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·28 February 2026

Weidauer: "Enormes Privileg, für Deutschland aufzulaufen"

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Heute (ab 18 Uhr, live auf DF1 und bei YouTube) trifft die U 23-Frauen-Nationalmannschaft im Color Line Stadion in Ålesund in der Länderspielrunde auf Norwegen. Sophie Weidauer kehrt nach einer verletzungsbedingten Pause motiviert ins Team zurück und spürt "eine enorme Energie" innerhalb der Mannschaft. Im DFB.de-Interview spricht die 24-Jährige über das enge Duell mit Norwegen in der vergangenen Saison und die heutige Neuauflage.

DFB.de: Sophie, seit Dienstag sind Sie wieder mit der U 23-Frauen-Nationalmannschaft unterwegs. Sind Sie gut angekommen? 


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Sophie Weidauer: Ich bin super happy, hier zu sein und freue mich sehr, mit den Mädels wieder auf dem Platz zu stehen. Mit Blick auf Norwegen spüre ich eine enorme Motivation, mit der Mannschaft in diese zwei Spiele zu gehen.

DFB.de: Sie sprechen es selbst an: Ein wichtiges Spiel in der U 23-Länderspielrunde gegen Norwegen steht an. Welche Erwartungen haben Sie?

Weidauer: In den vergangenen Tagen musste ich schon oft an das Spiel aus letzter Saison denken: In der Endspielrunde hatten wir damals im Finale gegen Norwegen gespielt, das war extrem eng. Ich erinnere mich an große Gegenspielerinnen, die sehr kompakt standen. Unser Ziel ist ganz klar, einen Sieg einzufahren, so dass wir dann im April die Endrunde spielen dürfen. Das werden wir auch mit dieser Motivation angehen.

DFB.de: Was sind die Stärken von Norwegen? Gerade, wenn Sie an das letzte Spiel zurückdenken?

Weidauer: Ihre Körperlichkeit und wie kompakt sie verteidigt haben. Das ist mir total in Erinnerung geblieben. Dem müssen und wollen wir uns stellen.

DFB.de: Und die deutschen Stärken?

Weidauer: Wir haben viele. (lacht) Ich finde, jetzt auch in den Trainingstagen hat man gesehen, wie viel Qualität in der Mannschaft steckt, sowohl mit als auch gegen den Ball. Wir müssen es als gesamte Mannschaft auf den Platz bringen. Sei es unsere kompakte Defensive, die uns extrem stark macht und woraus wir auch offensiv sehr viel Potenzial entfalten können. Oder unsere Qualität vorne, die Tore dann auch zu machen.

DFB.de: Was wäre der perfekte Spielverlauf für Sie?

Weidauer: Mir ist wichtig, dass wir als Mannschaft gut ins Spiel reinkommen. Ich würde mir wünschen, dass wir ein frühes Tor schießen, um dem Spiel direkt unseren Stempel aufzudrücken. Und, dass wir das Spiel genießen und die restlichen Minuten dann auf dem Platz einfach mit Spaß und Freude angehen können.

DFB.de: Überwiegt also die Vorfreude?

Weidauer: Ja, total. Also da ich auch in der letzten Maßnahme nicht dabei war, freue ich mich jetzt umso mehr, dass es endlich wieder Richtung Länderspiel geht und man abseits von der Liga auch auf andere Gegnerinnen trifft. Ich freue mich einfach, mit dieser starken Mannschaft auf dem Platz zu stehen.

DFB.de: Wie wichtig ist der Gruppensieg für Sie?

Weidauer: Jede Spielerin will im April diese Endrunde spielen. Gerade auch, weil wir wissen, wie es vergangenes Jahr war. Ich spüre hier im Team die Mentalität, dass wir - egal, ob es um eine Endrunde oder um einen Gruppensieg geht - jedes Spiel gewinnen wollen. Wir haben hier die Möglichkeit, uns auf einer super Plattform, die auch immer weiterwächst, zu präsentieren und oben wieder vorzuspielen.

DFB.de: Ist das auch eins Ihrer Ziele?

Weidauer: Ja, auf jeden Fall. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier sein darf. Ich bleibe geduldig, und dann wird meine Zeit und die Chance kommen. Mit Blick auf diese Abstellung möchte ich einfach jede Minute genießen und empfinde es jedes Mal als enormes Privileg, für Deutschland aufzulaufen.

DFB.de: Wie empfinden Sie den Zusammenhalt in der Mannschaft?  

Weidauer: Ich sehe mittlerweile schon einen Kern in der Mannschaft, der sehr konstant und immer wieder dabei ist. Und mit diesem gemeinsamen Ziel der U 23-Länderspielendrunde wächst da gerade etwas zusammen, da sich jede einzelne Spielerin auch weiterentwickeln möchte. Auch weil wir uns nicht tagtäglich sehen, können wir die Tage hier schon sehr gut nutzen, um als Mannschaft und auch individuell weiterzukommen und gemeinsam etwas entstehen zu lassen. Je stärker wir als Gemeinschaft sind, desto besser kann jede einzelne Spielerin dann auch am Ende performen.

DFB.de: Wie würden Sie dabei Ihre Rolle im Team beschreiben?

Weidauer: Ich möchte mich selbst gar nicht als Leaderin bezeichnen, das muss sich meiner Meinung nach von innen, aus der Mannschaft heraus, entwickeln. Mir ist es wichtig, durch meine Erfahrung in der Bundesliga, in der U 23 oder auch in den anderen U-Spielen dem Team bestmöglich zu helfen und diese Erfahrung hier auch positiv einzubringen.

DFB.de: Wenn wir über das Spiel hinausblicken: Was wünschen Sie sich persönlich für die Abstellungsperiode bei der U 23?  

Weidauer: Ich würde lügen, wenn ich jetzt nicht sagen würde, dass ich an meine Leistung und meine Treffsicherheit der letzten Maßnahmen anknüpfen möchte. Ich bin da in einen ganz guten Flow gekommen, und mir ist es gelungen, immer mal wieder ein Tor zu schießen. Das gibt mir schon ein gutes Gefühl. Grundsätzlich geht es mir aber darum, nach meiner Verletzung wieder ein bisschen in den Rhythmus zu kommen und dann mit einem guten Gefühl wieder zurück nach Berlin zu fahren.

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