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·22 février 2026
2.Bundesliga: Paderborner Offensivspektakel gegen Hertha, Hannover patzt gegen Dresden

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·22 février 2026

Nach dem Spektakel zwischen Schalke 04 und dem FC Magdeburg, wurde der 23.Spieltag am Sonntag von drei Spielen abgerundet. Während der 1.FC Kaiserslautern seine sonst so schwache Auswärtsform etwas aufbesserte, machte der SC Paderborn die Aufstiegshoffnungen der Hertha quasi zunichte. Dynamo Dresden holte derweil einen Punkt bei Hannover 96.
Die erste Chance der Partie gehörte den Münsteranern: Nach einer Ecke kam Bouchama ziemlich zentral zum Abschluss, aber Julian Krahl konnte den Ball parieren (3.). Wenig später kamen auch die Gäste vom Betzenberg mal in Strafraumnähe und gleich wurde es brenzlig. Imad Rondic foulte Luca Sirch im Sechzehner und folgerichtig gab es Elfmeter für den FCK. Marlon Ritter nahm sich der Aufgabe an und versenkte links unten (9.).
Die Preußen wurden nach dem frühen Rückstand etwas besser. In Folge eines kurz gespielten Eckballs kam die Kugel flach in den Strafraum, wo Jannis Heuer den Ball behauptete und zum Ausgleich traf (21.). Das Aufbäumen der Gastgeber war aber nur von kurzer Dauer. Norman Bassett bediente im Zentrum Ritter, der per Direktabnahme die erneute Führung für die Lautrer besorgte (40.). In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs war es dann Bassette selbst, der eine Flanke von Joly einschädelte (45+1.).
Die ersten Minuten der zweiten Hälfte waren durchaus unterhaltsam. Bassette drang von rechts in den Strafraum ein und versuchte im kurzen Eck abzuschließen, setzte den Ball aber nur ans Außennetz (50.). Im Gegenzug testete Batista Meier Krahl, der den Abschluss allerdings parierte (52.).
Dennoch schafften die Preußen es nicht, sich weitere gute Chancen herauszuspielen. Zum frühen Beginn der Schlussphase brachte Verteidiger Rondic einen Kopfball auf das Tor, aber Krahl konnte das Spielgerät souverän unter sich begraben (77.). In der 87.Minute machte Heuer das Spiel nochmal spannend. Ein langer Ball gelangte über Umwege zum Innenverteidiger, der aus ca.5 Metern den Doppelpack schnürte (87.). Trotz der Schlussoffensive hielt die Defensive der Pfälzer stand und der FCK schleicht sich an die Spitzengruppe der Liga ran.
Die Paderborner brauchten einen Sieg, um weiter an der Spitzengruppe der Liga dranzubleiben und erwischten auch einen sehr guten Start. Fabian Reese versucht eine Seitenverlagerung der Gastgeber auf die linke Seite abzufangen, dabei fällt das Leder aber genau auf die Füße von Raphael Obermair, der nicht lange fackelt und scharf vor das gegnerische Tor flankte. Dort nahm Sebastian Klaas direkt ab und verwertete zum 1:0 (7.). Die Gäste aus der Hauptstadt hatten weiterhin große Probleme. Paderborn blieb gefährlich. Eine Ecke kam direkt auf Hertha-Keeper Tjark Ernst, aber im Gewusel vor ihm landete der Ball bei Tjark Scheller, der ihn über die Linie drückte (20.).
Etwas aus dem Nichts gelang den Berlinern der Anschlusstreffer. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte ging es schnell in Richtung Paderborner Tor. Die Kugel kam raus auf die linke Seite zu Marten Winkler, der das Tempo hochhielt und in der Mitte den in Position gelaufenen Luca Schuler bediente. Der vollendete mit der Hacke durch die Beine von SCP-Keeper Dennis Seimen (39.).
Die Hausherren blieben aber die spielbestimmende Mannschaft. Müller köpfte eine gute Flanke von Obermair knapp am Tor vorbei (44.), ehe Marino den Ball aus guter Position über das Tor setzte (45.). Getreu dem Motto „Alle guten Dinge sind drei“, war dann die dritte gute Chance drin. Über Marino kam das Leder in die gefährliche Zone, der den Abschluss suchte, der aber geblockt wurde. Der Ball kam jedoch zu Nick Bätzner, der zentral im Strafraum die Ruhe behielt und einnetzte (45+4.).
Stefan Leitl wechselte zur Pause dreifach. Unter Anderem kam Josip Brekalo rein, der auch kurz nach Wiederanpfiff fast einen Patzer von Seimen bestrafte, sich den Ball aber nur ins Toraus legte (48.). Wenig später zappelte der Ball wieder im Kasten der Hertha. Pascal Klemens beförderte den Ball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld ins eigene Tor. Allerdings zählte der Treffer aufgrund einer Abseitsstellung nicht (56.). Kurz darauf dann fast der Anschlusstreffer durch Reese, dessen abgefälschter Versuch aber an den Pfosten schepperte (59.).
Paderborn sorgte in der Folge aber für klare Verhältnisse. Mika Baur erzielte per Elfmeter das 4:1. Ernst hatte zwar die Ecke, aber trotzdem war der Strafstoß zu platziert. (65.). Drei Minuten später traf Raphael Obermair von der Strafraumkante, nachdem die Hintermannschaft der Berliner den Ball nicht geklärt bekam (68.). Aber auch die Hertha kam nochmal und nachdem Brekalo erst zu Beginn seines Einsatzes unglücklich war, verwertete er nun eine Flanke von Reese souverän am zweiten Pfosten (70.).
Dennoch war danach nun etwas die Luft raus. Am Ende steht ein verdienter 5:2-Sieg für den SCP und Herthas Chancen auf den Aufstieg schwinden immer weiter.
In Hannover machten die Dresdner Gäste in der Anfangsphase derweil vieles richtig. Trotz geringem läuferischen Aufwand unterband man das Aufbauspiel der Niedersachsen. Es brauchte erst einen sehr feinen Chipball von Noel Aseko über die letzte Kette, um zur ersten nennenswerten Chance zu kommen, aber der durchstartende Daisuke Yokota erreichte das Leder nicht mehr rechtzeitig (17.).
Aber offensiv kam von den Sachsen auch nicht viel. Zwar hatte man in der ersten halben Stunden einige Abschlüsse, von denen aber keiner wirklich gefährlich war. Kurz vor der Pause kam Hannover nochmal über rechts, Elias Saad bewegte sich mit Ball am Fuß in Richtung Tor, kam mit etwas Dusel durch, aber setzte seinen Abschluss dann klar über das Dresdner Gehäuse (42.).
Auch in der zweiten Hälfte kam vorerst wenig von den Hannoveranern. Nach knapp einer Stunde wurde es brenzlig. Im Strafraum fiel Yokota nach einem Zweikampf mit Alexander Rossipal, aber Schiri Martin Petersen entschied sich gegen den Strafstoß. Sehr zum Unmut von Trainer Christian Titz, der anschließend die gelbe Karte sah.
Hannover machte nun mehr und mehr für die Offensive, fand aber kein Durchkommen gegen die Kette der Dresdner. Saad setzte sich jedoch einmal durch und feuerte aufs Tor, wo Keeper Tim Schreiber aber mit einem tollen Reflex den Ball doch noch über das Gehäuse lenkte (62.). Der Schlussmann stand kurz darauf wieder im Mittelpunkt und hinderte Boris Tomiak am Führungstreffer (70.). Ebenjener Tomiak musste wenig später länger behandelt werden und wurde anschließend ausgewechselt. Auch deshalb gab es zwölf Minuten obendrauf. Immer wieder war es Schreiber, der Dynamo im Spiel hielt, auch Yokota fand kein Mittel gegen den Torwart (90+4.). Trotz verstärkter Offensivbemühungen in der zweiten Halbzeit hält Dresden die 0 und nimmt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf mit. Hannover hingegen spielt nach vier Siegen in Folge erstmals wieder Remis.
Preußen Münster – 1.FC Kaiserslautern 2:3
Tore: 0:1 Ritter (9.); 1:1 Heuer (21.); 1:2 Ritter (40.); 1:3 Bassette (45+1.); 2:3 Heuer (87.)
SC Paderborn – Hertha BSC 5:2
Tore: 1:0 Klaas (7.); 2:0 Scheller (20.); 2:1 Schuler (39.); 3:1 Bätzner (45+4.); 4:1 Baur (65.); 5:1 Obermair (68.); 5:2 Brekalo (70.)
Hannover 96 – Dynamo Dresden 0:0
Tore:









































