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·21 de marzo de 2026
"Bei allem Respekt": Scherning hadert mit Schleimer und Schiri

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Ausgerechnet im Topspiel ist sie gerissen, die Heimserie des SV Wehen Wiesbaden. Nach zuvor sieben Siegen in Folge mussten die Hessen beim 0:1 gegen Hansa Rostock eine bittere Niederlage und damit einen herben Rückschlag im Aufstiegskampf hinnehmen. Trainer Daniel Scherning haderte nach Spielende zum einen mit Lukas Schleimer und zum anderen mit dem Schiedsrichter, bei dem er eine "klare Linie" vermisste.
In der ersten Minute der Nachspielzeit war sie nochmal da, die Riesenchance auf den Ausgleich. Nachdem ein Schuss von Gözüsirin geblockt worden war, landete der Ball genau vor den Füßen von Schleimer, der aus acht Metern freie Bahn hatte, den Ball aber an den Außenpfosten setzte. "Das ist eine tausendprozentige. Er kann sich die Ecke aussuchen, das Tor ist ja leer. Bei allem Respekt, da erwarte ich schon, dass wir das Tor treffen", haderte Trainer Daniel Scherning im "MagentaSport"-Interview. "Wer weiß, was dann passiert. So ist es natürlich bitter."
Auch Sascha Mockenhaupt bezeichnete die Chance als "absolut krankes Brett", wollte Schleimer aber keinen Vorwurf machen: "Es haben auch andere Spieler Fehler gemacht, das ist kein einzelnes Ding. Wir verlieren und wir gewinnen zusammen." Gleichwohl sei es für den Stürmer natürlich "super ärgerlich". Am Ende müssen sich die Hessen den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus den insgesamt 26 Torschüssen und der Überzahl ab der 65. Minute gemacht zu haben. "Wenn du dir in 25 Minuten in Überzahl drei glasklare Möglichkeiten herausspielst, dann musst du das eine Tor machen", betonte Scherning.
Kritik übte der 42-Jährige aber nicht nur an seiner Mannschaft, sondern auch an Schiedsrichter Wolfgang Haslberger. "Er hat sich das Leben mit ein paar Entscheidungen selbst schwergemacht und hatte keine klare Linie drin." Bereits nach drei Minuten gab es nach einem Zweikampf zwischen Hübner und Holten Elfmeter für Hansa, den Fatkic zum Siegtreffer verwandelte, während die Pfeife auf der Seite stumm blieb, nachdem Hübner im Strafraum gegen Carstens zu Fall gekommen war (44.). "Es ist ein Kann-Elfmeter auf der einen und sicherlich auch ein Kann-Elfmeter auf der anderen Seite", meinte Scherning, der wegen Meckerns die gelbe Karte sah. "Wenn er ihn auf der einen Seite gibt, und den kann man geben, muss er ihn auf der anderen Seite auch geben."
Haslberger selbst war anderer Meinung: "Ich finde, dass die beiden Szenen nicht besonders gut vergleichbar sind. In der ersten Situation spielt der Verteidiger nicht den Ball, stattdessen gibt es einen klaren Treffer. Bei der Szene mit Hübner gibt es einen Zusammenprall im Schulterbereich, aber ich finde den auf keinen Fall strafstoßwürdig, da er schon vorher ins Straucheln gerät und es vom Verteidiger keine Bewegung gibt. Auch wenn ich die Bilder sehe, würde ich auf gar keinen Fall Strafstoß geben."
Unter dem Strich stand eine bittere Niederlage, durch die Wiesbaden nun fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt. "Es tut richtig weh, weil mehr drin war und die Mannschaft einen Riesenaufwand betrieben hat. Es wird sich jetzt ein paar Tage scheiße anfühlen, trotzdem geht es danach auch darum, das Spiel abzuhaken und neuen Mut und Zuversicht fassen", blickte Scherning voraus. Aufgeben wollen die Hessen im Kampf um die 2. Liga aber noch nicht.
"Ich werde mich jetzt nicht hinstellen und das Ding abblasen", machte Mockenhaupt klar. "Ich traue uns zu, dass wir 22 Punkte holen. Wir haben die Qualität dazu und am Ende der Saison nochmal einige direkte Konkurrenten." Nach der Länderspielpause geht es dann nach Aachen, vorher steht nächsten Mittwoch noch das Landespokal-Halbfinale bei Verbandsligist Germania Ober-Roden an.









































