FC Augsburg
·27 février 2026
Dahmen: "Das Sondertrikot ist sehr schön geworden"

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·27 février 2026

Mit einem späten 3:2-Erfolg beim VfL Wolfsburg bestätigte der FC Augsburg am vergangenen Wochenende seine aufstrebende Form. Anteil daran hatte auch Finn Dahmen, der in der Schlussphase einen gefährlichen Wolfsburger Konter vereitelte. Der 27-Jährige hat sich inzwischen als feste Größe im Tor der Fuggerstädter etabliert. Vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln sprach Dahmen über den historisch starken Rückrundenstart, die Zusammenarbeit mit Trainer Manuel Baum, das Fuggerstadt-Sondertrikot und seine Ambitionen in der Nationalmannschaft.
Finn, erstmal Glückwunsch zum Last-Minute-Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Wie lange habt ihr nach Abpfiff noch gefeiert? Gar nicht so lange. Wir mussten dann recht schnell zum Flieger. Aber du kannst dir vorstellen, dass die Stimmung während der Rückreise sehr gut war. Wir haben uns riesig gefreut und waren alle sehr erleichtert.
Schauen wir noch einmal auf das Spiel. Ihr habt eine sehr gute Startphase hingelegt, dann fiel kurz vor der Pause das erste Gegentor nach einer Ecke. Du warst danach ziemlich ungehalten. Warum? Standardgegentore sind immer ärgerlich. Wie du gesagt hast: Wir sind eigentlich super in die Partie gestartet. Wenn du dann so in Rückstand gerätst, ist das einfach sehr bitter. Aber wir können wirklich stolz darauf sein, wie wir danach reagiert haben. Wir lagen zweimal hinten und haben das Spiel am Ende doch noch gedreht.
Ihr habt jetzt 28 Punkte auf dem Konto und den besten Rückrundenstart der Vereinsgeschichte hingelegt. Warum läuft es in den letzten Wochen so rund? Es gibt viele Gründe. Zunächst haben wir momentan einen sehr klaren Plan, wie wir auf dem Platz agieren wollen – und dann spielt auch das Selbstvertrauen eine große Rolle. Mit jedem Sieg werden wir sicherer. Man entwickelt ein anderes Selbstverständnis und glaubt an sich, auch wenn man einmal in Rückstand liegt, so wie gegen Wolfsburg. Darüber hinaus haben wir in manchen Situationen vielleicht auch etwas mehr Spielglück als noch zu Saisonbeginn.
Thema Selbstvertrauen: War der Sieg gegen den FC Bayern dafür eine Art Initialzündung? Natürlich, dieses Spiel hat uns enorm beflügelt. Davor haben wir auch schon gute Leistungen gezeigt, aber die Ergebnisse haben gefehlt. Dort haben wir uns endlich belohnt. Man muss wirklich den Hut davor ziehen, was wir an dem Tag geleistet haben. Wir sind bislang auch die einzigen, die die Bayern geschlagen haben.
Manuel Baum ist inzwischen dein vierter Trainer beim FCA, allerdings der erste, der früher selbst Torhüter war. Macht sich das im persönlichen Umgang bemerkbar? Wir reden viel miteinander, vor allem über mannschaftstaktische Themen. Es ist nicht so, dass ich meine individuelle Leistung ständig mit ihm bespreche. Aber er versteht das Torwartspiel natürlich sehr gut. Ich arbeite sehr gerne mit ihm zusammen. Wir haben viel Spaß im Training und er stellt uns immer sehr gut ein.
Gibt es etwas, das er im Vergleich zu seinen Vorgängern anders macht? Jeder Trainer ist anders. Er ist sehr kommunikativ, sucht den Austausch mit den Führungsspielern und geht auf die Mannschaft ein. Er möchte uns bestmöglich einsetzen, hat unsere Stärken gut erkannt und nutzt sie. Das funktioniert momentan sehr gut und ich hoffe natürlich, dass es so weitergeht.
Am Freitag kommt der 1. FC Köln in die WWK ARENA – wieder ein Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Was habt ihr euch für die Partie vorgenommen? Köln darf man auf keinen Fall unterschätzen. Sie sind in der Bundesliga angekommen und haben einige starke Einzelspieler in ihren Reihen. Das hat man letzte Woche auch gegen Hoffenheim gesehen. Es wird ein echtes 50:50-Spiel, das wir natürlich wieder auf unsere Seite ziehen wollen.
Gegen Köln werdet ihr anlässlich des 500. Bundesliga-Spiels auch im Sondertrikot auflaufen. Du warst selbst beim Shooting des Fuggerstadt-Trikots dabei. Wie gefällt es dir? Ich finde, es ist sehr schön geworden. Da hat der Verein erneut tolle Arbeit geleistet.
Wie kam es dazu, dass du eines der Gesichter der Kampagne wurdest? Ich wurde einfach angefragt. Ich trage ja das Torwarttrikot, da gibt es nicht so viele Alternativen wie bei Feldspielern (lacht). Es war für mich nicht das erste Mal, dass ich so etwas gemacht habe. Ich hatte schon mehrere Shootings im Verein und in der Nationalmannschaft. Es macht Spaß und ist eine schöne Abwechslung.
Auf den Bildern sieht man dich in einem schicken brauen Anzug. Ist das dein Stil oder bist du sonst in der Freizeit eher legerer unterwegs? Das kommt ganz auf den Anlass an. Ins Training komme ich im Anzug natürlich nicht, da bin ich schon eher leger unterwegs. Aber wenn die Situation es hergibt, sage ich zum Anzug sicherlich nicht nein.
Interessierst du dich privat für Mode? Ich versuche mich gut anzuziehen und habe natürlich meinen eigenen Geschmack. Aber ich denke, in der Kabine gibt es definitiv andere Jungs, die in Mode deutlich mehr Zeit investieren und sich bei aktuellen Trends noch besser auskennen.
Hast du abseits des Platzes eine große Leidenschaft? Mich interessiert nicht nur Fußball, sondern viele andere Sportarten: Tennis, Tischtennis, Volleyball, Padel-Tennis – da bin ich für vieles zu haben. In der Kabine gibt es einige, die ähnlich ticken. Marius Wolf soll zum Beispiel im Pedal-Tennis sehr gut sein. Wir haben noch nicht gegeneinander gespielt, aber das kommt bestimmt noch.
Du bist jetzt das dritte Jahr hier in Augsburg. Wie wohl fühlst du dich in der Stadt? Sehr wohl. Ich habe mich schnell eingelebt, die Stadt gefällt mir sehr gut. Ich habe viele Freunde gefunden, fühle mich auch in der Kabine sehr wohl, und wir unternehmen als Mannschaft viel gemeinsam. Ich bin sehr happy hier.
Hast du einen Lieblingsort? Es gibt ein paar Cafés, in denen ich gerne bin – vor allem jetzt im Frühling, wenn das Wetter wieder schöner wird.
Zum Abschluss werden wir nochmal sportlich: Seit August wurdest du mehrfach für die Nationalmannschaft nominiert. Ist es dein großes Ziel, im Sommer bei der WM dabei zu sein? Es ist natürlich ein Traum, ganz klar. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich tagtäglich darüber nachdenke. Der Fokus liegt klar auf dem Verein. Selbstverständlich würde ich mich freuen, wenn im März vor der Länderspielpause wieder ein Anruf vom Bundestrainer kommt – und eine WM-Teilnahme wäre natürlich der Wahnsinn.
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