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·15 January 2026

Warum ein weiteres Neuer-Jahr die beste Investition in Urbigs Zukunft wäre

Article image:Warum ein weiteres Neuer-Jahr die beste Investition in Urbigs Zukunft wäre

Ex-Bayern-Torwart Gospodarek erklärt, warum Jonas Urbig von einem weiteren Jahr als Nummer zwei hinter Manuel Neuer profitieren würde.

Die Frage, ob Manuel Neuer noch ein Jahr dranhängen soll, ist längst keine sportliche mehr. Sie ist eine strategische. Und wer genau hinhört, was Uwe Gospodarek über seinen früheren Schützling Jonas Urbig sagt, versteht, warum der FC Bayern gut beraten wäre, dem 39-Jährigen einen neuen Vertrag anzubieten.


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Der frühere Bayern-Torwart kennt Urbig aus gemeinsamen Kölner Zeiten. Er weiß, wie der 22-Jährige tickt, wie er arbeitet, wie er lernt. Sein Urteil ist eindeutig: Für Urbigs Reifeprozess wäre es perfekt, wenn die aktuelle Konstellation noch ein Jahr Bestand hätte. Das ist keine Gefälligkeit gegenüber Neuer, sondern eine nüchterne Einschätzung dessen, was ein junger Torhüter braucht, um auf höchstem Niveau zu bestehen.

Die Geschichte des FC Bayern mit Ersatztorhütern, die nach einer Beförderung zur Nummer eins am Druck zerbrachen, ist lang genug. Gospodarek erinnert daran, ohne Namen zu nennen. Er muss es auch nicht. Jeder, der die vergangenen Jahre verfolgt hat, kennt die Beispiele. Die Fallhöhe in München ist enorm, die Erwartungshaltung gnadenlos. Wer dort im Tor steht, muss nicht nur halten können. Er muss auch aushalten können.

Weiteres Neuer-Jahr wäre hilfreich

Genau hier liegt der Wert eines weiteren Neuer-Jahres. Nicht als Blockade für Urbig, sondern als Schutzraum. Gospodarek spricht von Mehrfachbelastung, von der Umstellung, jeden dritten Tag abliefern zu müssen. Das klingt banal, ist es aber nicht. Die Taktung im modernen Spitzenfußball verzeiht keine Anlaufzeit. Wer ins kalte Wasser geworfen wird, muss sofort schwimmen. Oder er geht unter.

Urbig nimmt seine Rolle als Nummer zwei an, saugt alles auf, macht alles, was man tun muss, um an die Weltspitze zu kommen. So beschreibt es Gospodarek. Und er fügt hinzu, dass Neuer deshalb komplett hinter ihm stehe. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Nicht jeder alternde Welttorhüter würde seinen Nachfolger derart unterstützen. Neuer tut es offenbar. Das spricht für beide.

Sollte Neuer im Sommer aufhören, sieht Gospodarek Urbig dennoch gerüstet. Die Qualität sei definitiv da. Aber er warnt auch: Jeder Torhüter in diesem Alter macht Fehler. Die muss er auch machen. Aber er muss sie auch machen dürfen. Das ist der entscheidende Satz. Denn ob Urbig in München langfristig Erfolg hat, hängt nicht nur von seinen Fähigkeiten ab. Es hängt davon ab, wie der Verein mit seinen Schwächephasen umgeht.

Die Samthandschuhe werden irgendwann ausgezogen, der Welpenschutz endet. Bis dahin wäre ein weiteres Jahr unter Neuers Fittichen keine Verzögerung, sondern eine Investition.

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