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·11 juillet 2026

Nach Aus im Achtelfinale! Morddrohungen verhindern Heimreise von WM-Fahrer

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Das dramatische Achtelfinal-Aus der kolumbianischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft hat schockierende Konsequenzen nach sich gezogen. Nach der Niederlage gegen die Schweiz steht Stürmer Jaminton Campaz im Zentrum heftiger Anfeindungen. Weil er und seine Familie im Netz massiv bedroht wurden, hat der Profi seine Rückkehr in die Heimat aus Sicherheitsgründen vorerst verschoben.

Kolumbien musste sich der Schweiz letztlich mit 3:4 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Obwohl Campaz seinen eigenen Elfmeter sicher verwandelte, machten ihn viele Fans für das Turnierende verantwortlich. Der Grund dafür liegt in der zweiten Hälfte der Verlängerung: Nach einem schweren Fehler des Schweizer Kapitäns Granit Xhaka tauchte Campaz frei vor BVB-Keeper Gregor Kobel auf. Der Stürmer vergab diese Riesenchance zur Führung.


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Aufgrund der darauffolgenden Morddrohungen trat Campaz die Heimreise in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá gar nicht erst an. Die aktuelle Situation weckt in Kolumbien düstere Erinnerungen an die WM 1994: Damals wurde der Verteidiger Andrés Escobar nach einem folgenschweren Eigentor gegen die USA nach seiner Rückkehr in Medellín ermordet.

Campaz selbst meldete sich zwei Tage nach dem Ausscheiden auf Instagram zu Wort und rief zu Besonnenheit auf: „Mein Kolumbien, bitte lasst uns den Respekt niemals aus den Augen verlieren. Wir mögen unterschiedlich denken oder Frustration und Traurigkeit empfinden, aber keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst.“

Nun hat sich auch der kolumbianische Fußballverband (FCF) zu den Vorfällen geäußert. Neben der Forderung nach zügigen Ermittlungen, um die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen, bezog der Verband in einem offiziellen Statement unmissverständlich Stellung:

„Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, weil er sein Land auf der sportlichen Bühne repräsentiert. Fußball muss ein Ort der Einheit, des Respekts und der Hoffnung sein – niemals ein Schauplatz von Hass, Einschüchterung oder Gewalt.“


📸 Alex Grimm - 2026 Getty Images

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