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·13 April 2026

Prömel – ein Hoeneß-Transfer!

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Dr’ Bua kehrt heim – nachdem Grischa Prömel zuvor in seiner gesamten Karriere beim falschen Verein war. Wieviel Einfluss hat Sebastian Hoeneß auf den Wechsel des Mittelfeldspielers von Hoffenheim zum VfB?

2022 wechselte Prömel von Union Berlin nach Hoffenheim – auch der VfB hatte großes Interesse. Sven Mislintat wollte ihn unbedingt verpflichten. Da der VfB allerdings die Klasse zum Zeitpunkt der Verhandlungen noch nicht sicher gehalten hatte und bei Hoffenheim die Kasse stimmte, entschied sich Prömel für die sichere Variante und das finanziell bestens ausgestattete Kraichgau.


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Trainer in Hoffenheim bei Bekanntgabe des Wechsels: Sebastian Hoeneß, der als Fan von Prömel gilt. Allerdings trennte sich die TSG nach Saisonende von Hoeneß, der zwischenzeitlich auf Platz 4 lag und letztlich die internationalen Wettbewerbe deutlich verpasste. Jetzt scheint es mit einem Transfer zum VfB zu klappen, so dass Hoeneß mit Verspätung mit „seinem” Mittelfeldspieler zusammen arbeiten kann.

In der bekannten Pressekonferenz nach dem Woltemade-Wechsel konnte Hoeneß seine Unzufriedenheit kaum verhehlen und er sprach auch davon, dass geplant war, etwas in Richtung Seniorität, Führung und Erfahrung zu machen. Verwunderlich, da aus meiner Sicht mit Undav, Nübel, Karazor, Demirovic und Chabot genug Führungsspieler im Kader standen. Aber es kann auch ein Grund für die Verpflichtung des 31-jährigen Prömels sein, dem man ausgeprägte Leader-Qualitäten nachsagt.

Wie passt Prömel ins Hoeneß-System? Gar nicht. Im Moment gibt es seine Position nicht. Mit Karazor bzw. Chema als auch Stiller besetzen in der Regel zwei Spieler das zentrale Mittelfeld mit komplett anderen Profilen. Den typischen Achter, der Prömel eigentlich ist, gibt es beim derzeitigen Hoeneß-Ball nicht. Und ist Prömel für den Ballbesitz- und Kombinationsfußball des VfB wirklich geeignet?

Wie passt Prömel ins Hoeneß-System? Perfekt. Denn den Spieler gibt es im Moment im VfB-Kader nicht. Ein klassischer Box-to-Box-Player, torgefährlich, laufstark, physisch, auch für den Gegner hinsichtlich seiner Spielweise und Attitüde unangenehm. Ein Spieler- und Persönlichkeitsprofil, das dem VfB bisher gefehlt hat. Prömel spielte schon in Hoffenheim mit Stiller zusammen – was kein Nachteil wäre, sollte der VfB-Taktgeber über diese Saison hinaus beim VfB bleiben.

Ist Prömel ein typischer Wohlgemuth-Transfer? Eher nicht. Seit der Saison 2023/2024 holte er keinen Spieler, der älter als 28 Jahre alt war. Wohlgemuth verpflichtete bisher tendenziell U25-Spieler. Spieler, die noch Entwicklungspotential haben. Auch Akteure, die eher unter dem Radar liefen, weil sie ihre volle Qualität noch nicht entfaltet hatten. Aber vielleicht hat Hoeneß noch einen gut gehabt bei Fabian Wohlgemuth nach dem letzten Transfersommer.

Prömel betonte bei Duellen mit dem VfB gerne, dass er sich dem VfB nahe fühle, schließlich sei er in Cannstatt geboren und alle seine Kumpels seien VfB-Fans. Ich fand, da war auch immer ein bisschen gekränkter Stolz dabei, dass es mit dem Auflaufen im Trikot mit dem Brustring nie geklappt hat. Wahrscheinlich spielte er auch deshalb immer sehr gut gegen den VfB und freute sich für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr, wenn er erfolgreich war. Aber wahrscheinlich bin ich überkritisch.

Er war bisher ein „typischer Blauer“: RSK Esslingen, Kickers, Hoffenheim, KSC, dazu noch Union Berlin (natürlich stand er 2019 in beiden Relegationsspielen auf dem Feld). Was bedeutet das? Grundsätzlich nichts, und mit „Blauen“ haben wir gute Erfahrungen gemacht: Buchwald, Klinsmann, Allgöwer, Bobic.

Wie sind die Rahmenbedingungen? Ein Ü30-Spieler mit Verletzungshistorie (Kreuzbandriss, Knöchelfraktur), der inkl. Signing Fee Top-Verdiener werden und einen Vertrag bis 2029 erhalten soll. Die Verpflichtung ist vielleicht auch ein Argument für den etwas jüngeren Deniz Undav und seine Vertragsverhandlungen.

Lieber im eigenen Team als beim Gegner. Ein Kritikpunkt am VfB-Team ist, dass es zu brav sei, dass eine „Drecksau“ fehlen würde, die nicht mit sich Hugoles machen lässt und die den Gegnern Respekt einflößt – gerade in internationalen Spielen. Das scheint mir eine Forderung von vorgestern zu sein, die 80er und 90er Jahre sind schon lange vorbei. Klingt schon ein bisschen nach Stammtischparole, oder? Prömel ist unabhängig davon einer, der immer leidenschaftlich spielt, ein absoluter Teamplayer ist und der sich für nichts zu schade ist – eben auch nicht für das taktische Foul und für seine Gegner wirklich lästig sein kann.

Ein Gutes hat es: Ich muss mich nicht mehr so aufregen, wenn ich Prömel sehe. Denn er nervt in Zukunft den Gegner.

Bild: Daniela Porcelli/Getty Images


Das Schwierige Umfeld hat in Cannstatt einen schweren Stand. Vor allem seit Sebastian Hoeneß auf der Trainerbank sitzt. Aber natürlich ist der neue Sweater, der in enger Kooperation mit mystu entstanden ist, ein perfektes Statement, sollte man etwas an Transfers auszusetzen haben – dann passt der Sweater perfekt! Also holt Euch das Teil – und vergesst den Code “vp10” nicht!

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