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Lennard Bacher·4 de abril de 2026
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Lennard Bacher·4 de abril de 2026
Wenn der legendäre brasilianische Stürmer Ronaldo über jemanden sagt, dass er "der Beste" war, dann kann es sich eigentlich nur um einen Superstar handeln, den jeder sofort auf dem Schirm hat. In diesem Fall ist das aber nicht so.
Wenn man Mauricio Pochettino glauben darf, sagte R9 dies nämlich nicht über Messi, Ronaldinho oder eine andere Koryphäe dieser Größenordnung, sondern über den heute von vielen vergessenen Iván de la Peña. Wie Pochettino, der bei Messis Barça-Debüt damals für Espanyol auf dem Rasen stand, einst gegenüber Journalisten preisgab, war die Anfangs-Euphorie bei de la Peña nochmal größer als bei Messi, Xavi oder Iniesta.
📸 GERRY PENNY
Guckt man sich alte Highlight-Clips des Spaniers an, wird einem klar, woher der Wind weht. Die Technik, die Übersicht und das daraus folgende Passspiel des Mittelfeld-Juwels waren wirklich von einem anderen Stern. Nach jenem Blitzstart bei den Katalanen sollte de la Peñas Barça-Zeit aber schneller vorbeigehen, als gedacht.
Einer der Gründe dafür ist ein besonders beim FC Bayern alter Bekannter - Louis van Gaal. Nach dessen Anstellung beim FC Barcelona wurde es für den jungen Mittelfeldspieler immer schwieriger. Die klaren taktischen Vorstellungen und die geforderte Disziplin waren de la Peña ein Dorn im Auge - nur drei Jahre später wurde er zu Lazio verkauft.
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Es folgten vier schwere Jahre inklusive erfolgloser Leihen für den ehemals in Barcelona angehimmelten Edeltechniker, bevor er sein spätes Glück doch noch finden sollte. Beim Stadtrivalen seines ehemaligen Arbeitgebers, dem RCD Espanyol Barcelona wurde der Spanier zur Vereinslegende und blieb bis zu seinem Karriereende 2011.
Obwohl dieses nun gute 15 Jahre her ist, sorgt de la Peña dieser Tage wieder für Aufruhr in der spanischen Großstadt. Mittlerweile ist er nämlich Spielerberater. Die Liste seiner Klienten kann sich dabei absolut sehen lassen. So betreut der 49-jährige zum Beispiel den Youngster Pedro „Dro“ Fernández, der Anfang dieses Jahres zum Unglück des FC Barcelona mit nur 18 Jahren den Klub verließ und zu Paris Saint-Germain wechselte.
"Ich habe Dro geliebt, deshalb bin ich natürlich enttäuscht. Aber so ist Fußball. Wir müssen diese Entscheidung respektieren. Ich bin enttäuscht. Er weiß es, aber ich habe diesen Jungen sehr geliebt", sagte Flick gegenüber den Medien über den Wechsel. Während der Erfolgscoach der Katalanen seine Enttäuschung recht diplomatisch artikulierte, polterte Barça-Präsident Laporta über den Abgang des jungen Offensiv-Juwels.
📸 FRANCK FIFE - AFP or licensors
"Was mit Dro passiert ist, war ein Verrat", wütete Laporta nach dem Wechsel. Einen ordentlichen Seitenhieb gegen de la Peña ließ er sich dabei auch nicht nehmen. "Wenn es mit Jorge Mendes (Berater von Lamine Yamal und vielen anderen Topstars) passiert wäre, hätte es nicht so ablaufen können wie mit dem Glatzkopf", schimpfte der Barça-Boss in Richtung des ehemaligen Edeltechnikers.
Laporta erklärte dabei, dass ihn de la Peñas Entscheidung seinen Schützling aus Barcelona weg zu PSG zu schicken besonders deswegen empöre, weil er nur aufgrund seiner Vergangenheit bei den Katalanen so eine prominente Rolle als Spielerberater inne habe. Da der "Glatzkopf" neben Dro Fernández noch Gavi und Eric Garcia auf seiner Klientenliste hat, kann man damit rechnen, dass es auch in der Zukunft zu Reibereien zwischen Laporta und de la Peña kommen wird.

Ob als unberechenbarer Magier auf dem Rasen oder als knallharter Verhandler bleibt Iván de la Peña eine Figur, die in Barcelona polarisiert. Für Joan Laporta mag er derzeit der Staatsfeind Nummer eins sein, doch für Ronaldo bleibt er schlicht das, was er schon immer war: der Beste.
📸 Tobias Heyer - Bongarts









































