer wohl fest zum FC kommen wird. Die Eindrücke aus Liga drei sind überzeugend. Allerdings waren sie das bei Marvin Obuz im vergangenen Jahr für Rot-Weiss Essen bekanntlich auch. El Mala ist mit seinen 18 Jahren zudem sehr jung. Ein erfahrener Plan B ist daher ebenfalls nicht unwahrscheinlich.
Besonders viel werden die Kölner Kaderplaner aber im Angriff zu tun bekommen. Der Abgang von Tim Lemperle und damit einem der Top-Torjäger ist fix und schmerzhaft zugleich. Imad Rondic lieferte sein bislang bestes Spiel für den FC ab. Dass der Stürmer aber Bundesligaformat hat, hat Rondic noch nicht beweisen können. Mit Damion Downs haben die Kölner einen weiteren Stürmer in der Hinterhand. Ein großes Talent, dem die Zukunft in Köln gehören soll. Der FC wird wohl viel für eine Vertragsverlängerung tun. Doch Downs ist noch jung, spielte zwar in der vergangenen Saison schon Bundesliga und war auch erfolgreich, ob der 20-Jährige aber das Zeug hat, konstant auf Bundesliga-Niveau zu spielen, muss sich erst noch zeigen. Mit Sargis Adamyan und Florian Dietz könnten zwei weitere Angreifer ans Geißbockheim zurückkehren, doch ob ein Verbleib realistisch ist, darf mindestens mit einem Fragezeichen versehen werden.
Auch auf der Torhüterposition gibt es noch Arbeit. Matthias Köbbing hat seinen Vertrag nach Informationen von come-on-fc.com bereits in der vergangenen Woche verlängert, wird also weiterhin als Nummer vier dem Kölner Kader angehören. Aktuell deutet auch viel daraufhin, dass der FC Anthony Racioppi fest verpflichtet. Die Kölner ziehen dann die Kaufoption bei der Nummer zwei. Auch mit Philipp Pentke sollen Gespräche geführt werden. Marvin Schwäbe hat noch Vertrag bis 2027. Eigentlich scheint die Keeper-Situation also recht komfortabel. Doch sie würde sich im Falle des Nichts-Aufstiegs kolossal verändern können. Denn Schwäbe soll auch weiterhin über eine Ausstiegsklausel verfügen. Es ist kaum vorstellbar, dass der Keeper noch ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga spielen wird.
Es wird viel passieren müssen. Die Frage darf erlaubt sein, ob der FC trotz Sparkurs ausgiebig nachlegen kann.