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·1 de marzo de 2026
Hertha BSC bekommt genau die Liga, die der Klub gerade verdient

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·1 de marzo de 2026

Ein Sieg in neun Spielen, acht Punkte Rückstand auf Platz drei: Die Zahlen zeigen, dass Hertha BSC aktuell nicht mehr als die 2. Liga verdient.
Dauerhaft 2. Liga sei "zu wenig", sagt Herthas Geschäftsführer Peter Görlich. Ich frage mich, was genau er damit meint. Denn wenn ich mir die Fakten anschaue, dann ist die 2. Liga für diesen Klub gerade nicht zu wenig – sie ist das Maximum dessen, was Hertha BSC aktuell verdient.
Ein Sieg in neun Spielen vor dem Nürnberg-Duell. Darunter eine 2:5-Klatsche in Paderborn. Acht Punkte Rückstand auf Platz drei, trotz des 2:1 gegen den Club. Das sind keine Zahlen, die nach Aufstiegskampf klingen. Das sind Zahlen, die nach Konsolidierung im Mittelfeld klingen. Und genau dort steht Hertha gerade – nicht weil das Schicksal es so will, sondern weil die Leistungen es so erzwingen.
Josip Brekalo hat gegen Nürnberg getroffen, zweimal sogar, und damit die geforderte Reaktion geliefert. Aber eine Reaktion ist noch keine Wende. Ein Sieg gegen einen Gegner aus dem Mittelfeld ist noch kein Beweis für Erstligatauglichkeit. Brekalo kann Spiele entscheiden, das hat er gezeigt. Die Frage ist, ob das reicht, wenn drumherum so wenig funktioniert.
Die Partie gegen Nürnberg war bezeichnend: Hertha führt verdient, dann reicht dem Gegner ein einziger vernünftiger Angriff zum Ausgleich. Nach der Pause sehen die Fans kaum gute Aktionen, bis Brekalo in der 88. Minute doch noch trifft. Das ist kein Aufstiegsfußball. Das ist Ergebniskosmetik.
Görlich spricht davon, an der ein oder anderen Stelle nachjustieren zu müssen. Ich halte das für eine gefährliche Untertreibung. Wenn ein Klub mit den Ansprüchen und der Geschichte von Hertha BSC in neun Spielen nur einmal gewinnt, dann braucht es mehr als Nachjustierung. Dann braucht es eine ehrliche Analyse, wer Verantwortung trägt und warum die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl so weit unter ihren Möglichkeiten bleibt.
Die Berliner haben den Aufstieg abgeschrieben, bevor die Saison vorbei ist. Das ist keine taktische Demut, das ist eine Kapitulation. Und jetzt soll ein Heimsieg gegen Nürnberg die Stimmung drehen? Das funktioniert vielleicht für einen Abend im Olympiastadion. Aber nicht für eine Saison, nicht für einen Verein, der sich selbst als Erstligist sieht.
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