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1. FSV Mainz 05

·21 juillet 2026

FSV trauert um Carlo Storck

Image de l'article :FSV trauert um Carlo Storck

Der 1. FSV Mainz 05 trauert um eine seiner größten Persönlichkeiten der 1960er Jahre. Carlo Storck, Abwehrchef, zeitweise Mannschaftskapitän, Leistungsträger mit enormer Konstanz von 1960 bis 1970, verstarb am vergangenen Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren.

Carlo Storck kam 1959 als 21-Jähriger von Germania Bieber als Halbstürmer (im damaligen WM-System vergleichbar mit der heutigen Position von Paul Nebel, jedoch hinter drei Spitzen) in die Oberliga, drängte sich in der Offensive aber nur gelegentlich auf. Der Durchbruch gelang ihm im Herbst 1960 als nicht allzu schneller, aber im Stellungsspiel und Zweikampf exzellenter Innenverteidiger. Meist als Manndecker, hin und wieder im defensiven Mittelfeld, ab 1961 auch hinter der Abwehr, war Storck jahrelang eine Stütze der Mannschaft. 1965 wurde er Norbert Liebecks Nachfolger als Libero – indirekt: Wegen langwieriger Leistenprobleme verpasste der inzwischen routinierte Stammspieler die Hinrunde fast komplett, aber von der Rückrunde an war er unumstritten und blieb es jahrelang. Von Januar 1966 bis Dezember 1969 verpasste Storck nur ein einziges Spiel.


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Der neue Trainer Erich Gehbauer beendete Anfang 1970 die Karriere des inzwischen fast 32-jährigen. Storck war über seinen Zenit hinaus, hatte im Februar schon einmal wegen einer Verletzung gefehlt. Beim 2:3 gegen den FV Speyer Ende März wechselte Gehbauer den Libero direkt nach dem 0:2 in der 17. Minute aus; im restlichen Saisonverlauf wurde der damalige 05-Rekordspieler noch hin und wieder im Mittelfeld eingesetzt, aber nie wieder auf seiner alten Position.

Im Sommer 1970 war er einer von mehreren alten Leistungsträgern, die keinen neuen Vertrag mehr bekamen. Bis dahin hatte Carlo Storck in 306 Spielen für die Mainzer 19 Tore geschossen und eine viel größere Zahl an Gegentoren verhindert; nur zehn Feldspieler (unter ihnen Stefan Bell als einziger Aktiver) trugen das 05-Trikot häufiger als er, ein Elfter ist momentan weit und breit nicht in Sicht.

Die Gedanken des gesamten Verein sind bei Carlos Familie und Freunden.

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