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·22 mars 2026
FC Erzgebirge Aue: Nach Wembley-Tor in Richtung 4. Liga

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·22 mars 2026

„.Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“ – die alte Fußball-Weisheit hat den FC Erzgebirge Aue im Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim mit voller Wucht getroffen. War es in den zurückliegenden Wochen vornehmlich Unvermögen, was dem FC Erzgebirge die Punkte gekostet hat, so hatten die Veilchen am Samstag riesiges Pech nach zwei strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen.
Den Siegtreffer der Mannheimer erzielte Terrence Boyd in der 90. Minute, ein echtes Wembley-Tor. Gefühlt vor dem Fernseher und im Stadion war der Ball tatsächlich drin, in der Seitenlupe hat sich aber gezeigt, dass das Leder nicht im vollen Umfang hinter der Linie war.
Schiedsrichter Timon Schulz musste ohne Zeitlupe entscheiden. Genau wie sein Assistent der Linie zeigt der Referee sofort zum Mittelpunkt. Einer VAR-Prüfung (die es in der 3. Liga) nicht gibt, hätte der Treffer vermutlich nicht standgehalten.
Das 1:2 aus Sicht der Sachsen war umso bitterer, als zuvor die vermeintliche Führung der Veilchen aberkannt worden war. Marcel Bär stand bei seinem Treffer, so die Entscheidung des Linienrichters, im Abseits. Es war eine Millimeter-Sache, die einer VAR-Prüfung höchstwahrscheinlich nicht standgehalten hätte.
Absurd und verstörend war das Statement von Aue-Trainer Christoph Dabrowski nach der Partie. „Das sehe ich von 80 Metern, dass der Ball nicht hinter der Linie ist! Ich bin fassungslos. Da fehlt mir jegliches Verständnis. Ich brauche mir den Scheiß nicht mehr angucken! […] Der Schiedsrichter soll es sich angucken und sich bewusst machen, worum es geht. Ich habe ihn gefragt, wie alt er ist und ob er berechtigt ist, ein Drittliga-Spiel zu pfeifen. Ich muss aufpassen, dass es nicht respektlos wird“, so der Erzgebirge-Coach mehr als respektlos.
Wer in Aue „Benachteiligung“ schreit, hat die Fußball-Wahrheit nicht im Blick. Der FC Erzgebirge ist nicht im Carl-Benz-Stadion abgestiegen. Die Veilchen haben in diesem Jahr noch kein einziges Spiel gewonnen. Unter dem neuen Coach Christoph Dabrowski wurden nur zwei Zähler geholt. Aue ist auf den drittletzten Tabellenplatz gerutscht und hat nur noch theoretische Chancen auf den Verbleib in der 3. Liga.









































