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·19 de mayo de 2026

Schonungslose Analyse der Eintracht-Saison: Krösche mit harter Selbstkritik

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Wenn du in einer Saison zwei Trainer verbrauchst, dann weißt du, dass nahezu alles schief gelaufen ist. Genau das war bei Eintracht Frankfurt der Fall. Die Hessen schlossen die Bundesliga-Saison auf Rang acht ab, verpassten dadurch das internationale Geschäft und ihr Minimalziel.

Am Dienstagmittag bezog Sportvorstand Markus Krösche noch einmal Stellung zur abgelaufenen Spielzeit – und sparte dabei nicht an Selbstkritik. Der 45-Jährige machte keinen Hehl daraus, dass er mit vielen Entscheidungen daneben gelegen hat.


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"Wir haben keines unserer Ziele erreicht. Das ist meine Verantwortung. Ich habe einige Entscheidungen getroffen, die nicht so funktioniert haben", zitiert die Bild den SGE-Sportchef.

"Grundsätzlich kamen wir gut in die Saison, haben aber über die Monate Richtung Weihnachten keine Konstanz und Stabilität reinbekommen. Deshalb haben wir in der Liga und international zu wenige Punkte geholt", bilanzierte Krösche. Die Entscheidung, nach der Trennung von Dino Toppmöller erstmal auf Dennis Schmitt und Alex Meier als Interimslösung zu setzen, habe "nicht funktioniert". Das habe allerdings nicht am Duo gelegen, wie Krösche klarstellte: "Ich habe sie in eine Situation gebracht, in der sie kaum mit der Mannschaft arbeiten konnten."

Krösche wich für Riera von seinen Prinzipien ab

Anschließend kam Albert Riera, "der mit seinem Charakter und mit seiner Persönlichkeit viel mitgebracht hat", wie Krösche fortfuhr. "Im Menschen Albert Riera habe ich mich nicht geirrt. Ich habe ihn aber eher in eine Situation gebracht, in der er kaum eine Möglichkeit hatte, als Trainer aus dem Ausland erfolgreich zu sein."

Frankfurts Sportvorstand gestand, dass er bei Rieras Verpflichtung von seinen Prinzipien abgewichen war – das hat sich schlussendlich gerächt. "Das wichtigste Prinzip, das ich nicht beachtet habe, war, dass ich einen Trainer geholt habe, der die Liga nicht kennt", so Krösche. "Warum? Weil ich die Überzeugung hatte. Aber in diesem Fall war meine Überzeugung so stark, dass ich das Prinzip der Vorsicht vernachlässigt habe."

Abschied war nie ein Thema

Krösche verriet, dass die Krise starke Auswirkungen auf sein Wohlbefinden hatte. "Ich würde lügen, wenn ich was anderes sagen würde. Die letzten drei Monate habe ich nicht gut geschlafen. Ich bin sehr unzufrieden mit mir, das kann ich viel schwerer akzeptieren als wenn das Leute um mich rum machen."Ein Abschied kam für den 45-Jährigen allerdings nie infrage. "Ich bin keiner, der wegläuft", stellte er klar. "Man kann hinfallen, aber wichtig ist wieder aufzustehen. Jetzt wird alles daran gesetzt, die Fehler zu beheben und nächste Saison wieder die Qualifikation für Europa zu schaffen."

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