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·22 février 2026

VfL Wolfsburgs Absturz in Zeitlupe: Wann zieht die Klubführung Konsequenzen?

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Nach der 2:3-Niederlage gegen Augsburg steht Wolfsburg so schlecht da wie nie nach 23 Spieltagen. Am Sonntag droht der Absturz auf den Relegationsplatz.

Zweimal führt der VfL Wolfsburg gegen den FC Augsburg, zweimal lässt er sich das Spiel aus der Hand nehmen. Am Ende steht eine 2:3-Niederlage, das sechste Spiel in Serie ohne Sieg, und ich frage mich: Wann reicht es eigentlich?


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Die Fakten sind brutal. Noch nie stand Wolfsburg nach 23 Spieltagen so schlecht da. In der Rückrunde weiterhin ohne Sieg. Am Sonntag droht der Absturz auf den Relegationsplatz. Das ist keine Formkrise mehr, das ist ein Absturz in Zeitlupe, bei dem alle zuschauen und niemand eingreift.

Sportdirektor Pirmin Schwegler stellte sich vor dem Anpfiff noch demonstrativ hinter Trainer Daniel Bauer. Die Entscheidung sei aus Überzeugung gefallen, die Frage stelle sich nicht. Ich verstehe den Reflex, Ruhe bewahren zu wollen. Aber nach diesem Abend muss sich Schwegler fragen lassen, wie lange Überzeugung gegen Ergebnisse bestehen kann. Ein Verein, der zweimal führt und trotzdem verliert, hat kein Pech. Er hat ein Problem.

Das Problem heißt: mangelnde Stabilität in entscheidenden Momenten. Yannick Gerhardt bringt Wolfsburg vor der Pause per Kopf in Führung, Kento Shiogai erhöht in der 71. Minute auf 2:1. Beide Male wirkt es, als könnte dieser Abend die Wende bringen. Beide Male zerfällt die Mannschaft danach. Der Ausgleich durch Rodrigo Ribeiro, der Handelfmeter nach Denis Vavros unerklärlichem Blackout, das späte 2:3 durch Elvis Rexhbecaj – jeder dieser Gegentreffer erzählt dieselbe Geschichte: Wolfsburg fehlt die Reife, Spiele zu Ende zu bringen.

Ich sehe eine Mannschaft, die gegen Leipzig ein 2:2 erkämpft und daraus kein Selbstvertrauen zieht. Eine Mannschaft, der es an Kreativität und Offensivstärke mangelt, wie das Spiel über weite Strecken zeigte. Eine Mannschaft, die auf Führungen reagiert, als wäre der Vorsprung eine Last statt ein Vorteil.

Die Verantwortung dafür trägt nicht allein der Trainer. Aber er trägt sie zuerst. Bauer erwartete ein zähes Spiel und bekam genau das. Nur dass seine Mannschaft am Ende diejenige war, die zerrieben wurde. Wenn Schwegler weiter an ihm festhält, muss er erklären, woher die Wende kommen soll. Denn ich sehe sie nicht.

Wolfsburg steht vor einer unbequemen Wahrheit: Dieser Kader, diese Führung, dieser Trainer – irgendetwas davon funktioniert nicht. Die Frage ist nicht mehr, ob der VfL in den Abstiegskampf verwickelt ist. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen den Mut haben, das einzugestehen, bevor es zu spät ist.

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