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·22 février 2026
"Mehr Drecksack sein!": Leipzig wütet nach Remis gegen Dortmund

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·22 février 2026

Bereits wenige Minuten vor der Halbzeit konnte RB Leipzig auf die zwischenzeitliche 2:0-Führung erhöhen. Alles deutete auf einen überraschend ungefährdeten Heimsieg gegen Borussia Dortmund hin, während die Gäste bis dahin so gut wie gar keine Torgefahr ausstrahlen konnten.
Doch anstatt den Sack vorzeitig zu zu machen und die weiteren Torchancen zu nutzen, gab RBL in der zweiten Halbzeit die Führung aus der Hand. Erst musste das Eigentor von Romulo (50. Minute) hingenommen werden, ehe Fabio Silva in der späten Nachspielzeit den Ausgleich zum finalen 2:2-Endstand erzielen konnte.
"Einstellungstechnisch kann ich den Jungs gar nichts vorwerfen. Dennoch gibt es natürlich Dinge, die wir besser machen können und müssen. Auch mal cleverer sein in manchen Aktionen, auch mal nicht den Abschluss nehmen, sondern den Ball halten", begann Doppeltorschütze Christoph Baumgartner anschließend bei Sky mit der Fehleranalyse (via kicker).
Angesichts von 18 verspielten Punkten nach eigenen Führungen könne es durchaus sein, "dass ein gewisses Nachdenken beim ein oder anderen einsetzt", so Baumgartner weiter. Trotzdem zeigte er sich sehr frustriert über den ausgebliebenen Heimsieg: "Wir dürfen aber jetzt nicht nach Ausreden suchen und müssen eher dahinkommen, dass wir an solchen Tagen auch mal das 3:0 noch erzielen. Dann ist das Spiel auch vorbei."
Die Mannschaft müsse "bessere Entscheidungen treffen", resümierte ein ebenfalls sehr enttäuschter Ole Werner. "Wie etwa kurz vor dem Dortmunder Tor, dem eine vielversprechende Situation von uns vorausgeht und wir Richtung Eckfahne gehen, Zeit oder einen Freistoß herausholen müssen. Wir gehen aber nochmals aufs Tor in einer Situation, die nicht sehr vielversprechend ist."

Die Enttäuschung war den Gastgebern ins Gesicht geschrieben / picture alliance/GettyImages
Dennoch wolle er dem Team keinen grundsätzlichen Vorwurf machen. "Es reicht nicht für drei Punkte, weil du einfach am Ende des Tages zu grün hinter den Ohren bist", vermutete er den Knackpunkt in einer wohl noch fehlenden Abgebrühtheit. An dieser Stelle müsse aber eine Entwicklung erfolgen, "weil unser Anspruch muss sein, aus solchen Spielen mehr zu holen".
Noch weitaus deutlicher als Baumgartner und Werner wurde David Raum. "Ich bin schwer enttäuscht, richtig wütend und sauer, wie wir das Spiel wieder herschenken", wollte er sich erst gar nicht in die Suche nach möglichen Erklärungen begeben. Es sei "einfach zu wenig" gewesen, um die Führung ins Ziel zu bringen. "Es ist ja nicht das erste Mal. Klar, ein Standardtor kannst du immer kriegen. Wir sind aber oft hintenraus nicht reif genug. Wir müssen da mehr Drecksack sein, wir müssen unser Ego hinten anstellen", lautete sein Fazit.
Angesichts solcher aus der Hand gegebenen Führungen seien schlussendlich auch "unsere Ziele gefährdet", thematisierte Raum auch die anvisierte Qualifikation für die Champions League.
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