Presseschau zum Kehl-Abschied vom BVB: „Nur der Zeitpunkt überrascht“ | OneFootball

Presseschau zum Kehl-Abschied vom BVB: „Nur der Zeitpunkt überrascht“ | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: BVBWLD.de

BVBWLD.de

·24 March 2026

Presseschau zum Kehl-Abschied vom BVB: „Nur der Zeitpunkt überrascht“

Article image:Presseschau zum Kehl-Abschied vom BVB: „Nur der Zeitpunkt überrascht“

Ursprünglich soll vorgesehen gewesen sein, sich erst am Ende der Saison von Sebastian Kehl zu trennen. Da diese Entscheidung aber wohl feststand, machte man beim BVB jetzt kurzfristig Nägel mit Köpfen. Am Sonntag wurde die Trennung vom langjährigen Spieler und aktuellen Sportdirektor nicht nur vollzogen, sondern auch publik gemacht. So kommentiert die Presse diesen Schritt.

Der Focus sieht „(fast) nur Gewinner“ bei dieser Entscheidung. So sei dies der seltene Fall bei einer Trennung, dass sie für alle Seiten hauptsächlich Vorteile mit sich bringt. Der BVB bewege sich damit heraus aus der Komfortzone der Mitarbeiter mit Stallgeruch. Das sei der richtige Weg für einen Neuanfang bei Borussia. Kehl profitiere seinerseits davon, nun beim HSV Verantwortung in vorderster Front übernehmen zu können. Genau dort also, wohin für ihn beim BVB der Weg verstellt war.


OneFootball Videos


Die Welt merkt an, dass das Vertrauen zwischen Watzke, Ricken und Kehl ohnehin beeinträchtigt war, seit Ricken jenen Posten als Geschäftsführer Sport erhielt, den Kehl gerne übernommen hätte. Als dann auch noch Cramer – kein Fürsprecher von Kehl – zum Sprecher der Geschäftsführung gemacht wurde, sei klar gewesen, dass Kehls Tage beim BVB gezählt sind. Zudem sei diese Trennung möglicherweise erst der Anfang einer Neustrukturierung beim BVB: auch Ricken könne sich seines Jobs nicht langfristig sicher sein.

Article image:Presseschau zum Kehl-Abschied vom BVB: „Nur der Zeitpunkt überrascht“

Foto: IMAGO

Auch Cramer kein Fürsprecher von Kehl

Für DerWesten sagt der BVB mit dem Abschied von Kehl der „Wohlfühloase adé“, der der Club ohnehin zu lange gewesen sei. Veränderungen seien überfällig: „Seit fünf Jahren titellos, dümpelt man derzeit so vor sich hin.“ Zwar sei man für den Rest der Liga zu gut, um die Bayern endlich wieder angreifen zu können, müsse man jedoch zwingend umdenken. Auch die beschlossenen Trennungen von Julian Brandt und Niklas Süle weisen in eine neue Richtung. Offenbar scheut man jetzt nicht mehr, solche neuen Wege zu wählen. „Der neue Kurs wird dem Pott-Klub gut tun.“

Weniger angetan von Kehls Transferbilanz beim BVB ist die Süddeutsche Zeitung. Wenn auch nicht der einzige Grund für die Trennung, komme diese angesichts der überschaubaren Ausbeute von Kehl nicht überraschend, urteilt Freddie Röckenhaus.

Stellvertretend für viele andere Medien sei noch Sky erwähnt, für das in erster Linie der Zeitpunkt der Trennung überraschend kommt. Die Entscheidung an sich, bei Borussia Dortmund ohne Kehl weiterzumachen, war allgemein erwartet worden.

View publisher imprint