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·20 février 2026
Warum es beim 1. FC Schweinfurt zum Trainerwechsel kam

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Obwohl der Zug auf den Klassenerhalt bereits so gut wie abgefahren ist, hat der 1. FC Schweinfurt am Mittwoch nochmal einen Trainerwechsel vorgenommen und Victor Kleinhenz durch Jermaine Jones ersetzt. Geschäftsführer Markus Wolf erklärt die Hintergründe.
Rein sportlich war der Trainerwechsel angesichts von 20 Niederlagen in 24 Spielen – das gab es in der Geschichte der 3. Liga noch nie – nachvollziehbar, nicht allerdings mit Blick auf den Zeitpunkt. Schließlich sind die Schnüdel abgeschlagen Letzter und haben bereits 17 Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind damit nur noch theoretischer Natur. Warum dennoch ausgerechnet jetzt gehandelt wurde, erklärt Geschäftsführer Markus Wolf in der "Main Post" so:
"Wir haben uns intern ausgetauscht, ob wir mit Victor Kleinhenz in die neue Saison gehen wollen. Wir kamen zum Entschluss, dass es kontraproduktiv ist, in die Regionalliga zu gehen, mit einem Trainer, der mit den negativen Erfahrungen des Verlierens behaftet ist." Die Entscheidung sei dem 34-Jährigen am Dienstag um 17 Uhr mitgeteilt worden. "Es tut immer weh, zumal ich Victor als Coach und Mensch sehr schätze. Aber irgendwann ist bei jedem Trainer die Zeit vorbei", so Wolf, der einräumt, dass der Trainerwechsel zu spät erfolgt sei: "Das stimmt, aber wir hatten noch Vertrauen. Und die ersten beiden Rückrundenspiele waren ja okay."
Nach dem Aus von Kleinhenz nahm der Klub Kontakt zu Jermaine Jones auf, mit dem es schon im vergangenen September einen ersten Austausch gegeben hatte. Relativ schnell wurden sich beide Seiten einig, sodass der Ex-Bundesliga-Spieler schon am Mittwoch als neuer Coach vorgestellt wurde. "Wenn du einen Typen wie Jermaine Jones als Trainer für Schweinfurt bekommst, musst du das annehmen. Er steht genau für die Werte, für die wir als Verein stehen", begründet Wolf, warum die Wahl auf den 44-Jährigen gefallen ist. Gleichzeitig betont er aber, dass es kein Kriterium bei der Suche gewesen sei und man sich von Kleinhenz auch getrennt hätte, wenn Jones nicht unterschrieben hätte.
Während Schweinfurts neuer Coach noch an den Klassenerhalt glaubt, sagt Wolf: "Ich beschäftige mich nicht mit dem Klassenerhalt". Stattdessen will der 57-Jährige "attraktiven Fußball" sehen – und eine Mannschaft, die sich zerreißt. Jones soll für einen "positiven Neuanfang" sowie eine "Aufbruchstimmung" sorgen. Der Vertrag gilt zunächst bis zum Ende der Saison. Wolf spricht von einer "Art Probezeit" und sagt: "Der Trainer soll die 14 Spiele nutzen, um die Mannschaft kennenzulernen. Wir wollen schauen, wen man mit in die Regionalliga mitnehmen will." Ob Jones den Weg mitgehen wird, ist noch offen. "Natürlich ist es das Ziel, mit Jermaine Jones in die neue Saison zu gehen, auch in der Regionalliga. Aber wir wollen sehen, wie Mannschaft und Trainer miteinander zurechtkommen."









































