OneFootball
Lennard Bacher·25 avril 2026
In partnership with
Yahoo sportsOneFootball
Lennard Bacher·25 avril 2026
Am vergangenen Samstagabend machte der deutsche Rekordmeister die Hiobsbotschaft offiziell: "Der FC Bayern muss für längere Zeit auf Serge Gnabry verzichten. Der Offensivspieler hat sich einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zugezogen", verkündeten die Münchener kurz und präzise über ihre eigenen Kanäle.
Die Verletzung des in dieser Saison über weite Strecken sehr formstarken Offensivspielers ist dabei in dreifacher Hinsicht bitter. Zum einen fehlt er den Bayern in der heißen Phase des DFB-Pokals und der Champions League. Zum anderen zog sich der 30-Jährige die Verletzung anscheinend beim Elfer-Training vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart und nicht in einem Pflichtspiel zu.
Der dritte Grund ist in diesem Jahr selbstverständlich die anstehende WM. Serge Gnabry war unter Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Startelf gesetzt und hätte auch bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko aller Voraussicht nach eine wichtige Rolle gespielt. "Der Traum ist für mich leider vorbei", bestätigte der Bayern-Star wenige Tage nach seiner Verletzung.
📸 Alexander Hassenstein - 2026 Getty Images
Offen ist nun, wer den Bayern-Star in der DFB-Startelf im Sommer ersetzen kann und wer sich den wahrscheinlich offenen Kaderplatz für das Turnier sichert. Nachdem Gnabry zuletzt eigentlich immer als relativ flexibler offensiver Mittelfeldspieler aufgestellt wurde, liegt besonders nahe, dass Flo Wirtz, zuletzt immer als linker Offensivspieler unterwegs, und Jamal Musiala in der Offensive wirbeln werden. Doch wer rückt für Gnabry in den Kader nach?
Nachdem die Personalie in den vergangen Monaten bereits hoch und runter diskutiert wurde, muss hier ein Name sofort fallen: Said El Mala. Der Kölner Superstar durfte im vergangenen Herbst nach seinem überragenden Saisonstart das erste mal mit der A-Nationalmannschaft mitreisen, wurde aber bei der letzten Länderspielpause im März von Julian Nagelsmann nicht berücksichtigt.
Statt den Kopf hängen zu lassen, sorgte El Mala in den vergangenen Wochen aber wieder für jede Menge Ausrufezeichen auf dem Platz. Sowohl im Derby gegen Gladbach als auch beim wichtigen 3:1-Heimerfolg gegen den SV Werder Bremen traf der Youngster für den FC. Seit der Entlassung von Lukas Kwasniok spielte der Silber-Gewinner der Fritz-Walter-Medaille bei den Kölner zudem immer von Anfang an, statt sich gegen müde Beine durchzudribbeln.
📸 Dean Mouhtaropoulos - 2026 Getty Images
Mittlerweile steht der Kölner Wirbelwind in seiner ersten Bundesliga-Saison bei elf Toren weit vor anderen WM-Aspiranten wie zum Beispiel einem Jamie Leweling, Maxi Beier oder Chris Führich. Zudem erzielte der Kölner seine Tore in weniger Spielminuten, als zum Beispiel Leweling, der in den letzten Länderspielpausen immer wieder auf Minuten im DFB-Dress kam. Wenngleich jemand wie Leweling oder Beier die Teamkollegen und die Umgebung schon besser kennen, als der Kölner Torgarant, sprechen die reinen Zahlen momentan für ihn.
Um den Bundestrainer zu überzeugen, wird Said El Mala in den letzten vier Bundesliga-Spielen über sich hinauswachsen müssen. Gegen Leverkusen, Union Berlin, Heidenheim und den FC Bayern muss der Kölner Hoffnungsträger unter Beweis stellen, dass er seine Form nochmal steigern kann, um der Nationalmannschaft bei der WM eine Hilfe zu sein.
Hilfreich wäre es dabei sicher, wenn der Kölner Marktwert-König gegen Leverkusen oder den FC Bayern glänzt. Gegen Teams diesen Kalibers stark aufzuspielen wäre ein deutliches Signal an Nagelsmann & Co., dass er gegen die besten Länder-Auswahlen dieses Planeten mithalten kann.
📸 Christof Koepsel - 2026 Getty Images
Gegen Union und Heidenheim, darf sich El Mala aber natürlich auch nicht ausruhen. Gegen die beiden "Keller-Klubs", die defensiv aller Voraussicht nach eher tief stehen werden, kann der Edeltechniker unter Beweis stellen, dass er auch gegen die tief stehenden Underdogs in Deutschland WM-Gruppe, wie zum Beispiel Curaçao, ein Ass im Ärmel sein könnte.
Wenn der Youngster alles für den Traum von der Weltmeisterschaft gibt, ist alles möglich. Dabei gilt das gute alte Motto "Jetzt oder Nie". Mit einem Saison-Endspurt in bestechender Topform, wird Nagelsmann sich womöglich nochmal umorientieren und Said El Mala mitnehmen. Sollten die kommenden Auftritte eher mittelmäßig laufen, könnte der WM-Zug recht schnell abfahren. Für den Dribbelkünstler geht es an den letzten vier Spieltagen der Fußball-Bundesliga also ganz klar um die WM-Teilnahme.
📸 Christof Koepsel - 2026 Getty Images









































