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·12 de febrero de 2026

Frust – Freude – Fußball

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Der FC St. Pauli steckt tief im Abstiegskampf, der Frust ist groß, die Freude über Siege größer. Ein Erklärungsversuch, warum wir uns jedes Wochenende ins Stadion schleppen.Titelfoto: Stefan Groenveld

Ich bin ehrlich mit Euch, ich habe schon letzte Woche versucht, diesen Text zu schreiben. Aber bei dem ganzen Frust nach dem DFB-Pokal schlich sich bei mir eine miese Schreibblockade ein und nichts wollte über die Tasten gehen. Jetzt holte der FC St. Pauli am Samstag endlich wieder drei Punkte gegen den VfB Stuttgart und die Welt sieht schon wieder ganz anders aus. Unglaublich eigentlich, wie sehr Fußball die eigene Laune beeinflussen kann. Und dann geben wir uns das auch noch jedes verdammte Wochenende. Ich lade euch mal in meine Gefühlswelt ein, wenn ich ein Fußballspiel des FC St. Pauli besuche. Vielleicht geht es Euch ja auch so wie mir.


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Alle Emotionen in 90 Minuten

Ich denke das beste Beispiel dafür, wie viele Emotionen innerhalb von 90 Minuten ausgelöst werden können, haben wir erst vor kurzem erlebt. Kilometerweit angereist, die Erwartungen waren niedrig, wir steck(t)en tief in der Abstiegskriese und dann wartete auch noch ein großer Gegner auf uns. Anpfiff. Ein ausgeglichenes Spiel, die Stimmung gut und laut. Vielleicht ist heute ja doch was drin? Gegentor. Verdammt. Halbzeitpfiff. Ärger. Egal, weitermachen. Wiederanpfiff. Gegentor. Frust. Kurz sacken lassen. Weitermachen. Denn da ist noch was: Hoffnung.

Der Block bleibt laut. Die Mannschaft selbstbewusster. Druck nach vorne. Ecke. Anschlusstor. Freude. Da geht noch was! Das spürt auch die Mannschaft. Ausgleich! Erlösung. Ist hier noch ein Sieg drin? Ein Blick auf die Uhr. Fast vorbei. Nachspielzeit. Foul. Elfmeter. Gegen uns. Wirklich jetzt? Gegentor. Abpfiff. Frust. Leere.

So, jetzt wisst ihr sicherlich auch alle welches Spiel ich meine. Wieder mal ein klassischer Fall von „lieber ’ne Klatsche kriegen als so unglücklich zu verlieren“. Und das auch noch in einer Situation, wo jeder Punkt so wichtig wäre. Darauf folgten ein lahmes Derby, ein glücklicher Punkt gegen Leipzig und eine miese Niederlage gegen Augsburg. Direkter Abstiegsplatz. Und es wurde nicht besser: Drei Tage später gibt es das DFB-Pokal-Aus gegen Leverkusen. Und dann fragt man sich: Was mache ich hier eigentlich jedes Wochenende? Vor allem, wenn es in mir nur schlechte Laune verbreitet? Es ist doch nur Fußball, oder?

Dann kam Samstag. Stimmung nur mittelmäßig. Erwartungshaltung an das Spiel: niedrig. Mit dem VfB Stuttgart erwartete uns erneut ein ganz schön schwieriger Gegner. Aber: Was gibt es schon zu verlieren? Und wir als Fans können sowieso nichts anderes tun, als einfach weiterzumachen. Weiter zu supporten und irgendwie das Feuer in der Mannschaft wieder zu entfachen. Denn eines reist zu einem Fußballspiel immer mit: die leichte Hoffnung auf einen Sieg. Auch, wenn die Ausgangslage aussichtslos scheint. Und das jedes verdammte Spiel. Dann legte die Mannschaft los. Auf den Rängen war es verdammt laut. Es harmonierte einfach zwischen den Fans und der Mannschaft, die sich am Ende des Tages endlich mit einem 2:1-Sieg belohnen konnte. Wie schön ist es, endlich einen lauten Freudenschrei herauszulassen, wenn wir mal wieder gewinnen konnten? Deswegen liebe ich Fußball! Und so schnell hat man wieder gute Laune, toll.

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Einfach mal glücklich sein // (c) Stefan Groenveld

Mehr als Fußball

Aber so ein einziger Sieg nach langer Zeit ändert noch nichts an der schwierigen Situation, in der der FC St. Pauli grade steckt. Denn wir sind immer noch auf einem direkten Abstiegsplatz. Am Samstag fahren wir erneut nach Leverkusen und treffen auf eine schwer zu bezwingende Mannschaft. Das haben wir im Viertelfinale letzte Woche gesehen. Aber eine Sache reist mit: die Hoffnung auf einen Sieg. Und auch wenn sie nur ganz klein ist. Sie ist immer da, denn ausgeschlossen ist der Sieg nie. Und diese kleine Hoffnung bringt uns zum Supporten, zum Motivieren und dazu, immer weiter zu singen und zu unterstützen. Um unseren Herzensverein zum Erfolg zu bringen.

Den FC St. Pauli erfolgreich spielen zu sehen, ist ein Wunsch, der uns antreibt. Denn der FC St. Pauli ist nun mal der Verein, der uns tief im Herzen liegt. Aus etlichen Gründen, die Ihr alle kennt, aber die gleichzeitig auch so individuell sein können. Am Ende sind wir verbunden, durch unsere Unterstützung für den FCSP. Eine Verbindung, die uns antreibt. Der FC St. Pauli ist, wie viele andere Vereine auch, mehr als Fußball, und das führt uns immer wieder dorthin zurück. Fußball wird nicht nur gespielt, er wird gelebt, vor allem auf den Rängen, und das ist etwas ganz Besonderes. Und deswegen führt es uns immer wieder dorthin zurück, zu den Spielen des FC St. Pauli.

Zusammenhalt, als Schlüssel zum Erfolg

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Choreo der Südkurve vor Beginn des Derbys // (c) Stefan Groenveld

Das klingt jetzt alles so sentimental und ja mein Leben hat auch noch andere Facetten als Fußball (auch wenn es nicht so scheinen mag). Aber der Fußball erfüllt mich, auch wenn die Mannschaft auf dem Platz totale Scheiße spielt. Denn auch schwere Phasen muss man aushalten können und das bekommt man am besten gemeinsam hin. Ich denke, wenn wir als Fanszene weiterhin so gut zusammenhalten wie jetzt, wir es vielleicht sogar schaffen den Zusammenhalt noch mehr zu stärken, dann überträgt sich das auf die Mannschaft. Wenn wir als Fanszene alles geben, um den FC St. Pauli erfolgreich zu sehen, dann schaffen wir es auch, das Team zum Klassenerhalt zu singen. Davon bin ich ziemlich fest von überzeugt.

Die nächsten Wochen werden schwer und vermutlich müssen wir noch so einiges einstecken. Alexander Blessin und die Mannschaft sprechen von 13 Endspielen, die noch anstehen. So sollten wir als Fans es auch sehen, und alles dafür geben, dass die Mannschaft auf dem Platz die Punkte holt, die wir brauchen. Und auch wenn nicht, dann haben wir zumindest alles dafür getan. Und so machen wir einfach immer weiter. So lange bis der FC St. Pauli Erfolg findet. Denn eine Sache reist immer mit: Richtig, die kleinste Hoffnung auf einen Sieg – und die Liebe zum FC St. Pauli.

Immer weiter vor!// Nina

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