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·19 March 2026

Sicherheit in den deutschen Bundesliga Fußballstadien: Sportministerkonferenz erhöht Druck auf DFL & DFB

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Die Sportministerkonferenz (SMK) verschärft den Ton in der Debatte um die Stadionsicherheit und erhöht den Druck auf DFL & DFB. Auf Norderney forderten Politiker mehr Verbindlichkeit bei der neuen Stadionverbotsrichtlinie und kritisierten einen Beschluss der DFL, der den letzten Weg zu einem Konsens nicht mitgehe. SMK-Vertreter betonen zugleich die Notwendigkeit, Gewalt und Ausschreitungen in und um Fußballstadien zu unterbinden und das Stadionerlebnis für Familien und Fans zu schützen. Innenministerkonferenz (IMK) und SMK signalisierten Unterstützung füreinander, während Fragen zu Polizeieinsätzen, Einsatzkosten und möglichen Folgevereinbarungen offenbleiben.

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Polizeifahrzeuge stehen vor dem Signal Iduna Park in Dortmund aufgereiht, bevor am 28. Februar 2026 das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und FC Bayern München angepfiffen wird. Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images


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SMK kritisiert DFL-Beschluss zur Stadionverbotsrichtlinie

Auf der Sitzung der SMK auf Norderney kritisierten Vertreter der A‑Länder offen den jüngsten Beschluss der DFL zur Stadionverbotsrichtlinie. Hamburgs Sportsenator Andy Grote erklärte, man arbeite „sehr konstruktiv und intensiv daran, dass wir Verbesserungen für ein sicheres Stadionerlebnis erreichen“, und merkte gleichzeitig an, die SMK habe „sehr kritisch diskutiert, dass die DFL einen Beschluss gefasst hat, der den letzten Weg zu einem Konsens bei der neuen Stadionverbotsrichtlinie nicht mitgeht“. Die Länder sehen darin die Gefahr eines Kipppunkts und fordern, dass die bisher geleistete Arbeit zu einem tragfähigen Ergebnis führt.

IMK-Unterstützung und das Ziel: keine Hochrisikospiele mehr

Theresa Schopper, Vorsitzende der SMK, sicherte der für Stadionsicherheit federführenden Innenministerkonferenz „volle Rückendeckung“ zu und betonte, Ausschreitungen in und um Stadien seien nicht tolerierbar. Sachsens Sportminister Armin Schuster forderte klar das Ende der Einstufung „Hochrisikospiel“, weil solche Spiele „von der Polizeiseite einen immensen Kräfteeinsatz“ erforderten, den man sich in der aktuellen Sicherheitslage nicht leisten könne. Schuster machte deutlich, dass es ihm nicht darum gehe, „Rechnungen zu schreiben“, sondern die Einsatzkosten zu senken, indem Prognosen und Prävention die Einstufung von Spielen verändern.

Kooperation mit Fans, mögliche Kostenfragen und Kritik

Die SMK und IMK betonten weiterhin eine „riesig ausgestreckte Hand Richtung Fans und organisierten Fußball“ und setzten auf einen kooperativen Weg mit Fangruppen und Vereinen. Gleichzeitig bleibt offen, wie konkrete Maßnahmen aussehen: In einem früheren kicker‑Interview signalisierten Schuster und Nordrhein‑Westfalens Innenminister Herbert Reul, dass sie nicht ausschließen, dass Klubs künftig für Polizeikosten bei Hochrisikospielen aufkommen müssen. Der Dachverband der Fanhilfen kritisierte diese Debatte scharf und warnte vor einer einseitigen Belastung der Fans und Fanarbeit.

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