BVBWLD.de
·13 July 2026
Transferwende in Dortmund: So verändert der BVB seine Strategie

In partnership with
Yahoo sportsBVBWLD.de
·13 July 2026

Nach mehreren spektakulären Millionen-Transfers schlägt Borussia Dortmund einen neuen Kurs ein. Der BVB will seine Transferstrategie grundlegend verändern.
Borussia Dortmund richtet seine Transferpolitik neu aus. Statt regelmäßig auf spektakuläre Millionenverkäufe angewiesen zu sein, möchte der BVB wirtschaftlich stabiler werden und seine größten Talente künftig länger im Verein halten. Vorstandssprecher Carsten Cramer machte im Interview mit dem kicker deutlich, dass sich die Strategie des Bundesligisten bereits verändert hat.
Ein zentrales Ziel besteht darin, die finanzielle Planung unabhängiger von einzelnen Rekordtransfers zu gestalten. „Wir sollten es schaffen, auch mal durch normale Transfers unser wirtschaftliches Ziel zu erreichen, nicht durch außergewöhnliche“, erklärt Cramer. Damit verabschiedet sich Dortmund zumindest teilweise von dem Modell, regelmäßig Topspieler für dreistellige Millionensummen zu verkaufen.
Künftig soll der Fokus zwar weiterhin auf der Entwicklung junger Talente liegen, allerdings mit einer längeren Perspektive. „Wir wollen nicht immer nur junge Spieler entwickeln, damit wir sie morgen verkaufen, sondern sie auch mal bis übermorgen oder überübermorgen bei uns behalten. Denn am Ende geht es darum, erfolgreich Fußball zu spielen.“ In den vergangenen Jahren hatte der BVB unter anderem Jude Bellingham an Real Madrid sowie Jamie Gittens an den FC Chelsea verkauft und dadurch enorme Einnahmen erzielt.
Hintergrund der Neuausrichtung ist der immer härter werdende Wettbewerb im europäischen Spitzenfußball. Dortmund sieht sich aktuell an der Grenze zu den zehn besten Klubs Europas und möchte diese Position verteidigen. Cramer warnt: „Der internationale Wettbewerb wird jedes Jahr brutaler. Wir sind gerade auf der Kante der europäischen Top 10. Wenn wir das halten und nicht auf Platz 15 heruntergereicht werden wollen, dann müssen wir den nächsten Schritt gehen.“

Foto: IMAGO
Der BVB will sich deshalb nicht mit der aktuellen Rolle zufriedengeben. „Die Frage müssen wir uns stellen: Wollen wir der Herausforderer im europäischen Fußball- und Business-Establishment bleiben? Oder wollen wir uns von Klubs wie Newcastle, Aston Villa, Inter Mailand, Atlético Madrid oder gar Leipzig überholen lassen?“, so Cramer.
Trotz der ambitionierten Ziele erwartet der 57-Jährige keine sofortigen Erfolge. Der Kader werde jünger, weshalb Geduld gefragt sei. „Wir haben keinen echten Stammspieler verloren und ein sehr ordentliches Gerüst.“ Gleichzeitig müsse man akzeptieren, dass eine verjüngte Mannschaft nicht ohne Rückschläge bleiben werde.







































