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·9 de marzo de 2026

Maren Meinert: "Das ist beeindruckend"

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Zwei deutliche Siege zum Start: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat gleich zu Beginn der WM-Qualifikation zwei Ausrufezeichen gesetzt und Kurs auf die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien genommen. Assistenztrainerin Maren Meinert spricht im DFB.de-Interview über das 5:0 gegen Slowenien und das 4:0 in Norwegen.

DFB.de: Zwei Spiele, zwei Siege, neun Tore und keines kassiert: Wie fällt Ihr Fazit zum Start in die WM-Qualifikation aus?


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Maren Meinert: Sehr positiv. Wir haben zwei Spiele gewonnen, was auch wichtig war, um nicht früh unter Druck zu geraten. Ich denke, dass wir mit beiden Spielen sehr zufrieden sein können. Es ist nicht leicht, gegen Slowenien zu spielen. Ich finde, dass wir ein sehr gutes Spiel gemacht haben, sehr variabel waren. Man hat gesehen, dass wir die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen. In Norwegen zu Null zu gewinnen - und das in der Höhe -, ist auch beeindruckend. Es zeigt, dass wir auch gegen große Mannschaften sehr gute Ergebnisse erzielen können. Die Siege geben uns Sicherheit für die nächsten Spiele, die wir auch positiv angehen wollen.

DFB.de: Im Vorfeld wurde insbesondere über das Thema Effizienz gesprochen. Was hat Sie in den beiden Partien am meisten überzeugt?

Meinert: Es kommt immer darauf an, variabel zu spielen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass wir diesmal sehr effizient waren und verschiedene Spielerinnen haben, die Tore erzielen können. Das ist wichtig und macht uns noch unberechenbarer.

DFB.de: Norwegen hat ein körperlich robusteres Team, zudem fand das Spiel auf Kunstrasen statt. Welche Anpassungen wurden vom Trainer*innenteam im Vergleich zum ersten Spiel vorgenommen, was war ausschlaggebend für das Ergebnis?

Meinert: Wir haben uns auf den Stil der Norwegerinnen vorbereitet. Gerade im Spielaufbau nutzt Norwegen viele lange Bälle und hat vorne mit Ada Hegerberg eine ganz klare Zielspielerin. Wir haben uns aber auch darauf vorbereitet, wie man gegen sie offensiv torgefährlich werden kann. Wir haben viele Torchancen auf beiden Seiten gesehen. Trotzdem haben wir über weite Strecken unsere Kompaktheit so gehalten, dass sie nicht zu ihrem Spiel gekommen sind und ihre Schnelligkeit nicht ausspielen konnten.

DFB.de: Wie bewerten Sie die defensive Stabilität in beiden Spielen? Es gab kein Gegentor. Was hat besonders gut funktioniert?

Meinert: Wir verteidigen als Team - und da geht es schon vorne los. Wir haben gute Anlaufzeitpunkte und erkennen, welche Räume wir schließen müssen. Wir stehen mit unserer Kette und den Sechserpositionen sehr, sehr kompakt, um uns immer gegenseitig helfen zu können. Das machen wir immer besser, das haben wir vor allem gegen Norwegen richtig gut gemacht.

DFB.de: Mit Larissa Mühlhaus und Jella Veit haben zwei U 23-Nationalspielerinnen ihr Debüt im A-Team gegeben. Wie gut funktioniert die Integration von jüngeren Spielerinnen, gerade von der U 23 in die A-Mannschaft?

Meinert: Sehr gut! Wir haben immer die Option, Spielerinnen aus der U 23-Nationalmannschaft zu uns hochzuziehen. Das nutzen wir auch, was wichtig ist. Beide sind zum Einsatz gekommen und haben das wunderbar gemacht. Wir sind sehr eng mit der U 23 verbunden, so dass wir auch wissen, dass diese Spielerinnen gut vorbereitet sind. Den Rest erledigt dieses Team, das die jungen Spielerinnen immer sehr schnell und gut aufnimmt. So hat man nie das Gefühl, dass sich jemand bei uns nicht wohlfühlt oder sich nicht gut auskennt. Das kommt über die Vereine, aber auch daher, dass wir eine gute Gemeinschaft sind und jeden und jede herzlich aufnehmen.

DFB.de: Gab es Dinge in beiden Spielen, die vom Trainer*innen-Team bewusst ausprobiert und die weiterentwickelt worden sind?

Meinert: Wir wollten vor allem weiterentwickeln: Ziel war es, dass wir Dinge mit einer größeren Selbstverständlichkeit umsetzen - sei es im Spielaufbau oder im Mittelfeldpressing. Wir legen Wert darauf, dass sich die Mannschaft so wohl fühlt, dass sie sich in bestimmten Situationen auch selbst helfen kann. Da haben wir auch einen Schritt nach vorne gemacht und lernen wir immer weiter - das macht die Mannschaft sehr gut. Daran wollen wir in diesem Jahr auch weiter anknüpfen.

DFB.de: Wie wichtig sind die beiden Auftakterfolge mit Blick auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien? 

Meinert: Sehr, sehr wichtig! Wir wollen Gruppenerster werden. Da sind wir auf einem guten Weg. Wir haben gegen Norwegen bestanden und wissen, dass wir auch gegen Österreich noch mal alles geben müssen, denn Österreich wird uns nicht zu drei Punkten einladen. Das werden schwierige Spiele. Aber wenn wir es so angehen wie gegen Slowenien und Norwegen, bin ich überzeugt, dass wir auch da erfolgreich sein werden.  

DFB.de: Wie groß ist die Vorfreude auf das Nachbarschaftsduell in Nürnberg?

Meinert: Die Vorfreude ist sehr groß! Generell sind Heimspiele für uns ein echtes Highlight. Wir hoffen, dass wir durch die beiden Siege ein paar Menschen eingeladen haben, sich die Partie live anzuschauen. Es ist ein Festtag, wenn wir zu Hause spielen. Wir hoffen, dass viele Fans aus und nach Nürnberg kommen, um gemeinsam einen großen Fußballabend mit uns zu erleben.

Tickets fürs Österreich-Spiel gibt's hier

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