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·25 de marzo de 2026
Ex-Schiri Gräfe deutlich: Irregulärer Treffer kostete den HSV einen Punkt beim BVB

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·25 de marzo de 2026

Der Hamburger SV konnte sich am vergangenen Spieltag für seinen erneut starken Kampf nicht belohnen. Nach einer 2:0-Führung zur Halbzeit verlor der HSV das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund letztlich noch mit 2:3. Der BVB kam durch zwei verwandelte Elfmeter von Ramy Bensebaini sowie einen Treffer von Serhou Guirassy zur für die Hanseaten bitteren Kehrtwende und hinterließ die Gäste aus Hamburg mit leerem Blick und vor allem leeren Händen. Doch offenbar hätte der HSV durchaus auf einen Punkt pochen können, denn wie der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe nun klarstellte, scheint Hamburg um einen Punkt gebracht worden zu sein.
Der im Nachhinein große Aufreger der Partie ereignete sich offenbar vom Offiziellen Gespann größtenteils unbemerkt und unmittelbar vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2 durch BVB-Torjäger Serhou Guirassy. Dieser resultierte aus einem missglückten Einwurf von HSV-Star William Mikelbrencis, bei dem ihm der Ball aus der Hand rutschte und letztlich in Dortmunder Füßen landete. Nun äußerte sich Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe mit deutlichen Worten aus der Welt der Regelkunde und legte dar, dass dem HSV dadurch wohl ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf durch die Lappen ging.

War der Guirassy-Treffer gegen den HSV irregulär? | Hendrik Deckers/GettyImages
Gräfe zu dieser Szene: “Der Ball wird nicht mit beiden Händen gleichzeitig über dem Kopf ins Spiel gebracht. Ein falscher Einwurf, es hätte Spielfortsetzung mit Einwurf für Dortmund geben müssen.“ So die Theorie. In der Praxis ließ der offizielle Schiedsrichter des Spiels am vergangenen Samstag, Matthias Jöllenbeck, die Aktion jedoch weiterlaufen und pfiff sie nicht zurück. Mit Folgen für den HSV, der den Gegentreffer hinnehmen musste. Wie Gräfe nun bestätigte, war es ein irregulärer Treffer. "Der 2:2-Ausgleich war irregulär. Bei Einwurf gibt es keinen Vorteil“, so der Ex-Schiri. Allerdings könnte eine Regeländerung künftig für ein Ende solcher Diskussionen führen. "Das will die Fifa zur nächsten Saison ändern“, so Gräfe über die aktuelle Regelauslegung. Dies bedeutet dann, dass auch bei falschem Einwurf ein Vorteil für den Gegner zusatnde kommen würde. Am vergangenen Wochenende war der Dortmunder Treffer aber unter aktueller Regelauslegung unrechtmäßig erzielt worden und hätte nicht gelten dürfen. Allerdings nahm Gräfe seinen Kollegen Jöllenbeck auch in Schutz: "Natürlich ist es schwer zu erkennen, wann genau der Ball die Hände verlässt.“
Das bringt dem HSV nun jedoch recht wenig, da er weiterhin mit leeren Händen dasteht. Regeltechnisch hätte der Treffer nach dem missglückten Einwurf von Mickelbrenciss aber nicht zählen dürfen. Allerdings gehört dies bislang auch nicht zu den Szenen, bei denen der VAR eingreifen darf.
"Der VAR darf nicht eingreifen, weil es nicht die Angriffsphase von Dortmund ist. Hamburg hatte den Ball."

Manuel Gräfe | Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
"Der VAR darf nicht eingreifen, weil es nicht die Angriffsphase von Dortmund ist. Hamburg hatte den Ball", erklärte Gräfe die aktuelle Grundlage. Für den Hamburger SV war es also doppelt bitter, dass man aufgrund einer Mischung aus eigenem Unvermögen und einer vermeintlichen Fehleinschätzung des Schiedsrichters ohne Punktgewinn aus Dortmund abreisen musste.









































