feverpitch.de
·18 de mayo de 2026
Hannover 96: 16 Siege, vierter Platz - und wieder ein Jahr Warten in der 2. Liga

In partnership with
Yahoo sportsfeverpitch.de
·18 de mayo de 2026

Hannover 96 gibt am letzten Spieltag der 2. Liga eine Führung aus der Hand und rutscht auf Platz vier ab. Trotz 16 Siegen bleibt der Aufstieg verwehrt.
Es gibt Saisons, die enden mit einem Spiel, das alles erklärt. Hannover 96 hat am letzten Spieltag der 2. Bundesliga 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg gespielt, und dieses Unentschieden war genug, um den Relegationsrang zu verlieren. Vor 49.000 Zuschauern rutschte das Team von Christian Titz noch auf den vierten Tabellenplatz ab. Bis zuletzt hatte die ganze Stadt sogar auf den direkten Aufstieg gehofft. Am Ende blieb nicht einmal Rang drei, weil die Konkurrenz ihre Spiele gewann.
Der Spielverlauf hatte alles, was eine Hannoveraner Zweitliga-Saison in einem Sonntagnachmittag zusammenfasst. Mustapha Bundu vergab früh, Daisuke Yokota wenig später eine noch bessere Gelegenheit. Dann fiel das 0:1 auf der Gegenseite: Mohamed Alì Zoma profitierte in der 25. Minute bei seinem 13. Saisontor von einem Fehler von Nahuel Noll. Fünf Minuten Schockstarre, dann brachte Kolja Oudenne nach einem Doppelpass die Antwort, Waniss Taibi traf zum 2:1 kurz vor der Pause. In der Nachspielzeit nahm Schiedsrichter Daniel Schlager einen Handelfmeter für 96 nach Ansicht der Videobilder zurück.
Nach Wiederanpfiff lupfte Zoma den Ball zum 2:2 ins Tor, Stefan Teitur Thordarson konterte in der 51. Minute zum 3:2. Es hätte der Moment sein können, an dem Hannover die Sache nach Hause bringt. Stattdessen traf Luka Lotschoschwili in der 84. Minute zum 3:3 für die Franken, die ihrerseits eine Woche nach dem 3:0 gegen Meister Schalke 04 die Saison im Tabellenmittelfeld beendeten. Für Hannover war es der unnötige Patzer, der nicht einmal mehr für die Relegation reichte.
16 Siege hat dieses Team in einer Zweitligasaison gesammelt. Das ist eine Zahl, mit der man in vielen Spielzeiten aufgestiegen wäre. In dieser nicht. Wenn die Konkurrenz ihre Spiele gewinnt und man selbst am letzten Spieltag eine 3:2-Führung aus der Hand gibt, dann verschiebt sich die Mathematik gegen einen, ohne dass man sich beklagen könnte. Die Bilanz ist gut. Sie ist nur nicht gut genug gewesen.
Damit setzt sich fort, was 2019 begonnen hat. In jenem Jahr stieg Hannover 96 ab, ein Klub, der Anfang der 2010er-Jahre auch in Europa für Furore gesorgt hatte. Daraus wurde eine entbehrungsreiche Zeit im Unterhaus, und sie endet auch in diesem Sommer nicht. Wer sich an die europäischen Abende erinnert, merkt, wie weit dieser Verein von dem entfernt ist, was er einmal war. Die Distanz wird mit jeder Saison, die hinzukommt, ein Stück größer.
Das Bittere an diesem 3:3 ist, dass es keine logische Konsequenz aus einer schwachen Spielzeit war. Hannover hat die Saison nicht verstolpert, sondern den letzten Tag. Das macht die Aufarbeitung schwieriger, denn es lässt sich nicht an einem Strukturproblem festmachen, das man im Sommer angeht und im Herbst gelöst hat. Es lässt sich an einem Nachmittag festmachen, an dem ein Tor in der 84. Minute genügte, um eine Hoffnung zu kassieren. Bleibt der Befund: 16 Siege, vierter Platz, ein weiteres Jahr 2. Bundesliga. Die Rückkehr muss warten.
En vivo







































