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·20 juin 2026
Fünf Clubs, ein Ziel – Wie gut passt Said El Mala zu den interessierten Teams der Premier League?

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Erik Stalleicken
20 Juni, 2026
Die Zukunftsplanung läuft bereits auf Hochtouren. Nach dem geplatzten Wechsel zum FC Brentford, bringen sich nun die nächsten englischen Teams in Stellung.

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Eigentlich schien der Abschied des Youngsters schon perfekt zu sein. Brentford bot dem FC eine Ablöse in Höhe von 45 Millionen Euro plus realistisch erreichbaren Boni bis zu fünf Millionen Euro. Zusätzlich hätten die Kölner eine Weiterverkaufsbeteiligung erhalten. Thomas Kessler akzeptierte das Angebot und alles deutete auf einen Abgang hin. In den sozialen Medien verabschiedeten zahlreiche Fans bereits ihren Shootingstar, doch die El-Mala-Seite ließ den Deal platzen. Jetzt sollen sich einige weitere Premier League-Teams mit einer Verpflichtung des 19-Jährigen auseinandersetzen. Als Interessenten werden Newcastle United, der FC Chelsea, der FC Liverpool, Nottingham Forest und Tottenham Hotspur gehandelt.
Dass so viele englische Vereine sich um den Youngster bemühen, ist kein Zufall. El Malas Profil scheint wie gemacht für die Premier League. Neben seiner immensen Geschwindigkeit, besonders mit dem Ball, verfügt der Krefelder über eine für einen Flügelspieler seltene Physis. Mit seiner Größe von 1,87 Meter, dürfte die härtere Gangart auf der Insel den 19-Jährigen nicht vor besondere Probleme stellen. In dieser Saison bewies er mehrfach seine Durchsetzungsfähigkeit im körperlichen Eins-gegen-Eins mit vielen Bundesligaverteidigern. Neben der sportlichen Komponente bleibt aber eben auch die finanzielle. Abgesehen vom FC Bayern, wird wohl kein deutscher Verein in der Lage sein, die geforderten 50 Millionen Euro für den Dribbler auf den Tisch zu legen. Somit rückt nach jetzigem Stand ein Wechsel zum BVB in weite Ferne. In England dürfte das finanzielle Paket für keinen Verein zum Problem werden. Besonders spannend ist hierbei, dass vier der fünf genannten Vereine dringenden Bedarf auf dem linken Flügel haben.
Die Spurs stehen nach einer desaströsen Saison vor einem großen Umbruch. Nach dem Fast-Abstieg möchte man den Klub kernsanieren und schaut sich bereits intensiv auf dem Transfermarkt um. Dabei ist den Nord-Londonern wohl Said El Mala ins Auge gestochen. Trainer Roberto De Zerbi soll ein großer Fan des 19-Jährigen sein. Tottenham spielte unter dem Italiener zum Saisonende in einem 4-2-3-1-System. Da Wilson Odobert mit einem Kreuzbandriss noch lange ausfällt, verbleibt den Spurs ein einziger nomineller linker Flügel, der 18-jährige Leihrückkehrer Mikey Moore. Daher wurden neben El Mala auch schon einige andere Namen mit den Londonern in Verbindung gebracht. Beispielsweise Savinho von Manchester City oder auch Cody Gakpo vom FC Liverpool, die preislich in eine ähnliche Kategorie wie der Deutsche fallen dürften. In England mehren sich Gerüchte, dass es schon die ersten Kontakte gegeben habe.
Mit dem FC Chelsea befindet sich ein weiterer Londoner Club auf Suche nach einer Verstärkung für Linksaußen. Alejandro Garnacho und Jamie Gittens stellten sich im Verlauf dieser Saison als Flops heraus, sodass man dringenden Bedarf auf dem linken Flügel sieht. Dabei gibt es aber einen Haken. Xabi Alonso wird zur neuen Saison der Cheftrainer der Blues. Das Problem: In seiner Zeit bei Bayer Leverkusen spielte der Spanier meist mit einem 3-4-2-1, ohne echten Flügel sondern mit Halbraumzehnern. Der FC spielte unter Lukas Kwasniok zwar recht häufig mit der selben Formation, die Flügel standen jedoch deutlich breiter als es bei den Leverkusener Offensivspielern üblich war. Da El Mala aber ohnehin den Weg nach innen sucht, könnte sich diese Umstellung aber auch als Vorteil entpuppen.
Für rund 80 Millionen Euro verlässt Anthony Gordon Newcastle United in Richtung Barcelona. Auch Newcastle hat durch diesen Verkauf mit Harvey Barnes nur noch einen nominellen Linksaußen im Kader. Coach Eddie Howe lässt seine Mannschaft meist in einem offensiven 4-3-3 spielen. Als inverser Flügel könnte El Mala seinen Zug zum Tor ideal ausspielen und Gordons Abgang auffangen. Die Magpies wurden aber auch mit weiteren Flügelspielern in Verbindung gebracht. Demnach sehen sie beispielsweise Bazoumana Touré und Cody Gakpo als Alternativen. Zuletzt scheiterte ein Transfer von Víctor Muñoz von Osasuna, da Liverpool den Deal kurz vor Schluss kaperte.
Somit könnte man meinen, dass der LFC die Baustelle auf dem linken Flügel geschlossen hat. Doch die Reds haben offenbar noch nicht genug. Ganz oben auf der Liste steht wohl Yan Diomande von RB Leipzig. Mit einer ersten Offerte von 90 Millionen Euro und zehn Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen, ist man bei den Leipzigern umgehend abgeblitzt. Ein nächstes Angebot von rund 120 Millionen Euro wird wohl vorbereitet. Sollte auch dieses abgelehnt werden, rückt eventuell Said El Mala in den Fokus des LFC. Aktuell scheint ein Transfer des 19-Jährigen aber keine Priorität zu haben.
Und dann ist da noch Nottingham Forest. Der Traditionsverein dürfte aber nicht gerade die besten Karten im Buhlen um den 19-Jährigen haben. Mit Callum Hudson-Odoi sind die Tricky Trees eigentlich auf der linken Seite gut aufgestellt. Der dreimalige Nationalspieler Englands ist zurzeit verletzt, wird aber noch in der Vorbereitung wieder zur Verfügung stehen. Hudson-Odoi hat noch zwei Jahre Vertrag und aktuell gibt es keine Anzeichen, dass es früher zu einem Abschied kommen würde. Zudem würde ein Wechsel in den Norden Englands nicht den ganz großen Sinn machen, wenn El Mala denn wirklich nach höherem als Brentford strebe. Der Club hat so gerade die Klasse gehalten. Finanziell dürfte der Transfer für Nottingham genauso wie für alle andere Teams stemmbar sein.
Bisher ist noch kein neues Angebot beim 1. FC Köln eingetroffen. Stand jetzt ist also ein Wechsel zu keinem dieser Teams konkret. Zusätzlich ist fraglich, ob alle genannten Vereine bereit wären, Saids älteren Bruder Malek El Mala, ebenfalls zu verpflichten. Dies könnte womöglich zu einem entscheidenden Faktor im Poker um das Talent werden. Am finanziellen Gesamtpaket dürfte ein Transfer nach England aber nicht scheitern.







































