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VfL Osnabrück

·17 janvier 2026

Henning und Meißner als Partycrasher: VfL feiert klaren Auswärtssieg im Tivoli

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Zum Rückrundenauftakt trat der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag beim TSV Alemannia Aachen an. Beim Jubiläumsspiel der Gastgeber zeigte sich Bryan Henning bereits früh in der Partie in Torlaune und setzte somit den Grundstein für den ersten Auswärtssieg im neuen Jahr. Der Spielbericht.

In der Startelf des VfL schickte Cheftrainer Timo Schultz einige neue Namen im Vergleich zum letzten Ligaspiel von Beginn an auf den Rasen. Neben Neuzugang Julian Kania, der sein Pflichtspieldebüt für die Lila-Weißen feierte, standen auch Frederik Christensen, Yigit Karademir und Bryan Henning neu in der Anfangsformation. Bei den Gastgebern brachte Trainer Mersad Selimbegovic neben Neuzugang Petros Bagalianis vier weitere neue Spieler von Beginn an, die beim 125-jährigen Vereinsjubiläum für den dritten Heimsieg der Saison sorgen sollten.


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Eine lange Abtastphase gab es am Samstagnachmittag im Aachener Tivoli vor über 24.000 Zuschauern nicht. Bereits nach drei Minuten kamen die Gastgeber erstmals gefährlich vor das Osnabrücker Tor. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel von Torwart Lukas Jonsson kam der Topscorer der Aachener, Lars Gindorf, aus spitzem Winkel zum Abschluss im Strafraum. Der Schwede konnte seinen Fehler jedoch direkt mit einer starken Parade egalisieren (3‘). Auch der Nachschuss von Danilo Wiebe sorgte kurzzeitig für Unruhe, doch Osnabrück überstand diese Aktion unbeschadet – und schlug dann selbst eiskalt zu.

In der 7. Minute nutzte der VfL seine erste echte Offensivaktion direkt zur Führung. Robin Meißner setzte sich auf der rechten Seite energisch durch und brachte den Ball scharf von der Grundlinie in den Strafraum. Dort lauerte Bryan Henning, der die Hereingabe aus halbrechter Position per Direktabnahme im langen Eck versenkte und somit seinen ersten Saisontreffer erzielte (7‘). In der Folge übernahmen die Osnabrücker immer mehr Spielkontrolle und blieben vor allem über Umschaltmomente gefährlich. So traf Meißner aus ganz ähnlicher Position, aus der er den Führungstreffer vorlegte, wenige Augenblicke später das Außennetz (13‘). Aber auch die Aachener kamen weiterhin zu Abschlüssen, nutzten diese, wie in der 23. Minute, als Mika Schroers frei vor Lukas Jonsson zum Abschluss kam, auch dank starker Paraden des Schweden nicht (23‘).

Kurz vor der Pause setzte der VfL den nächsten Nadelstich. In der 40. Minute war es erneut Meißner, der diesmal auf der linken Seite Tempo aufnahm, bis zur Grundlinie durchzog und halbhoch in die Mitte flankte. Dort stand wieder Bryan Henning goldrichtig und drückte den Ball am ersten Pfosten ins kurze Eck zum 2:0 über die Linie (40‘). Damit feierte der 30-Jährige seinen ersten Doppelpack für den VfL. Fast wäre sogar noch das dritte VfL-Tor vor der Pause gefallen, doch Aachens Joel da Silva Kiala klärte einen Abschluss von Frederik Christensen spektakulär auf der Linie (45.+1‘).

Nach dem Seitenwechsel kamen beide Mannschaften unverändert aus den Kabinen. Die Gastgeber übernahmen mehr Ballbesitz und versuchten, Osnabrück tief in die eigene Hälfte zu drücken. Doch die Lila-Weißen standen wie in dieser Spielzeit gewohnt kompakt und setzten immer wieder gefährliche Konter. Der eingewechselte Tony Lesueur brachte nach gut einer Stunde frischen Schwung ins Umschaltspiel der Lila-Weißen.

Im etwas veränderten System der Lila-Weißen agierte Robin Meißner hinter der Sturmspitze und fühlte sich in dieser Position sichtlich wohl. In der 77. Minute hätte der 26-Jährige bereits alles klar machen können, als er nach einem Konter frei vor Olschowsky zum Lupfer ansetzte, der Aachener Keeper reagierte jedoch stark und parierte dank seines ausgestreckten linken Arms (77‘). Und auch Tony Lesueur hatte wenig später Pech, als ein Abschluss aus spitzem Winkel noch auf der Linie geklärt wurde (86‘). Auch die Alemannia kam in der zweiten Hälfte zwar vermehrt vor das Osnabrücker Tor, setzten das Spielgerät aber häufig über oder neben das Tor. Historisch wurde es im Aachener Tivoli aus Sicht des VfL in der 81. Spielminute. Denn mit der Einwechslung von Robert Tesche avancierte dieser zum zweitältesten Spieler der VfL Geschichte.

Dabei durfte der Routinier wenig später die endgültige Entscheidung in der 89. Minute feiern. Nach einem langen Ball von Bjarke Jacobsen setzte sich erneut Robin Meißner durch, legte sich die Kugel clever in die Mitte, schloss überlegt mit dem rechten Fuß ins linke Eck ab und konnte somit vor den rund 2.400 mitgereisten Osnabrücker Fans jubeln (89‘). Damit feierte die Leihgabe von Dynamo Dresden seine dritte Torbeteiligung im Spiel und setzte damit den Schlusspunkt der Partie. Mit dem sechsten Auswärtssieg der Saison grüßen die Lila-Weißen in der Auswärtstabelle nun von der Tabellenspitze. Von dieser ist man in der regulären Rangliste mit 35 Punkten nur drei Punkte entfernt.

Cheftrainer Timo Schultz zeigte sich nach Spielende am Mikrofon von Magenta Sport dank des Sieges sichtlich entspannt, hätte sich aber eine noch bessere Chancenverwertung seiner Mannschaft gewünscht: „Die ersten fünf, sechs Minuten haben wir die Aachener eingeladen, da waren wir nicht mutig genug. […] Hinten raus hätte ich mir, das hört sich doof an, aber ein bisschen mehr Arroganz von meiner Mannschaft gewünscht und das Ding schon früher zum 3:0 auszuspielen.“

Eine ähnliche Leistung würde der 48-Jährige dann sicherlich auch am nächsten Sonntag sehen, wenn man an der heimischen Bremer Brücke den TSV 1860 München empfängt (Anpfiff: 16:30 Uhr). Genau wie schon im Aachener Tivoli, in dem die mitgereisten VfL-Anhänger über 90 Minuten lang ihre Mannschaft lautstark unterstützten, werden die Lila-Weißen dann auch an der Bremer Brücke erneut sensationell supportet werden. Bereits über 14.000 Karten wurden für das erste Heimspiel im neuen Jahr verkauft. Wer also ebenfalls mit dabei sein möchte, sollte sich schnell seinen Platz im Online-Ticketshop sichern.

Tore: 0:1 (Henning 7‘), 0:2 (Henning 40‘), 0:3 (Meißner 89‘)

Aufstellungen: TSV Alemannia Aachen: Olschowsky – Scepanik, da Silva Kiala, Bagalianis, Wegmann (Wriedt 81‘) – Wiebe (Wagner 71‘), Ademi, Loune (Castelle 71‘) Schroers (Winter 86‘), Gindorf – Elekwa (Gaudino 71‘)

VfL Osnabrück: Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Jacobsen, Henning (Tesche 81‘), Christensen (Pröger 89‘), Kehl (Badjie 81‘) – Kania (Lesueur 62‘), Meißner (Riesselmann 89‘)


Text: Jendrik Greiwe Foto: Jonas Jürgens

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