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·20 janvier 2026
Endspurt in der Champions League: Die To-dos der Bundesligisten am 7. Spieltag

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·20 janvier 2026

Die Champions League kehrt aus der Winterpause zurück. Nicht nur für die Bundesligisten beginnt nun die heiße Phase der Vorrunde.
Nur zwei Spieltage sind in der Ligaphase der Königsklasse noch offen. Die XXL-Tabelle der 36 Teilnehmer nimmt langsam Formen an, wer jetzt noch nicht genug Punkte für die Top-8 oder -24 gesammelt hat, muss sich sputen. Zwei deutsche Vertreter haben gute Karten, direkt ins Achtelfinale einzuziehen, während zwei weitere um einen Platz in den Play-offs kämpfen.
Der Rekordmeister marschiert nicht nur in der Bundesliga durch die Saison, auch in der Champions League war der FCB bisher kaum aufzuhalten. Einzig gegen Arsenal war man beim 1:3 in der zweiten Halbzeit klar unterlegen, alle anderen fünf Spiele gewannen die Münchener.
Mit einem Sieg gegen Außenseiter Royal Union St. Gilloise wäre der Einzug ins Achtelfinale auch rechnerisch perfekt, vorausgesetzt, nicht alle Teams zwischen Platz drei und neun gewinnen ihre Duelle. Gegen den belgischen Vertreter muss die Mannschaft mit einer kompakten Defensive rechnen, erst zwölf Gegentore kassierte der Tabellenführer bisher in der heimischen Liga.
Mit Gegnern, die sich auf die Abwehrarbeit besinnen, kennt sich der FCB jedoch aus. Es gilt daher, Geduld zu bewahren und angesichts der möglichen Achtelfinalqualifikation nicht in Hektik zu verfallen. Damit ist in der aktuellen Form allerdings auch nicht zu rechnen.

Foto: Getty Images
Von dem direkten Sprung in die Runde der letzten 16 träumt auch Borussia Dortmund. Derzeit liegen die Schwarz-Gelben mit elf Zählern auf Rang zehn, nur ein Punkt fehlt auf den achtplatzierten Atletico. Mit einem Sieg am Dienstagabend könnte man zudem bereits einen Konkurrenten aus dem Rennen kicken. Bei den punktgleichen Tottenham Hotspur geht Borussia Dortmund sogar als Favorit ins Rennen.
Denn während der BVB unter Niko Kovac zwar nicht brilliert, aber punktet, steckt der Europa-League-Sieger tief in der Krise. Platz 14 in der Liga, drei Niederlagen in Serie und ein angezählter Coach – im Norden Londons herrscht Chaos. Auch auf dem Rasen, denn ein wirkliches Muster ist bei den kopflosen Auftritten der Lilywhites selten zu sehen. Schafft es der BVB endlich mal wieder, über 90 Minuten Fokus und Passschärfe hoch zu halten, steht einem Auswärtssieg in London wenig im Wege.
Mit einem Sieg gegen Olympiakos Piräus stünde Bayer 04 Leverkusen bereits mit einem Bein in der Play-off-Runde. Zuletzt musste die Werkself in der Bundesliga jedoch zwei bittere Niederlagen gegen Stuttgart und Hoffenheim hinnehmen und ist nur noch Tabellensechster.
Gerade gegen die TSG fiel auf, dass die Hjulmand-Elf zwar viel Ballbesitz hat, daraus aber viel zu wenige klare Chancen kreiert. Angriffe werden zu häufig verschleppt, das Risiko eines entscheidenden Passes wird zu selten gesucht. Gegen das defensiv anfällige Olympiakos muss Bayer 04 wieder geradliniger in die Offensive spielen, häufiger den schnellen Weg in die Tiefe suchen. Helfen könnten dabei Stürmer Christian Kofane und Ideengeber Ibrahim Maza, die nach ihren Afrika-Cup-Reisen gegen Hoffenheim erst zur zweiten Halbzeit ins Spiel kamen.
Den Start in 2026 hatte man sich bei Eintracht Frankfurt ganz anders vorgestellt. Nach zwei Punkten und neun Gegentoren in drei Spielen musste Trainer Dino Toppmöller am Sonntag seinen Hut nehmen. Mit dem Interimsgespann aus Dennis Schmitt und Alexander Meier soll bei Qarabag Agdam die Chance auf das Weiterkommen in der Königklasse gewahrt werden.
In Aserbaidschan muss die SGE gewinnen, um die Top-24 nicht aus den Augen zu verlieren. Bisher sammelten die Adlerträger erst vier Punkte, beim Außenseiter müssen die nächsten drei folgen. Zwar sammelte Qarabag bereits sieben Zähler, bleibt gegen die hochveranlagte Eintracht-Elf jedoch der klare Außenseiter.

Foto: Getty Images
Für die Spieler heißt es nun, nach dem Fehlstart ins neue Jahr und dem Trainerwechsel eine Reaktion zu zeigen. Nach der Entlassung Toppmöllers müssen sich alle Akteure neu beweisen. In Frankfurt hofft man, dass so vor dem wichtigen Auswärtsspiel die letzten paar Prozente herausgekitzelt werden können.
Dienstag, 20. Januar
Tottenham – Borussia Dortmund (21 Uhr, Prime)
Olympiakos – Bayer 04 Leverkusen (21 Uhr, DAZN)
Mittwoch, 21. Januar
Qarabag – Eintracht Frankfurt (18.45 Uhr, DAZN)
FC Bayern – Royal Union St. Gilloise (21 Uhr, DAZN)









































