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·22 avril 2026
Ein Monat René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln: In der Offensive gibt es statistische Veränderungen, in der Defensive nicht

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Simon Bartsch
22 April, 2026
Spielerisch war die Begegnung gegen den FC St. Pauli alles andere als ein Leckerbissen. Am Ende hat der FC aber wieder einen Punkt eingefahren. Zwar ist die Statistik noch mit Vorsicht zu genießen, doch nach einem Monat René Wagner zeigen sich rein von den Zahlen schon Unterschiede.
René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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FC-Kapitän Marvin Schwäbe wirkte nach der Begegnung gegen den FC St. Pauli ein wenig ratlos. Er könne sich auch nicht erklären, warum man im Schlussdrittel keine Lösungen gefunden habe, so der Kölner Keeper. Tatsächlich war der Auftritt am Millerntor wohl einer der schlechteren in dieser Spielzeit. Und es dauerte nicht lange und in den Sozialen Medien kritisierten die ersten FC-Anhänger, dass sich durch den Trainerwechsel spielerisch wenig verändert habe. Die Begegnung in Hamburg war durchaus trostlos, Fans, Spieler und Verantwortliche hatten nach dem 3:1-Erfolg über Bremen auf mehr gehofft. Immerhin hatte René Wagner zuvor von einer Riesenchance bei den Kiezkickern gesprochen und meinte die Vorentscheidung im Kampf um die Klasse, die dem FC mit einem Sieg wohl gelungen wäre. Auch, wenn es gegen St. Pauli nicht unbedingt zu sehen war, hat sich durchaus etwas an der Spielweise der Kölner verändert.
Zumindest sprechen dafür die Zahlen – sofern diese nach drei Spieltagen unter René Wagner schon aussagekräftig sind. Tendenzen lassen sich aber allemal erkennen – vor allem in der Offensive. Unter Lukas Kwasniok kamen die Kölner auf einen durchschnittlichen xGoals-Wert von 1,4 pro Spiel, bei René Wagner liegt dieser mittlerweile bei 3. Die Qualität der Kölner Torchancen hat sich also wenn man so will verdoppelt. Vielleicht auch, weil sich die Anzahl der Torschüsse erhöht hat. Der FC versuchte es unter Kwasniok zwölf Mal pro Spiel, nun sind es 17 Abschlüsse. In den 27 Spielen zuvor hat sich der FC 17 Großchancen erspielt, bei Wagner waren es an den Spieltagen 28 bis 30 acht. Nur ließen die Geißböcke Gute aus. Die xGoals-Effizienz entsprach unter Kwasniok den geschossenen Toren, aktuell hinkt der FC dem xGoals-Wert von neun mit drei Treffern hinterher. Auffallend ist aber auch die Anzahl der Konter. Bei Kwasniok kamen die Geißböcke zu 24 Abschlüssen nach Kontern in 27 Spielen, nun sind es zehn in drei Partien.
Dabei ist der FC deutlich mehr auf Ballbesitz aus, auf Spielkontrolle. Dieser hat sich um zehn Prozent erhöht. Und das Spiel scheint nun deutlich intensiver zu sein. Der FC läuft deutlich mehr als unter Lukas Kwasniok, zieht mehr Sprints, mehr intensive Läufe an. In der Defensive sind in der Statistik noch keine großen Unterschiede zu erkennen. Der gegnerische xGoals-Wert ist nahezu der gleiche geblieben (1,6 : 1,8), die gefangenen Tore auch (beide 1,3). Auch die Bilanzen der prozentual gewonnenen Zweikämpfe (49% : 48%), der Anzahl der Foulspiele pro Spiel (je 8) und der gegnerischen Abschlüsse pro Spiel (13,5) ist exakt gleichgeblieben. Unterm Strich spielen die Kölner bislang kontrollierter, mit mehr Ballbesitz, dafür aber intensiver. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass in die Bilanz das Überzahl-Spiel gegen Bremen einfließt.









































