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·18 de julio de 2026
Ex-BVB Sportdirektor Zorc schwärmt: Klopp das Beste für Deutschland

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Michael Zorc, einst Architekt des Klopp-Transfers zu Borussia Dortmund, hält seinen früheren Trainer Jürgen Klopp für den idealen Bundestrainer. „Er ist die einzige und logische Wahl – und das Beste, was Fußball-Deutschland jetzt passieren kann“, sagte der heutige BVB-Aufsichtsrat dem SID.

Ex BVB-Trainer Jürgen Klopp Foto AFP / PATRIK STOLLARZ
Vor 18 Jahren hatte Zorc als damaliger Sportdirektor den heutigen Rekordtrainer nach Dortmund geholt und ihn selbst als „Glücksfall“ bezeichnet. Der 63-Jährige, der sich mittlerweile größtenteils aus dem öffentlichen Rampenlicht zurückgezogen hat, meldete sich nun mit einer klaren Einschätzung zur aktuellen Personalie beim DFB zu Wort. Seine Begründung stützt sich auf Klopps Wertekanon und dessen besondere Wirkung auf Mannschaften und Umfeld.
„Egoismen hintenan stellen, das Leistungsprinzip nach vorne setzen: Er geht voran, und die Leute werden ihm folgen“, erklärte Zorc die Herangehensweise des 59-Jährigen. Gerade in einer Phase, in der der deutschen Nationalmannschaft nicht durchgehend Ausnahmekönner in den eigenen Reihen zur Verfügung stehen, sei dieser kollektive Ansatz von unschätzbarem Wert. Es sei „eine gute Sache, wo wir vielleicht nicht die alles überragende Qualität an Einzelspielern besitzen“, so der frühere Sportdirektor weiter.
Zorc zeigte sich zudem persönlich erfreut über die Entwicklung seines langjährigen Weggefährten. „Das ist eine Aufgabe, in die er richtig Energie reinbringen kann. Davon werden wir alle profitieren“, betonte er.
Die Karriere des heutigen Trainer-Phänomens hätte 2008 fast einen anderen Verlauf genommen. Klopp soll sich seinerzeit bereits mit dem FC Bayern München handelseinig gewesen sein, ehe sich die Münchner letztlich für Jürgen Klinsmann entschieden. Auch beim Hamburger SV erteilte man ihm eine Absage. So landete er schließlich beim BVB, wo er zum prägenden Gesicht einer ganzen Ära werden sollte.
„Klopp war ein hervorragender Trainer, ein Fußball-Fachmann, der es aber auch geschafft hat, eine große Community, eine ganze Stadt zu begeistern und positiv zu infizieren“, schwärmte Zorc. „Er hatte eine große Überzeugungskraft.“ Diese Fähigkeit, Begeisterung zu entfachen und gleichzeitig selbst davon getragen zu werden, besitze Klopp nach Zorcs Erfahrung „in einer für mich nie dagewesenen Weise“. Besonders der Auftakt in Dortmund sei bezeichnend gewesen: Der Coach habe damals „speziell den Nerv in Dortmund getroffen: Jetzt fangen wir erstmal an zu arbeiten, nicht schön zu spielen. Das kam hervorragend an.“ In der gemeinsamen Zeit feierten Klopp und Zorc zwei deutsche Meisterschaften und zogen einmal ins Finale der Champions League ein.
Aktuell befindet sich Klopp mit dem Deutschen Fußball-Bund in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Vertrag als Bundestrainer, der bis zur Weltmeisterschaft 2030 laufen soll. Grundsätzliche Einigkeit besteht demnach bereits, die konkreten Verhandlungen laufen aktuell noch. „Ich glaube, dass diese Aufgabe zu ihm passt. Und auch die Situation“, zeigte sich Zorc überzeugt. „Er hat bei uns eine Top-Top-Leistung über das Kollektiv entwickelt, das ist ja vielleicht auch das, was Deutschland aktuell benötigt.“







































