DFB-Frauen
·20 mars 2026
FC Bayern baut Siegesserie vor Essener Top-Kulisse aus

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Die Siegesserie des FC Bayern München in der Google Pixel Frauen-Bundesliga setzt sich nahtlos fort. Der Titelverteidiger und souveräne Tabellenführer gewann zum Auftakt des 21. Spieltages bei der abstiegsbedrohten SGS Essen 5:0 (2:0) und machte damit bereits den 17. Dreier nacheinander perfekt. Vom erneuten Gewinn der Deutschen Meisterschaft ist das Team von Trainer José Barcala maximal noch acht Punkte entfernt.
Vor 4843 Zuschauer*innen im Stadion an der Hafenstraße, die der SGS eine neue vereinsinterne Rekordkulisse bescherten (bisher 4642 Fans), stellten Pernille Harder (4.) und die frühere Essenerin Linda Dallmann (9.) schon früh die Weichen auf Sieg. Unmittelbar vor dem zweiten Treffer hatte außerdem SGS-Spielführerin Jacqueline Meißner wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen (8.). In der zweiten Halbzeit schraubten erneut Pernille Harder (68., Foulelfmeter) sowie beiden eingewechselten Natalina Padilla-Bidas (71.) und Edna Imade (88.) das Ergebnis weiter in die Höhe.
Schon in gut zwei Wochen werden die beiden Teams bereits zum dritten Mal in der laufenden Spielzeit aufeinandertreffen, dann allerdings in München. An Ostermontag, 6. April (ab 15.30 Uhr, live bei Sky) trifft der FC Bayern im Halbfinale des DFB-Pokals am heimischen Campus erneut auf die SGS.
"Es war nicht alles optimal, aber muss man auch gegen einen Gegner in Unterzahl erst einmal fünfmal treffen", sagte Nationalspielerin Linda Dallmann, die nur einen Tag zuvor ihren Vertrag beim FC Bayern um ein weiteres Jahr verlängert hatte. "Nach der frühen Roten Karte ist es für uns fast schwieriger geworden, weil Essen noch tiefer stand und sich mehr oder weniger um den eigenen Strafraum positioniert hat. Dennoch haben wir deutlich gewonnen und können mit den fünf Toren zufrieden sein. Ich hoffe, dass die SGS noch den Klassenverbleib schafft. Ich konnte dort gut reifen und habe dem Verein viel zu verdanken."
Essens Außenverteidigerin Beke Sterner erklärte: "Trotz der klaren Niederlagen können wir viel Positives mitnehmen. Wir haben es den Bayern in Unterzahl schwer gemacht. Wenn wir daran anknüpfen, dann werden wir in den verbleibenden Spielen gut punkten."
Ihre Mitspielerin Laura Pucks meinte: "Nach der Anfangsphase war klar, dass wir viel hinterlaufen müssen. Die kämpferische Leistung hat gestimmt. Wir werden auch in den nächsten Wochen alles reinhauen."
SGS-Cheftrainerin Heleen Jaques nahm im Vergleich zum 0:4 bei der TSG Hoffenheim drei Veränderungen in ihrer Anfangsformation vor. Für Lena Ostermeier, die angeschlagen passen musste, sowie Natasha Kowalski und Leonie Köpp (beide Bank) starteten Kapitänin Jacqueline Meißner in der Abwehr, Shari van Belle im Mittelfeld und die etatmäßige Innenverteidigerin Laura Pucks überraschend als Mittelstürmerin.
Neben Lena Ostermeister sowie den langzeitverletzten Lilli Purtscheller, Jette ter Horst und Mailin Tenhagen mussten auch Stammtorhüterin Kim Sindermann und Offensivspielerin Kassandra Potsi, die nach dem Saisonende zum FC Bayern wechseln wird, verletzungsbedingt passen.
Beim FC Bayern rückten gegenüber dem 3:0 beim1. FC Köln die beiden Nationalspielerinnen Giulia Gwinn und Franziska Kett sowie Vanessa Gilles für Stine Ballisager, Magdalena Eriksson und Barbara Dunst neu in die Startelf. Weiterhin nicht zurückgreifen konnte FCB-Cheftrainer José Barcala auf Sarah Zadrazil, Lena Oberdorf (beide Kreuzbandriss), Alara Şehitler (Kreuzband-Teilruptur), Klara Bühl (Muskel-Sehnenverletzung), Jovana Damnjanović (Überlastungsbeschwerden) und Katharina Naschenweng (Kapselbandverletzung). Außerdem ist Momoko Tanikawa mit der japanischen Nationalmannschaft bei der Asienmeisterschaft im Einsatz.
Die Partie nahm schon in der Anfangsphase ihren erwarteten Verlauf. Gleich die erste gefährliche Offensivaktion führte zur 1:0-Führung der Gäste. DFB-Kapitänin Giulia Gwinn flankte von der rechten Seite und fand in der Mitte Pernille Harder, die per Direktabnahme zum 0:1 (4.) vollendete. Für die Dänin war es der 13. Saisontreffer.
Nur wenige Minuten später lief Franziska Kett nach einem Steilpass von Georgia Stanway alleine auf das Essener Tor zu und wurde von Jacqueline Meißner regelwidrig gestoppt. Die Essener Routinierin sah wegen der Notbremse folgerichtig die Rote Karte (8.). Doppelt bitter für die SGS: Der folgende Freistoß führte zum schnellen 0:2 (9.). Die gefühlvolle Hereingabe von Carolin Simon leitete Vanessa Gilles mit einem Kopfball weiter, so dass Linda Dallmann die Kugel aus kurzer Entfernung ebenfalls per Kopf nur noch über die Linie drücken musste.
Essens Trainerin Heleen Jaques reagierte mit einer Umstellung auf den Platzverweis und beorderte Laura Pucks auf ihre angestammte Position in der Innenverteidigung zurück. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs verstand es ihre Mannschaft trotz der Unterzahl deutlich besser, nicht mehr allzu viele Tormöglichkeiten der deutlich überlegenen Münchnerinnen zuzulassen. Zweimal hatte noch Linda Dallmann den dritten Treffer auf dem Fuß. Einmal klärte Laura Pucks kurz vor der Linie, außerdem landete ein abgefälschter Abschluss der Nationalspielerin auf dem Tornetz.
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zwang Bayern-Mittelfeldspielerin Arianna Caruso die Essener Torhüterin Luisa Palmen mit einem Kopfball nach einer Linksflanke von Carolin Simon zu einer Glanzparade. Mit einer starken Reaktion lenkte Luisa Palmen den Ball über die Latte.
Insgesamt nahm der Druck der Gäste wieder zu, fast im Minutentakt ergaben sich gute Möglichkeiten. Unter anderem traf Linda Dallmann den Pfosten, einmal retteten die Essenerinnen auf der Torlinie. Für das 0:3 (68.) sorgte erneut Pernille Harder, die einen Foulelfmeter souverän verwandelte. Zuvor war die FCB-Angreiferin von der eingewechselten Maike Berentzen im Strafraum zu Fall gebracht worden. Mit ihrem 14. Saisontreffer übernahm Pernille Harder zumindest vorerst die alleinige Führung in der Torjägerinnenliste.
Nur drei Minuten später glänzte Caron Simon erneut als Vorbereiterin. Ihre Linksflanke beförderte die erst kurz zuvor eingewechselte Natalia Padilla-Bidas zum 0:4 (71.) ins Netz. Den Schlusspunkt zum 0:5 (89.) setzte schließlich mit Edna Imade eine weitere Einwechselspielerin. Nach einer Kopfballvorlage von Stine Ballisager war die spanische Nationalspielerin ebenfalls per Kopf erfolgreich und erzielte bei ihrem erst fünften Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse bereits ihr drittes Tor.









































