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·18 janvier 2026
"Brauchen keine Kampfansage machen": VfL bleibt auf dem Boden

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Bei den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Vereinsjubiläum der Aachener Alemannia hat der VfL Osnabrück den Partycrasher gespielt, mit 3:0 gewonnen und damit die eigenen Aufstiegsambitionen eindrucksvoll untermauert. VfL-Coach Timo Schultz haderte aber hinterher überraschend mit Doppeltorschützen Bryan Henning, wollte bewusst keine Kampfansage machen, gab aber ein klares Ziel für die Rückrunde aus.
Das Finale der Hinrunde lief für den VfL Osnabrück mit zwei Heimniederlagen gegen den SV Wehen Wiesbaden und den VfB Stuttgart II – zwischendurch wurde in Ulm noch gewonnen – alles andere als optimal. Umso größer war nun die Erleichterung bei den Niedersachsen am Samstagabend, als man sich in Aachen keine Blöße gab und gegen das "Geburtstagskind" letztlich souverän gewann. "Wir sind natürlich superglücklich über den Auftakt in die Rückserie. Es war ein verdientes 3:0", befand Timo Schultz hinterher, der seine Truppe in den ersten Minuten zwar "zu ängstlich und passiv" sah, spätestens nach dem 1:0 durch Bryan Henning (7.) aber einen ordentlichen Auftritt seiner Mannen verfolgen durfte.
Gerade Mittelfeldroutinier Henning, in der Hinserie nur sporadisch in der Startelf vertreten, wusste seine Bewährungschance insofern zu nutzen, dass er gleich zwei Treffer erzielte. Schultz sah dennoch Luft nach oben beim 30-Jährigen: "Es hört sich vielleicht ein bisschen doof an, aber eigentlich war ich mit seinem Spiel nicht wirklich einverstanden. Er kann gerade mit dem Ball viel mehr Ruhe und Klarheit reinbringen und mehr nachgehen in die Box. Da habe ich schon bessere Spiele von ihm gesehen", so der VfL-Coach, der sich aber schon für seinen Schützling über dessen ersten beiden Saisontore freute, weil sich Henning trotz seiner zuvor untergeordneten Rolle in jedes Training reinhänge und immer Vollgas gebe.
Vollgas gab bei der Alemannia auch Stürmer Robin Meißner, der die ersten beiden Treffer vorbereitete und das dritte (89.) schließlich noch selbst besorgte. "Was der die Bälle festmacht, wie der anläuft, welche Chancen er selber rausspielt und auflegt, sensationell. Ich bin mega froh, dass ich ihn in der Truppe habe und bin mit sicher, dass er in der Rückserie mehr Tore schießen wird als in der Hinserie", lobte Schultz und war lediglich mit dem späten Zeitpunkt des letzten Treffers nicht ganz einverstanden: "Hintenraus hätte ich mir mehr Arroganz von meiner Mannschaft gewünscht, das Ding früher schon zum 3:0 zu machen."
Aber auch so, der Auftakt in das Pflichtspieljahr 2026 ist den Niedersachsen gelungen, die nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses zu Hansa Rostock nicht auf den Relegationsrang klettern. Der Aufstieg soll es letztlich aber schon sein, so hatte es Lila-Weiß indirekt bereits verlauten lassen, auch wenn der Coach nun nicht nachlegen wollte: "Wir brauchen keine Kampfansage machen, wir sind Osnabrück. Ich weiß, dass ich eine geile Truppe habe, ich weiß dass wir eine geile Rückrunde spielen können", so Schultz, der zur Zielsetzung dieser Rückserie dann noch ein wenig konkreter wird: "Die soll besser sein als unsere Hinserie, das muss unser Anspruch sein und mal gucken, was am Ende bei herauskommt."


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