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·6 juin 2026
Wahlkampf-Wahnsinn in Madrid: Klopp anstatt Mourinho? Berater reagiert deutlich

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·6 juin 2026

Bei Real Madrid wird am Sonntag ein neuer Präsident gewählt, und der Kampf um die Macht wird zunehmend mit harten Bandagen und großen Namen geführt. Der Herausforderer des bisherigen Amtsinhabers Florentino Perez, Enrique Riquelme, kündigte vollmundig an, im Falle eines Sieges Jürgen Klopp als neuen Cheftrainer zu den Königlichen lotsen zu wollen.
Doch anstatt Euphorie auszulösen, sorgte dieser angebliche Transfer-Coup im Lager des aktuellen Red-Bull-Fußballchefs lediglich für großen Unmut und ein unmissverständliches Dementi.
Um die wahlberechtigten Mitglieder auf seine Seite zu ziehen, versprach Riquelmes Wahlkampfteam zuletzt prominente Neuzugänge und erklärte in einem Schreiben, Real brauche einen Coach, der Leistung, Zusammenhalt und Wertschätzung für gute Arbeit zurückbringe. Dieser Trainer sei laut Riquelme ganz klar Jürgen Klopp. Das Team des Herausforderers kündigte an, nach einer erfolgreichen Wahl gemeinsam mit Vereinslegende Raúl, der als Sportdirektor fungieren soll, das Gespräch mit Klopp zu suchen. Dabei wurde sogar suggeriert, dass der Deutsche durchaus verhandlungsbereit sei.
Diese Behauptungen ließen Klopps Berater Marc Kosicke nun regelrecht platzen. Gegenüber Sky Sport fand er drastische Worte und erteilte den spanischen Träumereien eine gnadenlose Absage. "Es nervt", stellte Kosicke klar und betonte: "Jürgen Klopp ist glücklich in seiner Rolle bei Red Bull und hat keine Ambitionen, als Trainer in einem Klub zu arbeiten."Klopp fungiert seit Januar 2025 als Global Head of Soccer bei dem Getränkekonzern und hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er kurzfristig nicht ins Trainergeschäft zurückkehren möchte.
Die ohnehin immer wieder mal aufkommenden Gerüchte um Real Madrid hatten den 58-Jährigen schon in der Vergangenheit echauffiert, woraufhin er die Meldungen als "Blödsinn" abtat. Dass er sich ein Engagement bei den aktuell von extrem vielen Nebengeräuschen begleiteten Madrilenen antut, ist demnach völlig ausgeschlossen.

Sorgt im Real-Wahlkampf mit wilden Trainer-Versprechungen für Wirbel: Herausforderer Enrique Riquelme | Europa Press Sports/GettyImages
Für Riquelme ist es im aktuellen Wahlkampf nicht der erste Gegenwind von namhaften Akteuren, den er durch seine offensiven Versprechungen erntet. Bereits zuvor hatte der Kandidat mit Aussagen rund um Erling Haaland für großen Wirbel gesorgt. Daraufhin soll Manchester City Berichten des kicker zufolge extrem genervt reagiert und Riquelme sogar mit rechtlichen Schritten gedroht haben. Während der Herausforderer also weiter vergeblich versucht, mit dem Namen Klopp auf Stimmenfang zu gehen, setzt der aktuelle Präsident Pérez im Falle eines Wahlsiegs wohl auf eine andere Strategie: Sein bevorzugter Kandidat für die Trainerbank soll José Mourinho sein.
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