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·4 de junio de 2026
Causa 3. Liga: Wir brechen die Lanze für den TSV Havelse

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Die meisten dürften mitbekommen haben, dass der TSV 1860 München keine Lizenz für die kommende Drittligasaison erhalten hat. Die Löwen haben die Klasse sportlich zwar gehalten, werden aufgrund der fehlenden Zulassung jedoch automatisch ans Tabellenende versetzt. Entsprechend gibt es weniger sportliche Absteiger, da alle betroffenen Mannschaften einen Platz nach oben rücken.
Profiteur dieser Entwicklung ist der TSV Havelse, unser Nachbar aus Garbsen. Bereits der Aufstieg in die 3. Liga war ein riesiger Erfolg, denn der TSV verfügt weder über große Geldgeber noch über besonders üppige finanzielle Mittel und lebt von vielen ehrenamtlichen Strukturen. Eigentlich könnte man hier von einem kleinen niedersächsischen Fußballmärchen sprechen. Auf der größeren Bühne wird der Verein jedoch häufig zu Unrecht belächelt.
Ein Grund dafür ist die vermeintlich geringe Anzahl an Fans. Wenn man bedenkt, dass Havelse nur etwas mehr als 5.000 Einwohner zählt, erübrigt sich diese Diskussion eigentlich von selbst. Sicherlich haben Vereine aus größeren Städten beim Aufbau einer Fangemeinschaft Vorteile. Genau an diesem Punkt befindet sich Havelse derzeit. Das Echauffieren über Mannschaften aus kleineren Orten offenbart daher vor allem eines: mangelndes Verständnis für die Vielfalt des Fußballs.
Ein ähnliches Beispiel ist die SV Elversberg, die sich ebenfalls eine kleine, aber engagierte Fanszene aufgebaut hat. Der große Unterschied liegt allerdings darin, dass dort ein finanzstarker Geldgeber vorhanden ist und die Strukturen deutlich kommerzieller geprägt sind. Dass dies bei Fußballfans auf Kritik stößt, können wir durchaus nachvollziehen.
In den sozialen Medien meldet sich derzeit gefühlt der gesamte ostdeutsche Fußballsektor zu Wort und fordert, Havelse möge doch bitte auf einen Verbleib in der 3. Liga verzichten. Dadurch wäre Aue gerettet. Als Argument wird angeführt, dass der TSV nicht über die notwendigen Strukturen verfüge und, wie bereits erwähnt, angeblich keine Fans habe. Diese Forderung ist nicht nur bemerkenswert dreist, sondern blendet auch die sportlichen Entwicklungen der vergangenen Wochen vollständig aus.
Mit vier Siegen aus den letzten sieben Spielen zog Havelse sowohl an Ulm als auch an Aue vorbei und hat sich den 17. Tabellenplatz damit sportlich verdien, auch wenn das etwas merkwürdig klingt. Zudem hat der Verein sämtliche Lizenzunterlagen fristgerecht eingereicht.
In einem bemerkenswerten Statement erklärte Havelse-Vorstand Riedel zuletzt, dass er die sportliche Entwicklung in der 3. Liga bedauere.
Aktuell werden sämtliche Unterlagen sowohl des TSV Havelse als auch von 1860 München erneut geprüft. Endgültig entschieden ist also noch nichts. Sollte es jedoch dazu kommen, dass Havelse drittklassig bleibt, wäre diese Entscheidung folgerichtig. Auch wenn sie auf außergewöhnlichen Umständen basiert.
Der Verein hat für das, was er in den vergangenen Jahren geleistet hat, den Respekt der Fußballgemeinschaft verdient. Denn der TSV Havelse lebt etwas, das vielerorts verloren zu gehen scheint: die ursprüngliche Substanz unserer gemeinsamen Leidenschaft für den Fußball.







































