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·4 de junio de 2026
Zwangsabstieg der Löwen als Chance: TSV Havelse pocht auf Platz in der 3. Liga

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Der Zwangsabstieg des TSV 1860 München hat den Abstiegskampf am Grünen Tisch neu sortiert – und eröffnet dem TSV Havelse eine unverhoffte Tür zurück in die 3. Liga. Von einem freiwilligen Rückzug wollen die Niedersachsen nichts wissen.
Unterlagen eingereicht – Havelse meldet Ansprüche an
Lange wurde spekuliert, ob der TSV Havelse wegen Stadionfragen und hoher Kosten auf den Klassenerhalt verzichten könnte. Diese Gerüchte sind nun vom Tisch. Der Klub hat nach eigener Darstellung alle notwendigen Unterlagen für die kommende Drittliga-Saison fristgerecht beim Verband eingereicht und damit klar signalisiert: Wenn ein Platz frei wird, will der TSV Havelse ihn auch einnehmen.
Als Heimspielstätte ist erneut das Eilenriedestadion in Hannover gemeldet. Die zuvor abgebauten Stahlrohrtribünen waren ohnehin zur Demontage vorgesehen und sollen im Fall eines positiven Bescheids wieder aufgestellt werden, um die Anforderungen der 3. Liga zu erfüllen. Bei Risikospielen ist vorgesehen, in die größere Heinz-von-Heiden-Arena auszuweichen, entsprechende Vereinbarungen mit Hannover 96 gelten als getroffen.
Auch wirtschaftlich sieht sich der TSV Havelse bereit für ein weiteres Jahr in der 3. Liga. Anders als zunächst vermutet, sollen die zusätzlichen Kosten für Stadion und Spielbetrieb kein Ausschlusskriterium sein. Für den Klub ist klar: Eine solche zweite Chance nach einem sportlichen Abstieg bekommt man nicht oft, zumal der Meister der Regionalliga Nord in der kommenden Saison nicht direkt aufsteigt und der Aufstieg über Umwege noch schwieriger wird.
Trotz der Bereitschaft, den Platz am Grünen Tisch anzunehmen, betont der Verein sein Bekenntnis zum sportlichen Wettbewerb. Grundsätzlich sollen Auf- und Abstiege auf dem Rasen entschieden werden, dennoch nimmt der TSV Havelse die sich bietende Möglichkeit wahr, um im Profifußball zu bleiben.
Die endgültige Entscheidung im Zulassungsverfahren für die neue Saison wird in der kommenden Woche erwartet. Erhält der TSV Havelse die Freigabe, bleibt er als Nachrücker in der 3. Liga und profitiert direkt vom Zwangsabstieg der Münchner. Nur wenn sowohl 1860 als auch Havelse keine Zulassung bekämen, würde noch ein anderer Verein ins Spiel kommen.
In diesem Szenario stünde Erzgebirge Aue bereit, das sportlich knapp hinter Havelse ins Ziel gekommen war und die Zulassung für die 3. Liga bereits in der Tasche hat. Die Sachsen haben deutlich gemacht, dass sie im Fall der Fälle sofort einspringen würden. Dazu dürfte es aber kaum kommen, denn ein freiwilliger Rückzug des TSV Havelse ist klar ausgeschlossen – der Klub will seine unverhoffte Rettungsleine nutzen.







































