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·15 de abril de 2026
„In den Kampf ziehen“: Watzke mit klarer Forderung an BVB-Bosse

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Borussia Dortmund soll sich nach Ansicht von Hans-Joachim Watzke künftig selbstbewusster präsentieren. Der BVB-Präsident fordert von Lars Ricken und Carsten Cramer mehr Durchsetzungsstärke – lobt aber ihre bisherigen Entscheidungen.
Auch Monate nach seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft meldet sich Hans-Joachim Watzke weiterhin deutlich zu Wort. Der heutige Präsident von Borussia Dortmund sieht den Klub im Interview mit den Ruhr Nachrichten auf einem guten Weg, richtet aber gleichzeitig klare Erwartungen an die neue Führungsriege.
Vor allem an Geschäftsführer Lars Ricken und Carsten Cramer hat Watzke eine unmissverständliche Botschaft: „Natürlich muss man uns als Borussia Dortmund auch hören. Wir dürfen nicht zu leise werden.“ Gerade in einer zunehmend kompetitiven Bundesliga sei es wichtig, Präsenz zu zeigen. „Die müssen schon auch mal in den Kampf ziehen. Manchmal musst du auch ein bisschen breitbeiniger auftreten, damit alle anderen ein gewisses Maß an Respekt vor dir haben.“
Der 66-Jährige ist überzeugt, dass der BVB „eine starke Stimme in der Bundesliga bleiben“ werde. „Das wissen aber unsere Verantwortlichen und da müssen wir unser Profil weiter schärfen. Das wird sicherlich in allererster Linie eine Aufgabe von Carsten Cramer sein, aber Lars muss ihn in seiner Funktion unterstützen.“ Sportlich sieht Watzke positive Entwicklungen. Die Mannschaft habe „an Mentalität enorm gewonnen“, was sich insbesondere in schwierigen Spielphasen zeige. Dennoch sei weiteres Potenzial vorhanden – vor allem durch mehr Kontinuität im Kader, um Abläufe und Automatismen weiter zu verbessern.
Ein gutes Zeugnis stellt der langjährige Klubchef seinem Nachfolger Ricken aus. „Lars hat in diesen noch nicht mal zwei Jahren schon relativ klare und harte Entscheidung getroffen“, betont Watzke und widerspricht damit dem Eindruck, Ricken würde zögern. Besonders eine Personalentscheidung hebt er hervor: „Aber er hat Nuri Şahin entlassen und dann mit Niko Kovac komplett die richtige Entscheidung getroffen. Das muss man auch mal festhalten.“

Foto: IMAGO
Grundsätzlich setzt Watzke auf die Eigenverantwortung der neuen Führung. Entscheidungen müssten von Ricken und Cramer selbst getroffen werden – nur so könne man ihre Arbeit auch bewerten. Gleichzeitig hält er sich mit öffentlicher Kritik bewusst zurück und will diese, wenn überhaupt, intern äußern.
Für Watzke steht fest: Borussia Dortmund soll auch künftig eine gewichtige Rolle spielen – sportlich wie politisch. Damit das gelingt, müsse der Klub nicht nur Leistung zeigen, sondern auch seine Stimme erheben.









































